VfB Stuttgart

VfB-Niederlage gegen Leverkusen: Zu viele Gegentore, zu wenig Struktur

Fußball VfB Stuttgart vs. Bayer 04 Leverkusen
Gesprächsbedarf: Trainer Pellegrino Matarazzo und Torhüter Florian Müller nach der Heimniederlage gegen Leverkusen. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart verliert in Überzahl gegen Bayer Leverkusen mit 1:3. Über weite Strecken fehlt den Schwaben die Struktur im Offensivspiel. Die größere Problemzone bleibt jedoch die wackelige Defensive.

„Ich habe viele Themen gesehen, die wir künftig besser machen wollen“

Fünf Spieltage sind in der aktuellen Bundesliga-Saison erst gespielt. Und mit vier Punkten steht der VfB Stuttgart aktuell im unteren Bereich der Tabelle. Ein Grund zur Panik ist das noch lange nicht. Auch eine Niederlage gegen ein offensivstarkes Bayer Leverkusen sollte die junge Stuttgarter Mannschaft nicht aus dem Tritt bringen. Grund zur Sorge gibt es dennoch. „Ich habe viele Themen gesehen, die wir künftig besser machen wollen“, sagte der geknickte Trainer Pellegrino Matarazzo nach der Heimniederlage vom Sonntag (19.09.).

VfB trotz Überzahl harmlos

Gegen die Werkself durften die Schwaben nach einer Roten Karte für Leverkusens Robert Andrich 60 Minuten in Überzahl ran. Doch bis auf den Anschlusstreffer kurz vor dem Pausenpfiff durch Orel Mangala (39.) wurde es für das Tor von Bayer-Keeper Lukas Hradecky quasi nicht gefährlich. Dazu fehlten dem Stuttgart Offensivspiel die nötige Struktur und Zielstrebigkeit. „Die Präzision und Schärfe im eigenen Ballbesitz fehlt mir aktuell sehr“, so ein sichtlich zerknirschter Matarazzo. „Wir konnten trotz der Überzahl keine hochwertigen Torchancen kreieren.“

Bereits ein Dutzend Gegentore

Die fehlende Balance zwischen Angriff und Verteidigung offenbarte dabei auch die noch größere Baustelle im VfB-Spiel: die wackelige Hintermannschaft. Ein Dutzend Gegentore hat sich seine Defensive in dieser Spielzeit bereits gefangen. Und damit eindeutig zu viel.

Im Heimspiel gegen Leverkusen hatten individuelle Fehler der Hausherren den Gästen eine frühe 2:0-Führung beschert. Und auch mit einem Mann weniger auf dem Rasen blieben die Bayer-Profis brandgefährlich im Umschaltspiel. So konnte Nationalspieler Florian Wirtz in der 69. Minute nach einem Ballgewinn im Mittelfeld für die Entscheidung sorgen.

Wollen die Schwaben einen ungemütlichen Herbst vermeiden, muss diese Gegentorflut zügig eingedämmt werden. Trainer Matarazzo weiß bereits, wo er ansetzen will: „Indem wir im eigenen Ballbesitz keine krassen Fehler mehr im Aufbauspiel machen.“ Jeder einzelne Spieler müsse wieder an „seine Leistungsgrenze“. Am besten schon im kommenden Auswärtsspiel beim Aufsteiger in Bochum in einer Woche.