VfB Stuttgart

VfB Stuttgart: Josha Vagnomans wilder Abend – erst Tor, dann Slapstick-Eigentor

Josha Vagnoman nach seinem Ausgleichstreffer mit Grischa Prömel und Finn Jeltsch.
Josha Vagnoman nach seinem Ausgleichstreffer mit Grischa Prömel und Finn Jeltsch. © Julia Rahn

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat beim Bundesliga-Auftakt gegen den FC Bayern München eine 1:5-Klatsche kassiert. Ein VfB-Profi durchlebte dabei besonders ein Wechselbad der Gefühle: Josha Vagnoman erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich, nur sechs Minuten später unterlief ihm aber ein Eigentor der Slapstick-Sorte. Wir ordnen den Auftritt des Rechtsverteidigers ein – und haben bei Sebastian Hoeneß nachgefragt, wie er Vagnomans Spiel gesehen hat.

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VfB Stuttgart: Wieder keine Punkte gegen den FC Bayern

Einmal mehr hatte der VfB Stuttgart gegen den Rekordmeister nichts auszurichten: Beinahe humorlos reagierte der FC Bayern auf den Stuttgarter Ausgleich, fertigte die hoffnungsgeladenen Schwaben am Ende mit 5:1 ab. Es war wettbewerbsübergreifend die siebte Stuttgarter Niederlage in Folge gegen den FCB.

Ein Spieler, der am Freitagabend – teilweise unfreiwillig – herausragte, war Josha Vagnoman. Der Rechtsverteidiger spielte im ersten Durchgang nicht gut, wirkte in einigen Situationen im Kopf nicht schnell genug, hatte in wichtigen Zweikämpfen das Nachsehen. Nur 25 Prozent seiner Bodenduelle (Quelle: Fotmob) gewann Vagnoman, hatte immerhin die beste Passquote aller VfB-Spieler aus der Startelf (17 von 19 Pässen erfolgreich, 89 Prozent).

Jubel hält nur kurz an – so lief der Abend für Josha Vagnoman

Soweit die subjektiven Beobachtungen – Vagnoman trug sich aber auch mit harten Fakten in die Geschichte des Spiels ein. Zuerst erzielte er mit einem strammen Schuss den Ausgleich kurz nach der Halbzeit, ließ die Schwaben wieder auf den Punktgewinn hoffen – gleichzeitig lenkte sein unglücklichster Moment das Spiel eindeutig in Münchener Bahnen: Bei einem Klärungsversuch rutschte Vagnoman auf dem regennassen Platz weg und beförderte den Ball ins eigene Tor. Unglücklicher ging es kaum, viel konnte der 25-Jährige bei diesem Slapstick-Tor nicht machen – einen Platz im Saisonrückblick hat er mit dieser Aktion am ersten Spieltag wohl dennoch schon inne.

„Er rutscht aus, was soll man da sagen“, konnte auch Trainer Sebastian Hoeneß seinem Rechtsverteidiger keine Vorwürfe beim Eigentor machen. „Er will sicher nicht den Ball ins eigene Tor schießen.“ Unglücklich sei die Aktion auch deshalb gewesen, weil der Stuttgarter in seinem Rücken keinen Gegenspieler hatte, keine Not für einen Befreiungsschlag bestand. „Aber das spürst du vielleicht nicht zu 100 Prozent“, so Hoeneß.

„Seinen Part sehr gut gemacht“ – Hoeneß zufrieden mit Vagnoman

Interessant: Ansonsten hatte der Coach tatsächlich einen guten Eindruck vom Auftritt Josha Vagnomans: „Er hat defensiv seinen Part sehr gut gemacht und diszipliniert verteidigt.“ Das sei nicht einfach gewesen gegen die intensiv spielenden Münchener Außenverteidiger. „Beim Tor trifft er den Ball überragend, der war nicht einfach zu nehmen.“

Interessant wird es nun zu beobachten, wie sich Josha Vagnoman nun von diesem Abend der Extreme erholt. Denn: Dass Vagnoman in Form kommt, ist vor dem Hintergrund der aktuell engen Personaldecke in der Rechtsverteidigung essenziell für den VfB. Nikolas Nartey verletzte sich im Pokal gegen Rostock, Lorenz Assignon ist nach seiner Schulter-OP noch nicht ganz zurück, Jamie Leweling kann auf der Wingback-Position spielen, fehlte aber auch die gesamte Vorbereitung. Für Josha Vagnoman und den VfB Stuttgart gilt es nun, diesen bitteren Abend möglichst schnell abzuschütteln – und beim Heimauftakt gegen den 1. FC Köln den ersten Sieg einzufahren.

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