VfB Stuttgart

VfB verliert 0:3 gegen Luzern: So lief das erste Spiel unter Bruno Labbadia

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Tiago Tomas und der VfB Stuttgart mühen sich gegen den FC Luzern erfolglos ab. © Danny Galm

Der VfB Stuttgart hat sein Testspiel gegen den FC Luzern mit 0:3 (0:1) verloren. Mit seiner ersten Partie als Cheftrainer war Bruno Labbadia anschließend nicht wirklich zufrieden. Den Spielern war die erste intensive Woche unter dem neuen Coach anzumerken. „In den wenigen Tagen, die wir hatten, haben wir relativ viel reingepackt“, sagte Labbadia. Vor allem mit der fehlenden Grundordnung in der Defensive haderte der Trainer: „Wir haben billige Tore gefressen. Das darf uns nicht passieren.“ 

VfB-Trainingslager wird um vier Tage verlängert

In den nächsten Wochen soll nun der Grundstock für eine erfolgreiche Rest-Runde gelegt werden. Und dafür wird vor allem im physischen Bereich nachgebessert. Labbadia: „Heute haben wir gegen eine Mannschaft gespielt, die immer dran war. Und da müssen wir hinkommen. Das werden wir nicht hinbekommen, wenn wir keinen großen Input geben. Diese Phase jetzt müssen wir nutzen, damit wir im April und Mai die Reserven haben, um mithalten zu können.“ In der Konsequenz wird das Trainingslager in Marbella um vier Tage verlängert. Vom 02. bis 13. Januar wird der VfB-Tross in Spanien weilen.

Bruno Labbadia lässt den VfB in der 4-1-4-1-Grundordnung spielen

Rund 500 Zuschauer hatten sich bei eisigen Temperaturen am Freitagabend (16.12.) auf den Weg ins Robert-Schlienz-Stadion gemacht. Mit Spannung wurde erwartet, in welcher Formation Bruno Labbadia seine Elf auf den Platz schicken würde. Die Erkenntnis nach 90 Minuten: Der neue Trainer lässt in einer 4-1-4-1-Grundordnung spielen.

Mit einem festen Sechser, einem Stürmer und einem variablen Vierer-Mittelfeld will Labbadia den VfB wieder in die Erfolgsspur bringen. Auffallend war vor allem, dass der neue Coach den Interims-Kapitän Waldemar Anton in der zweiten Halbzeit auf der alleinigen Sechser-Position aufbot.

VfB Labbadia
Bruno Labbadia (rechts) bei seinem ersten Spiel als neuer VfB-Trainer. © Danny Galm

Trotz der deutlichen Niederlage lässt sich die sportliche Aussagekraft dieses Testspiels nur schwer beurteilen. Bruno Labbadia tauschte seine Elf in der Halbzeit nahezu komplett aus und probierte viel aus. Nach einer anstrengenden ersten Trainingswoche mit angezogenen Zügeln war der ein oder andere Profi womöglich auch einfach nur platt. 

Florian Müller und Fabian Bredlow sehen bei den Gegentoren nicht gut aus

Ins Auge stach allerdings, dass beide Torhüter bei den ersten beiden Gegentreffern nicht gut aussahen. Vor allem Florian Müller ließ in der ersten Halbzeit einen Kullerball ins Tor passieren. Das darf dem Stammkeeper nicht passieren, ein klarer Torwartfehler.

VfB Khedira Gentner
Vorstandsberater Sami Khedira und der neue Leiter der Lizentspielerabteilung Christian Gentner schauen zu. © Danny Galm

Auch Fabian Bredlow ließ sich beim 0:2 tunneln. Kein klarer Fehler, die Nummer zwei sah aber mindestens unglücklich aus. Beim dritten Tor passte dann die Zuordnung im Zentrum nicht. Dieser Gegentreffer geht auf die Kappe der Stuttgarter Hintermannschaft.

Nicht mit von der Partie waren die verletzten und angeschlagenen Spieler Chris Führich, Konstantinos Mavropanos, Josha Vagnoman, Laurin Ulrich und Samuele di Benedetto. Die WM-Fahrer Wataru Endo, Hirkoi Ito und Borna Sosa fehlten ebenfalls.

So hat der VfB gespielt:

1. Halbzeit: Müller - Stenzel, Anton, Zagadou, Nartey - Karazor - Kastanaras, Ahamada, Tomas, Coulibaly - Guirassy

2. Halbzeit: Bredlow - Stenzel, Aidonis, Zagadou, Reichardt - Anton - Silas, Egloff, Millot, Kuol - Pfeiffer

Tore: 0:1 Asumah Abubakar (31. Minute), 0:2 Sofyan Chader (54.), 0:3 Thibault Klidjé (75.)