VfB Stuttgart

VfB gewinnt Testspiel gegen Wiesbaden mit 3:2: Diese Profis haben überzeugt

Fußball VfB Stuttgart vs. SV Wehen Wiesbaden
Sasa Kalajdzic erzielt in Stürmermanier das 1:0 für den VfB Stuttgart. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat sein Testspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 3:2 gewonnen. Die Tore für den VfB erzielten Sasa Kalajdzic (13.), Mateo Klimowicz (73.) und Alou Kuol (84.). Das Testspiel gegen den Drittligisten fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Trainingsplatz 1 am Clubzentrum statt. Nur wenige Medienvertreter waren zugelassen.

Sasa Kalajdzic in Stürmermanier mit dem 1:0

Wie schon im Testspiel gegen den SV Böblingen startete der VfB gegen Wiesbaden mit einer Dreierkette und Doppelspitze. Fabian Bredlow, Waldemar Anton, Orel Mangala und Sasa Kalajdzic bildeten die zentrale Achse. Die Stammspieler Borna Sosa, Wataru Endo, Konstantinos Mavropanos, Tiago Tomas und Chris Führich fehlten im Aufgebot, Florian Müller kam nicht zum Einsatz.

Schon nach 13 Minuten stand es 1:0 für die Schwaben: Nach einer schönen Ballstafette trieb Silas den Ball auf der rechten Seite nach vorne und fand in der Mitte Sasa Kalajdzic. Der Stürmer grätschte den Ball aus rund elf Metern ins lange Eck – ein schöner Treffer. Der Österreicher präsentierte sich also direkt in Goalgetter-Form, obwohl er nach seinem verlängerten Urlaub erst am Montag ins Training eingestiegen war. Außer einem Pfostenschuss durch Wiesbaden passierte in der ersten Hälfte nicht mehr viel, das Spiel plätscherte so vor sich hin.

In Halbzeit zwei wechselte das Trainer-Duo Michael Wimmer (42) und Michael Kammermeyer (36) komplett aus, nur Keeper Fabian Bredlow hütete weiter das Tor. Alle Spieler im Kader sollten also mindestens 45 Minuten spielen. Nach rund 72 Minuten stellten die Gäste mit einem schönen Freistoßtreffer auf 1:1. Nur eine Minute später erhöhte Mateo Klimowicz auf 2:1. Das Geburtstagskind musste einen Abpraller von Laurin Ulrichs Schuss nur noch über die Linie drücken. Alou Kuol erhöhte per Elfmeter auf 3:1 (84.), die Gäste verkürzten mit einem Konter kurz vor Schluss noch auf 2:3.

Trainer Matarazzo verfolgte das Spiel über die Kameras

Wer wegen seiner Corona-Erkrankung nicht beim Testspiel dabei sein konnte, war Pellegrino Matarazzo. Der Trainer konnte die Partie aber Live im Homeoffice verfolgen: An den Flutlicht-Masten auf dem Trainingsgelände sind mehrere Kameras angebracht, über die Matarazzo das Spiel in Echtzeit schauen konnte.

Der Coach hatte mehrere Kamerawinkel zur Verfügung und konnte zudem in einzelne Szenen reinzoomen. Außerdem war er mit seinen Co-Trainern per Telefon verbunden, sodass er während dem Spiel auch in Taktik oder Aufstellung eingreifen konnte.

Welcher VfB-Profi hat überzeugt?

Silas: Machte einen quirligen und spielfreudigen Auftritt, bereitete das 1:0 vor. Scheint schon sehr weit zu sein, wirkt zudem bulliger als vor seinen Verletzungen. Sieht so aus, als hätte er körperlich zugelegt.

Mohamed Sankoh: Zog viele Sprints in die Tiefe an und war immer anspielbereit. Forderte lautstark die Bälle und zeigte auch seinen Frust, wenn der Ball nicht ankam. Der Junge will, das sieht man. Machte auch körperlich einen stabilen Eindruck.

Lilian Egloff: Der Youngster machte im Zentrum einen guten Eindruck. Forderte oft den Ball und traute sich auch Dribblings und Abschlüsse zu. Das sieht gut aus.

Alou Kuol: Erzielte das 3:1 per Elfmeter und fiel vor allem durch seinen enormen Antritt auf. Mit diesem Tempo kann er im Sturm weh tun, das zeigte er auch gegen Wiesbaden.

Welcher VfB-Profi ist kaum aufgefallen?

Darko Churlinov: Das Spiel in Halbzeit eins war sehr rechtslastig. Es ging kaum was über seine linke Seite, der Nordmadzedonier konnte sich nicht in Szene setzen. Zu seiner Verteidigung: Churlinov war erst am Montag im Training eingestiegen.

Nikolas Nartey: Spielte neben Orel Mangala auf der Doppelsechs und konnte nicht so überzeugen. Verlor ein paar Bälle in der Vorwärtsbewegung und setzte in der Offensive kaum Akzente. Da war Luft nach oben.

So spielte der VfB:

1. HZ: Bredlow – Stenzel, Anton, Ito – Silas, Mangala, Nartey, Churlinov – Millot – Sankoh, Kalajdzic

2. HZ: Bredlow - Bazzoli, Aidonis, Mola - Klimowicz, Ahamada, Beyaz, Ulrich - Egloff - Kuol, Kastanaras

Tore: 1:0 Kalajdzic (13.), 1:1 Ezeh (72.), 2:1 Klimowicz (73.), 3:1 Kuol (84.), 3:2 Prokop (87.).