VfB Stuttgart

VfB Stuttgart spielt 2:2 in Mainz: Drei Schlüsselszenen eines wilden Spiels

Jamie Leweling und der VfB Stuttgart hatten in Mainz ordentlich zu kämpfen.
Jamie Leweling und der VfB Stuttgart hatten in Mainz ordentlich zu kämpfen. © Alexander Keppler

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat gegen den 1. FSV Mainz 2:2 (0:1) gespielt. Nach einer starken Anfangsphase stellten die Schwaben komplett das Fußballspielen ein, bis zur 70. Minute hatten die Mainzer alles im Griff. Doch per Doppelschlag von Ermedin Demirovic und Deniz Undav stellte der VfB auf einmal auf 2:1 (76./77.). Allerdings war der Deckel der Partie noch nicht drauf: Da Costa traf in der Nachspielzeit zum 2:2. Ein wildes Unentschieden, das aus Sicht der Schwaben durchaus glücklich zustande kam.

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VfB Stuttgart gegen Mainz: So lief das Bundesliga-Spiel

Eine ganze Woche hatte Sebastian Hoeneß Zeit, um seine Mannschaft auf das Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz vorzubereiten. Ein ungewohnter Luxus für die Schwaben, die im Jahr 2026 bislang deutlich mehr englische Wochen als „normale“ Wochen absolvierten. Dementsprechend ausgeruht, personell nur leicht verändert und mit einem souveränen 4:0-Sieg gegen Wolfsburg im Rücken reisten die Schwaben nach Mainz. Obwohl der VfB in der Mewa-Arena zu Beginn klar die Spielkontrolle übernahm, stellte die Hoeneß-Elf nach rund 20 Minuten aus unerklärlichen Gründen das Fußballspielen ein.

Gegen den Ball fehlte die Ordnung, mit dem Ball agierten Stiller und Co. kopflos. So kippte das Spiel auf die Seite des Heimteams: Lee köpfte in der 39. Minute zur verdienten Mainzer Führung ein. Die Nullfünfer hätten das 1:0 schon früher verdient gehabt. In der zweiten Halbzeit ließ Mainz eine Chance nach der anderen liegen, per Doppelschlag kam der VfB dann auf einmal zum 2:1. In der Nachspielzeit fiel dann noch das 2:2.

Schlüsselszene 1: VfB Stuttgart erst dominant, dann fehlt jede Energie

Die ersten 20 Minuten hatten die Schwaben alles im Griff. Wie schon gegen Wolfsburg agierte die Hoeneß-Elf sehr dominant, die Führung lag schnell in der Luft. Aber: Der VfB erzielte eben nicht das 1:0 (gegen Wolfsburg in der 21. Minute), sondern stellte auf einmal das Fußballspielen ein. Die Energie fehlte plötzlich komplett. Gegen den Ball stimmte die Ordnung nicht mehr, mit dem Ball agierten die VfB-Profis zu fahrig. Die Mainzer Führung war in den ersten 70 Minuten hochverdient.

Schlüsselszene 2: Manchmal braucht es auch Glück

Die Mainzer hatten lange Zeit alles im Griff. Die Chancen aufs 2:0 waren da, teilweise luden Angelo Stiller und Luca Jaquez die Nullfünfer zum Toreschießen ein. Aber das zweite Tor wollte einfach nicht fallen – trotz größter Chancen. So ließen die Mainzer den VfB Stuttgart völlig fahrlässig im Spiel und wurden für ihre fehlende Kaltschnäuzigkeit bitter bestraft. Für die Schwaben eine glückliche Situation.

Schlüsselszene 3: Plötzlich sind Undav und Demirovic da

Das ganze Spiel waren sie kaum zu sehen, vor allem Ermedin Demirovic hing völlig in der Luft. Doch dann knipsten beide VfB-Stürmer: Erst traf Demirovic nach Undav-Vorlage zum 1:1 (76.), dann stellte Undav auf 2:1 (77.). So sind sie eben, die Stürmer: Manchmal das ganze Spiel nicht zu sehen – und dann treffen sie doch. Wohl dem, der zwei solche Angreifer in seinen Reihen hat.

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