VfB Stuttgart im DFB-Pokalfinale gegen FC Bayern: „Wir mögen große Spiele“
Berlin. Der VfB Stuttgart spielt am Samstag (20 Uhr) gegen den FC Bayern München sein zweites DFB-Pokalfinale in Serie. Nachdem die Schwaben im Vorjahr gegen Arminia Bielefeld den Titel geholt haben, könnte die Aufgabe nun kaum schwerer sein: Der Rekordmeister wartet. Auf der Pressekonferenz haben Cheftrainer Sebastian Hoeneß und Kapitän Atakan Karazor erzählt, wie sie das Spiel angehen wollen.
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VfB Stuttgart: Schwere Aufgabe gegen den FC Bayern
Neben dem 1:2 im Supercup zu Beginn der Saison setzte es für den VfB Stuttgart gegen die Bayern in dieser Saison ein 0:5 und ein 2:4 in der Bundesliga – beim FCB hätte es aber nicht einmal diese klaren Ergebnisse gebraucht, um als Favorit ins Pokalfinale zu gehen. 122 Tore in der dominanten Bundesligasaison, dazu hauchdünn am Champions-League-Finale vorbeigeschlittert: Ruft der Rekordmeister sein Leistungsmaximum am Finalabend ab, wird es für die Stuttgarter schwer.
Es ist der nächste Höhepunkt im sportlichen Senkrechtstart des VfB in den vergangenen Jahren. Und das zweite Finale in Folge. Mit der Zeit hat sich seine Mannschaft an große Spiele und derartige Drucksituationen gewöhnt, meint VfB-Coach Sebastian Hoeneß. „Wir haben mit der Champions-League-Quali und dem zweiten Pokalfinale eine gute Konstellation gebaut“, sagt er. „Wir haben ein paar Drucksituationen gehabt, in denen wir großen Charakter gezeigt haben. Wir mögen diese Spiele und haben daraus auch Erfolgserlebnisse mitgenommen.“ So zuletzt geschehen im Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg oder auch im Entscheidungsspiel um die Champions League gegen Bayer Leverkusen.
VfB will gegen Bayern mutig auftreten
„Wir sind uns auch sehr bewusst, welcher Gegner auf der anderen Seite steht“, sagt Hoeneß. Gegen die Bayern brauche es immer eine außergewöhnliche Leistung. „Es braucht Mut und viel Überzeugung in jeder Spielphase. Und du musst auch mal Phasen durchhalten, weil einfach Druck da ist.“
VfB-Kapitän Atakan Karazor, der aus einer Rot-Sperre im Liga-Endspurt zurückkehrt, weiß: „Du musst eine extra Schippe drauflegen.“ Der VfB wird hoffen, dass diese Schippe, sollte sie tatsächlich kommen, nicht vom FC Bayern nochmal übertroffen wird. Das Zeug dazu hätte der Rekord-Pokalsieger zweifelsohne.
Der VfB Stuttgart hat Blut geleckt
Auch wenn die Stuttgarter die Rolle des Underdogs annehmen – im Vorfeld geben sie sich schon alles andere als geschlagen. „Das ist das schönste Spiel, das du haben kannst“, sagt Hoeneß und zitiert Karazor, der nach dem Pokalsieg 2025 sagte: „Wir haben Blut geleckt – das war auch in dieser Pokalsaison spürbar.“
Karazor mit Aberglaube: Elfmetertor gleich Pokalsieg?
Karazor selbst leitete die VfB-Chancen auf einen weiteren Titelgewinn während der Pressekonferenz noch auf kuriose Weise her. „Letzte Saison habe ich in der ersten Runde ein Elfmetertor geschossen“, blickte der Kapitän auf seinen Treffer beim 5:0 gegen Preußen Münster zurück. „Diese Saison habe ich auch ein Elfmetertor im ersten Spiel gemacht.“ Dieses Mal im Elfmeterschießen gegen Eintracht Braunschweig. Die Schlussfolgerung ließ Karazor im Raum stehen, klar war aber: Geht es nach ihm, folgt auch in diesem Jahr ein Happy End auf seine (seltenen) Treffer.
Es ist das zweite Jahr in Folge für den VfB im Pokalfinale, und doch ist so vieles anders: Es wird spannend, ob die Transformation vom Pokalfavoriten zum klaren Underdog den Schwaben steht. Eines dürfte klar sein: Besonders viel Druck lastet nach den Erfolgen der letzten Wochen und Monaten nicht mehr auf den Stuttgarter Schultern.
So könnte der VfB spielen: Nübel – Jaquez, Chabot, Hendriks – Leweling, Karazor, Stiller, Mittelstädt – Nartey, Führich – Undav.



