Vom Pech verfolgt: VfB-Stürmer Silas muss sich weiter in Geduld üben
Kaum war Silas Katompa Mvumpa nach seiner schweren Knieverletzung wieder eine Option für den VfB Stuttgart, ist der 23 Jahre alte Stürmer auch schon wieder raus. Dieses Mal hat den Kongolesen eine Corona-Infektion zurückgeworfen. Wann er wieder auf dem Platz stehen kann, ist aktuell noch nicht absehbar. Vielmehr wird das erneute Comeback des Angreifers zum Wettlauf gegen die Zeit.
Ein kurzer Moment des Glücks
Es war einer der wenigen Gänsehaut-Momente in dieser Saison. Als Silas Ende November im Heimspiel gegen Mainz nach beschwerlichen Monaten in der Reha-Welt zum ersten Mal seit März 2020 wieder in einem Pflichtspiel zum Einsatz kam, flog schier das Dach der Stuttgarter Arena weg. Ein kurzer Moment des Glücks in dieser für die Schwaben so beschwerlichen Spielzeit.
Letztlich bejubelten die Fans nicht nur das Comeback ihres Stürmer, sondern auch noch einen wichtigen Sieg gegen die Rheinhessen. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Eigentlich sah der Plan der Verantwortlichen vor, den pfeilschnellen Stürmer peu à peu wieder an die erste Elf heranzuführen. Es folgten weitere Kurzeinsätze gegen Hertha (26 Minuten), Wolfsburg (10 Minuten), Bayern (27 Minuten) und Köln (19 Minuten). Und dann der nächste Rückschlag.
Matarazzo bremst Hoffnungen: „Er hat noch keinen Spielrhythmus“
Am Silvestertag gab der Klub bekannt, dass sich Silas mit dem Coronavirus infiziert hat. In dieser Woche ist der 23-Jährige zwar wieder ins Training eingestiegen, eine Option für die Anfangsformation von Trainer Pellegrino Matarazzo ist er damit aber noch lange nicht.
„Silas hinterlässt überraschenderweise einen frischen, spritzigen Eindruck“, sagte Matarazzo am Donnerstag (20.01.) auf der Pressekonferenz vor dem nächsten Ligaspiel beim SC Freiburg. Im Breisgau werde Silas jedoch maximal zu einem Joker-Einsatz kommen, bremste Matarazzo die Hoffnungen: „Er hat noch keinen Spielrhythmus. Es kann sein, dass er gegen Freiburg auf der Bank sitzt, dass es für zehn, fünfzehn Minuten reicht. Für die Startelf braucht er aber noch ein paar Wochen.“
Ein Wettlauf gegen die Zeit
Noch ein paar Wochen. Anbetracht der bedrohlichen Tabellensituation und der Flaute in der Offensive wird das erneute Silas-Comeback also zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Schließlich richten sich die Hoffnungen vieler Fans (aber auch der sportlichen Leitung) unter anderem auf eine schnellstmögliche Rückkehr des Stürmers mit dem ansteckenden, breiten Lächeln.
Das dürfte Silas angesichts seiner schier nicht enden wollenden Pechsträhne nicht mehr so leicht über die Lippen kommen. Und dabei sollte es nach dem Wirbel um seine falsche Identität nun endlich wieder nur um seine fußballerischen Qualitäten auf dem Platz gehen. Explosivität, Wucht, Wille, Torgefahr: All jene Tribute vereint Silas - und vieles davon geht der VfB-Angriffsreihe aktuell ab.
Doch nun müssen sich Spieler, Fans und Teamkollegen weiter in Geduld üben, was mit Blick auf die nun bald einjährige Leidenszeit des jungen Profis verständlicherweise immer schwerer fällt.
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