VfB Stuttgart: Warum die WM-Chancen von Angelo Stiller plötzlich gestiegen sind
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat sechs deutsche Nationalspieler in seinen Reihen. Für die Länderspiele gegen die Schweiz (27.03.) und Ghana (30.03.) steht auch Angelo Stiller im Aufgebot der DFB-Elf – und das, obwohl der VfB-Profi zuerst gar nicht nominiert wurde. Es sah sogar danach aus, als spiele der Mittelfeldmann in den Planungen von Bundestrainer Julian Nagelsmann gar keine Rolle. Doch das hat sich inzwischen geändert. Warum die WM-Chancen von Angelo Stiller seit dem Wochenende massiv gestiegen sind.
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Länderspiele: VfB Stuttgart stellt sechs Nationalspieler
Wenn die Deutsche Nationalmannschaft am Freitag (27.03.) gegen die Schweiz und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana spielet, sind sechs Profis aus Bad Cannstatt mit dabei. Bereits im Herbst 2024 wurden sechs VfB-Profis in den DFB-Kader berufen, die Schwaben stellten damals die meisten Deutschen Nationalspieler ab. Für diese Länderspielperiode sind es wieder sechs Profis, damit stellt der VfB Stuttgart mit dem FC Bayern (ebenfalls sechs Profis) den größten Block in der Nationalmannschaft. Das bedeutet: Der „VfB Deutschland“ ist zurück.
Neben Chris Führich, der erst am Montagmittag von Bundestrainer Julian Nagelsmann nachnominiert wurde, rutschte auch Angelo Stiller auf den letzten Drücker noch in den DFB-Kader. Bei der ursprünglichen Nominierung am vergangenen Donnerstag (19.03.) fehlte der VfB-Profi noch. Der Bundestrainer begründete die Nichtberücksichtigung Stillers damit, dass er den 24-Jährigen nicht als Stammspieler einplant und in der zweiten Reihe eher auf Spieler wie Pascal Groß setzt, der schon seit längerem als verlängerter Arm Nagelsmann gilt.
Nmecha und Pavlovic fallen aus: Die große Chance für Stiller
Die Entscheidung, Angelo Stiller nicht zu nominieren, wurde bundesweit diskutiert. Einen Spieler dieser Klasse müsse nominiert werden, war überall in den sozialen Medien zu lesen. Vor allem mit Blick auf die Tatsache, dass das DFB-Team gegen die Schweiz und Ghana das letzte Mal vor der WM zusammenkommt, schien klar: Angelo Stiller wird aller Voraussicht nach nicht beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko dabei sein – wenn nicht doch noch etwas Außergewöhnliches wie eine schwere Verletzung eines Stiller-Konkurrenten passiert. Und genau dieser Fall ist nun eingetreten – und zwar doppelt.
Im Laufe des Sonntags wurde bekannt, dass Aleksandar Pavlovic vom FC Bayern die anstehenden Länderspiele verpasst. Den 21-jährigen Sechser sieht Julian Nagelsmann nach eigener Aussage vor Angelo Stiller, auch was „inhaltliche Themen“ angeht, so der Bundestrainer auf der Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag. Da Pavlovic mit Hüftproblemen vorerst passen muss, rutscht der VfB-Profi doch noch in den Kader. Und am Montagmittag wurde der nächste – aus Sicht von Julian Nagelsmann – schwerwiegende Ausfall bekannt: Felix Nmecha fällt mit einer Außenbandverletzung im rechten Knie mehrere Wochen aus.
Nationalmannschaft: Gut möglich, dass Angelo Stiller startet
Damit bricht Julian Nagelsmann für die letzten beiden WM-Tests die komplette Doppelsechs weg. Nmecha und Pavlovic galten unter dem Bundestrainer gesetzt. Als erster Ersatzkandidat steht Leon Goretzka vom FC Bayern bereit – und den spielerischen Part neben dem kopfballstarken und robusten Mittelfeldmann könnte Angelo Stiller geben. Nagelsmann selbst bezeichnete den Stuttgarter als „herausragend guten Fußballer“, der nur nicht im Kader stünde, weil etwa ein Pascal Groß die Rolle als Ersatzspieler besser ausfüllen könne. Doch da das Duo Nmecha/Groß plötzlich komplett wegbricht, werden die Karten neu gemischt.
Gut möglich, dass Angelo Stiller in beiden Länderspielen zum Einsatz kommt, vielleicht sogar im „Heimspiel“ gegen Ghana in Stuttgart von Beginn an. Damit haben sich die Chancen des VfB-Profis, doch noch auf den WM-Zug aufspringen zu können, auf einen Schlag massiv erhöht. Zeigt Stiller im Training und in den beiden Spielen eine ansprechende Leistung, steht die WM-Türe auf einmal wieder weit offen. Zumal völlig unklar ist, wie fit Felix Nmecha nach der Außenbandverletzung und der bewusst offen gehaltenen Ausfalldauer von „ein paar Wochen“ im Juni zu WM-Beginn wirklich ist. Der VfB-Profi hat nun also die große Chance, Julian Nagelsmann in den nächsten rund zehn Tagen von seinem Können zu überzeugen – und am Ende dann doch mit ins WM-Quartier nach Carolina zu reisen.


