VfB Stuttgart

Viel Aufwand, kein Ertrag: Die Einzelkritiken zur VfB-Pleite in Freiburg

Fußball SC Freiburg vs. VfB Stuttgart
Kein Durchkommen gab es für Chris Führich gegen SC-Kapitän Christian Günter. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat in der Fußball-Bundesliga einen Vereins-Negativrekord aufgestellt. Durch das verdiente 0:2 (0:1) im Südwest-Duell beim Europapokal-Anwärter SC Freiburg blieb das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo zum fünften Mal nacheinander ohne eigenen Treffer. Als Tabellen-17. beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz drei Punkte.

Die Stuttgarter Profis in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Florian Müller: An alter Wirkungsstätte (in der Saison 2020/21 hütete Müller den Freiburger Kasten) stand der Saarländer nur selten im Blickpunkt. Chancenlos bei beiden Gegentreffern, auf dem Posten gegen Schade (50.) und Kübler (62.) - Note: 3

Hiroki Ito: Spielte wieder sehr stabil, fälschte den Abschluss von Höfler jedoch unglücklich und damit unhaltbar für seinen Keeper ab (37.) - Note: 3

Waldemar Anton: Der Stuttgarter Abwehrchef hielt den Laden über weite Strecken der Partie ordentlich zusammen. In der entscheidenden Phase in Durchgang zwei wurde es aber mitunter wackelig - Note: 3

Konstantinos Mavropanos: Ein Fels in der Brandung. Super Kopfballspiel und auch auf dem Boden mit starken Zweikampfwerten. Zudem mit einigen guten Bällen in der Spielöffnung - Note: 2

Borna Sosa: Der Kroate Kroate hatte zuletzt aufgrund von muskulären Problemen gefehlt und kehrte gegen den Sportclub in die Startelf zurück. Seine Aufgaben in der Defensive verrichtete er solide, im Vorwärtsgang ging dafür nicht all zu viel. Nur selten segelten Flanken in Richtung Kalajdzic - Note: 3

Orel Mangala: Stabil im Zentrum, allein die Impulse fürs Angriffsspiel kamen zu selten. Nach 72 Minuten war bereits Schluss für ihn - Note: 3,5

Wataru Endo: Stopfte im Zentrum wieder zahlreiche Löcher und war quasi überall zu finden. Letztlich konnte aber auch der fleißige Japaner die Stuttgarter Mannschaft nicht entscheiden stabilisieren - Note: 3

Tanguy Coulibaly: Das Bemühen war auch dem flinken Franzosen zu keinem Zeitpunkt abzusprechen. Einzig der Ertrag und der eine oder andere Laufweg stimmten nicht - Note: 4

Chris Führich: Arbeitete gut mit nach hinten, in der Offensive gelang ihm gegen den starken SC-Kapitän Günter allerdings nur wenig. Auch seine Standards sind noch ausbaufähig - Note: 4

Alexis Tibidi: Der junge Franzose stand wie schon gegen Leipzig in der Anfangsformation und spielte auch im Breisgau mutig auf. Letztlich fehlte aber auch ihm die nötige Durchschlagskraft. In der 36. Minute bekam er nach einer Berührung von Kübler im SC-Strafraum keinen Strafstoß zugesprochen. Eine strittige Entscheidung, da ein klarer Kontakt vorlag - Note: 3

Sasa Kalajdzic: Als Zielspieler vorne drin. Um ihn herum die quirligen Tibidi und Führich. Letztlich gelang dem Österreicher jedoch nur wenig, in Abschlusssituationen kam er kaum. Dafür ackerte er fleißig, ließ sich immer wieder tief ins Mittelfeld fallen - Note: 3,5

Einwechselspieler

Silas (ab der 65. Minute für Alexis Tibidi): Comeback nach Corona-Pause, für mehr Torgefahr konnte er aber auch nicht sorgen - Note: -

Lilian Egloff (ab der 72. Minute für Tanguy Coulibaly): Sammelte mal wieder ein paar Bundesliga-Minuten, mehr aber auch nicht - Note: -

Naouirou Ahamada (ab der 72. Minute für Orel Mangala): Hatte keinen Einfluss mehr aufs Spiel - Note: - 

Ömer Beyaz (ab der 85. Minute für Hiroki Ito): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form