VfB Stuttgart verliert im Supercup: Der FC Bayern ist eine Nummer zu groß
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat im Supercup gegen den FC Bayern München mit 1:2 (0:1) verloren. Damit feiert der Rekordmeister den ersten Titel der neuen Saison, die Schwaben gehen wie schon im Vorjahr (Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bayer Leverkusen) leer aus. Obwohl der Bayern-Sieg unterm Strich verdient ist, war für den VfB mehr drin. Aber: Im Angriff waren die Schwaben über die gesamte Spielzeit meist zu harmlos, in der Defensive leisteten sich die Profis (allen voran Luca Jaquez) zu viele Fehler. Jamie Leweling traf in der Nachspielzeit zum späten Anschlusstreffer. Das Finalspiel lässt immerhin eine Erkenntnis zu: Der VfB Stuttgart scheint bereit für die neue Saison - der FC Bayern München war und ist allerdings eine Nummer zu groß.
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Supercup: VfB Stuttgart gegen FC Bayern München - so lief das Spiel
Der VfB Stuttgart hat Lust auf mehr: Das machte Sebastian Hoeneß vor dem Supercup-Spiel gegen den FC Bayern München deutlich. Nach dem Pokalfinal-Sieg und dem damit verbundenen Titel sollte gegen den Rekordmeister der zweite Titel innerhalb drei Monaten folgen. „ Wir wollen diesen Titel holen“, so der Trainer auf der Pressekonferenz vor der Partie. „Wir werden bereit sein, weil wir richtig heiß auf dieses Spiel sind. Es macht süchtig, solche Spiele zu spielen.“
In der Aufstellung machte Hoeneß daher keine Experimente: Nick Woltemade stand wie zu erwarten neben Deniz Undav in der Startelf, auch Angelo Stiller wurde rechtzeitig fit. Im Tor ersetzte Fabian Bredlow den nach wie vor am Ellenbogen verletzten Alexander Nübel, Josha Vagnoman bekam auf der Position des Rechtsverteidigers erneut den Vorzug vor Neuzugang Lorenz Assignon. Obwohl der VfB gut ins Spiel fand, übernahm der Rekordmeister nach rund zehn Minuten die Kontrolle und ging nach 18 Minuten verdient in Führung: Harry Kane nahm die Einladung von Luca Jaquez dankend an und traf nach dem Abwehrfehler des Innenverteidigers eiskalt zum 1:0.
Luiz Diaz entscheidet den Supercup: VfB im Angriff zu harmlos
In der Folge entwickelte sich ein hektisches Spiel, geprägt von Abspielfehlern auf beiden Seiten. Spannend für die Zuschauer, aber nervenaufreibend für die Trainer. Nach einem Stellungsfehler der Bayern-Abwehr lief erst Vagnoman alleine auf Manuel Neuer zu, der zweite Ball landete bei Woltemade. Der sichtlich bemühte Angreifer scheiterte aber frei stehend vor dem Bayern-Schlussmann - das hätte der Ausgleich sein müssen. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, die Münchner waren in der MHP-Arena das gefährlichere Team, ein Tor wollte dem Rekordmeister aber nicht gelingen.
{element}In den zweiten 45 Minuten passiert zunächst nicht viel. Die Schwaben waren bemüht, nach vorne lief aber nicht viel zusammen. Die Bayern verteidigten abgezockt und ließen nicht viel zu, im Offensivspiel setzte der Rekordmeister immer wieder Nadelstiche. Einer davon brachte die Entscheidung: Nach einer Flanke aus dem Halbfeld köpfte Luiz Diaz völlig allein gelassen aus rund sechs Metern zum 2:0 ein (77.). Die VfB-Verteidigung um Luca Jaquez sah wieder nicht gut aus. Die Schwaben gaben sich aber nicht auf und kamen durch Jamie Leweling (90.+2) zum Anschlusstreffer - das Tor kam aber zu spät.


