VfB Stuttgart

VfB Stuttgart gewinnt im CL-Rennen 4:0 gegen HSV: Das waren die Schlüsselmomente

Chris Führich erzielt das 2:0 für den VfB Stutgart gegen den HSV.
Chris Führich erzielt das 2:0 für den VfB Stutgart gegen den HSV. © Julia Rahn

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat sein Heimspiel in der Bundesliga gegen den Hamburger SV mit 4:0 gewonnen und wichtige Punkte im Rennen um die Champions League gesammelt. Es war eine blitzsaubere Vorstellung der Schwaben und ein verdienter Sieg. Wir berichten, welche Szenen auf dem Weg zum Dreier der Schlüssel waren.

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VfB Stuttgart: Wichtige Punkte für die Champions League

Mit dem Sieg kletterte der VfB auf Rang drei, vergrößerte den Abstand im CL-Rennen auf den Fünftplatzierten (Leverkusen) auf vier Punkte. Vor den schwierigen restlichen Spielen war das Spiel gegen Hamburg fas ein Pflichtsieg, wenn es in die Champions League gehen soll. Diesen fuhr die Hoeneß-Elf ein.

Für den VfB Stuttgart galt es gegen den Aufsteiger, die richtige Antwort auf das ärgerliche 0:2 gegen Borussia Dortmund aus der Vorwoche zu geben. Dafür stellte Sebastian Hoeneß wieder auf eine Viererkette um, wechselte drei Spieler in der Startelf. Mehr Rotation gab es bei den Hamburgern, die auf einige Leistungsträger verzichten mussten – darunter Luka Vuskovic und Miro Muheim.

Schlüsselmoment 1: Angelo Stiller vollendet perfekten Spielzug

Die Schwaben knackten den Abwehrriegel der Gäste mit einem traumhaften Spielzug: Ramon Hendriks spielte einen sauberen linienbrechenden Vertikalpass auf Deniz Undav, der auf Jamie Leweling weiterleitete. Die Hamburger Deckung war überspielt, Leweling legte ab auf Angelo Stiller, der aus acht Metern überlegt einschob (22.).

Es war der Dosenöffner, nachdem sich Stuttgart zunächst mit den defensiv disziplinierten Hanseaten schwergetan hatte. Bis auf Deniz Undavs Abschluss (10.) ging wenig nach vorne, auf der Gegenseite hatte Fabio Baldé die gute Chance auf die Gästeführung – beinahe analog zum Hinspiel, als ein versemmelter Standard des VfB postwendend zum Konter wurde (16.).

Schlüsselmoment 2: Chris Führich erhöht nach Aufbaufehler

Die zuletzt kritisierte Effizienz des VfB war vorerst zurück: Stuttgart traf mit zwei seiner ersten drei Torschüsse. Auslöser war ein kapitaler Bock des Hamburger Innenverteidigers Warmed Omari, der sich von Angelo Stiller im Aufbauspiel den Ball klauen ließ. Undav legte per Hacke auf Demirovic, der Führich bediente. Der Flügelflitzer schloss präzise zu seinem fünften Saisontreffer ab (32.).

Demirovic (39.), Führich nach abermaligem Omari-Fehlpass (41.) und Undav (44.) hätten die Partie noch vor der Pause entscheiden können – der VfB war die klar spielbestimmende Mannschaft.

Schlüsselmoment 3: Mittelstädt beendet den Chancenwucher

So gut die Effizienz vor dem Tor in den ersten 32 Minuten war, so dürftig wurde sie in der zweiten Halbzeit. Positiv: Im Zweiminutentakt kamen die Hausherren zu guten Chancen. Negativ: Es dauerte zu lange, bis der VfB den berühmten Sack zumachte. Demirovic aus vier Metern (49.), Mittelstädt (51.), Undav (53.), Führich (55.) – alle vergaben sie das 3:0.

Dann fasste sich Maximilian Mittelstädt ein Herz, zog aus 25 Metern mit 107 km/h Schussgeschwindigkeit ab. Jordan Torunarigha fälschte unhaltbar für den eigentlich starken Daniel Heuer Fernandes ab, das 3:0 war gefallen (56.). Das vierte Tor von Ermedin Demirovic wurde wegen Abseits aberkannt – Undav stand vor seiner Bilderbuch-Vorlage knapp im Abseits. Undav blieb eine zentrale Figur, verpasste eine Großchance (79.), holte sich die fünfte Gelbe Karte bei einer Rudelbildung (80.) und schoss einen Foulelfmeter schwach über das Tor (82.).

Doch wenn der Top-Torschütze einen insgesamt unglücklichen Tag hat, der Sieg aber dennoch nie gefährdet ist, weiß man: Das war eine klare Kiste. Bilal El Khannouss erhöhte noch mit einem abgefälschten Schuss auf 4:0 (86.) – es war der Schlusspunkt eines erfolgreichen Fußballabends für den VfB Stuttgart.

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