VfB Stuttgart

VfB Stuttgart: Wie die Bundesliga-Vereine mit dem Thema Impfen umgehen

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Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Gut fünf Monate ist es her, dass die erste Spritze gegen das Coronavirus in Deutschland gesetzt wurde. Nach reichlich Ärger und Frust zu Beginn haben die Impfungen in letzter Zeit immer mehr Fahrt aufgenommen. Am kommenden Montag fallen nun für Millionen Menschen Hindernisse weg, an begehrte Termine zu kommen. Dann endet die Priorisierung, die einen Vorrang für besonders gefährdete Gruppen sichern sollte. Zugleich wird das Impfnetz noch größer, und Beschäftigte können sich auch direkt über die Firma impfen lassen. Wie gehen die Bundesligavereine und der VfB Stuttgart mit dem Thema um?

DFL befürwortet Impfung der Spieler und des Staffs

Klar ist: Eine von der Deutschen Fußball Liga (DFL) organisierte Impfaktion steht nicht zur Debatte. „Eine zentrale, ligaweite Impfaktion wird es nicht geben – schon allein aufgrund der unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern“, so Ansgar Schwenken, Mitglied der DFL-Geschäftsleitung.

Zudem sei es „die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er sich impfen lässt oder nicht“. Eine hohe Impfbereitschaft wird vom Ligadachverband aber in jedem Fall befürwortet: „Natürlich hoffen wir auf eine hohe Impfquote unter den Spielern der Bundesliga und 2. Bundesliga. Aber das tatsächliche Vorgehen liegt im individuellen Verantwortungsbereich der Clubs im Rahmen der jeweils geltenden Impfpriorisierung.“

Keine Vorgaben für die VfB-Spieler: „Ist eine private Entscheidung“

Wie geht der VfB Stuttgart mit der Thematik um? „Grundsätzlich ist das eine private Entscheidung“, hatte Pressesprecher Tobias Herwerth auf der PK vor dem letzten Ligaspiel gegen Bielefeld gesagt. „Da gibt es keine Vorgaben vom Club.“ Im Moment werde noch geprüft, ob und wann man den Spielern ein Impfangebot machen könne. So will beispielsweise Ligakonkurrent Union Berlin möglichst bis zum Trainingsstart alle seine Profis durchgeimpft haben. „Betriebsärzte, auch dazu zählen wir, können impfen“, sagte Unions Geschäftsführer Kommunikation Christian Arbeit dem kicker. Der Mannschaftsarzt gilt nach dieser Logik als Betriebsarzt. Ähnlich könnte es auch beim VfB laufen.

Bei anderen Clubs bekamen die Spieler bereits kurz nach dem Saisonfinale einen Piks. So konnte beispielsweise Eintracht Frankfurt aufgrund der in Hessen geltenden Impfprioisierung allen seinen Kickern ein Impfangebot mit dem Vakzin von „Johnson&Johnson“ machen. Nach Auskunft des Vereins haben die meisten Spieler das Angebot nach dem letzten Saisonspiel angenommen.

So handhabt die deutsche Nationalelf das Thema

Es sei „nicht vorgesehen, dass wir während des Turniers impfen“, sagte Teamarzt Tim Meyer am im Trainingslager in Seefeld. Keiner der 26 Akteure im deutschen EM-Kader sei schon „durchgeimpft“. Einige haben aber bereits eine erste Impfung gegen Corona erhalten. Auf zweite Impfungen soll auch deswegen verzichtet werden, weil es Nebenwirkungen geben könnte, die das Leistungsvermögen der Spieler beeinflussen könnten. Etliche Mitglieder des Betrauerstabes sind dafür schon zweimal geimpft. Meyer betonte, dass die „pandemische Lage in den letzten Wochen deutlich besser geworden“ sei. Das verringere die Ansteckungswahrscheinlichkeit in jeglichem Umfeld, sagte Meyer.