VfB Stuttgart: Warum sich der Kauf einer Drohne schon jetzt gelohnt hat
Grassau. Der VfB Stuttgart befindet sich seit vier Tagen im Trainingslager am Chiemsee. Immer mit dabei: eine Drohne. Vor den Einheiten hebt das Fluggerät mit einem lauten Surren ab und filmt die Profis um Deniz Undav aus der Luft. Nach der Einheit landet die Drohne wieder – und liefert dem Trainerteam um Trainer Sebastian Hoeneß wichtige Erkenntnisse.
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VfB Stuttgart: Drohne filmt die Trainingseinheiten
Der Vorteil eines Trainingslagers aus Sicht der Journalisten liegt auf der Hand: So nah kommen die Pressevertreter sonst nie an den Bundesligisten heran. Ganz genau können die Szenen auf dem Spielfeld beobachtet werden, aber auch die vielen Abläufe um das Training herum bekommt die schreibende Zunft hautnah mit. So auch der Einsatz einer Drohne.
Vor jedem Training hebt die Drohne, die laut Bild etwa 1.300 Euro gekostet hat, ab und steht etwa 35 Meter hoch in der Luft. Manchmal landet die Drohne in den Pausen zwischen den Trainingseinheiten wieder, um den Akku auszutauschen. Nach den rund 90-minütigen Einheiten landet die Drohne wieder sicher auf dem Rasen und wird in einem großen Koffer verstaut.
Videoanalyse nach dem Training: Drohne liefert wertvolle Bilder
Der Sinn dahinter: Das Trainerteam kann das Training in Echtzeit aus der Luft beobachten und analysieren. Zudem werden die Trainingseinheiten aufgezeichnet. Die Videosequenzen werden den Spielern nach dem Training in der Videoanalyse gezeigt. So kann Trainer Sebastian Hoeneß mit seinen Spielern besprechen, was in bestimmten Spielsituationen hätte besser laufen können – und wo der Pass oder die Pressing-Situation früher hätte kommen sollen.
Doch die Drohne liefert auch während des Trainings hilfreiche Erkenntnisse. So geschehen erst am gestrigen Trainingstag. Am Mittwochnachmittag absolvierten die Stuttgarter ein Trainingsspiel aufs ganze Feld. Es ging hitzig zur Sache, offenbar war eine Wette im Spiel. Sprich: Kein Profi wollte verlieren.
VAR-Eingriff im Trainingslager: Drohne klärt Abseitssituation auf
Und so kam es dazu, dass über ein Tor nach einer vermeintlichen Abseitssituation laut gestritten wurde. Teilzeit-Schiedsrichter und Co-Trainer David Krecidlo, der den Trainingskick leitete, griff zum Videobeweis: Krecidlo ging zum Stuttgarter Analyse-Team, das die Drohne steuert, und schaute sich die strittige Szene im Re-Live an. Und siehe da: Es lag keine Abseitssituation vor, das Tor zählte. Alleine dafür hat sich die Drohne schon bezahlt gemacht.



