VfB Stuttgart

VfB Stuttgart verliert Kellerduell bei Hertha BSC Berlin: 0:2 im Olympiastadion

Fußball  Hertha BSC Berlin vs. VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart schwebt weiter in höchster Abstiegsgefahr. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat das wegweisende Kellerduell bei Hertha BSC Berlin verloren. Die Berliner siegten am Sonntag (24.04.) zum Abschluss des 31. Spieltages mit 2:0 (1:0). Davie Selke (4. Minute) und Ishak Belfodil (90.+3) erzielten im Olympiastadion die Tore für die Hausherren. Und während der Klub aus der Hauptstadt mit nun 32 Punkten seinen 15. Tabellenplatz festigt, droht den Schwaben (28 Zähler) der erneute Sturz in die Zweitklassigkeit.

VfB ohne Marmoush, Kapitän Endo kehrt zurück

Seine Startformation hatte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo im Vergleich zum 0:0 in Mainz lediglich auf einer Position verändert: Für Stürmer Omar Marmoush (muskuläre Probleme) kehrte Kapitän Wataru Endo nach überstandener Corona-Infektion in die erste Elf zurück.

Auch Hertha-Trainer Felix Magath nahm nach dem 1:0-Sieg in Augsburg nur einen Wechsel vor: Vladimir Darida spielte für den gelbgesperrten Marco Richter auf dem rechten Flügel. Und auch vor seinem 500. Spiel als Bundesliga-Trainer gestand der 68-jährige Magath, dass er vor dem Anpfiff noch so nervös wie früher sei: „Nie weiß man als Trainer, ob man es richtig gemacht hat. Von daher ist es für mich heute kein Unterschied zwischen dem 500. und dem 50. Spiel.“

Traumstart für Berlin: VfB verpennt die Anfangsphase komplett

Seine Mannschaft erwischte jedenfalls einen Traumstart ins wegweisende Kellerduell. Bereits nach vier Minuten schoss Davie Selke die Hausherren in Führung. Die Belohnung für eine engagierte Berliner Anfangsphase gegen unerklärlich körperlose Schwaben, die den Start ins Spiel komplett verpennten.

Nach 24 Minuten musste Gästecoach Matarazzo sein taktisches Grundkonzept über den Haufen werfen. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Rechtsverteidiger Pascal Stenzel brachte eine Systemumstellung auf ein 3-5-2 mit Erik Thommy auf der rechten Außenbahn mit sich. Für Besserung im Stuttgarter Spiel sorgte das jedoch nicht. Zu fahrig, unkonzentriert und mutlos agierten die Roten im Berliner Olympiastadion. Abstiegskampf, war das was?

Hertha kontrolliert das Mittelfeld – und damit die Partie

Der Schlüssel zum Erfolg in dieser Partie lag wie so oft in der Kontrolle des Mittelfelds. Und die hatten die Berliner angeleitet von Leader Kevin-Prince Boateng zunächst auch in der zweiten Halbzeit. Die wichtigen Zweikämpfe und die meisten zweiten Bälle gingen an Hertha. Doch der VfB kämpfte sich nach und nach in die Partie, war griffiger in den direkten Duellen und erhöhte den Druck auf die Viererkette der Hausherren. Gefährliche Abschlüsse blieben allerdings Mangelware.

Belfodil macht den Sack zu

Und so mussten die Stuttgarter in der Schlussphase alles in die Waagschale werfen, um immerhin das erklärte Minimalziel von einem Punkt zu sichern. Letztlich machte jedoch der eingewechselte Ishak Belfodil mit seinem Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit den Sack zu und sicherte den Berlinern so die nächsten Big Points im Abstiegskampf.

Hertha BSC Berlin - VfB Stuttgart 2:0 (1:0)

Berlin: Lotka - Plattenhardt (46. Björkan), Kempf, Boyata, Pekarik - Ascacibar, Tousart - Serdar (63. Mittelstädt), Boateng (63. Belfodil), Darida (74. Stark) - Selke (78. Ekkelenkamp)

Stuttgart: Müller - Sosa, Ito, Mavropanos, Stenzel (24. Thommy) - Anton - Mangala (71. Tibidi), Endo - Führich (87. Coulibaly), Tomas (87. Millot) - Kalajdzic

Tore: 1:0 Selke (4.), 2:0 Belfodil (90.+3)

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Zuschauer: 54.589

Gelbe Karten: Fotheringham, Darida / Endo