VfB Stuttgart

Warum das Debakel gegen Bayern für den VfB Stuttgart kein Drama ist

Fußball VfB Stuttgart vs. FC Bayern München
Der VfB Stuttgart will die historische Heimniederlage gegen den Herbstmeister schnellstmöglich abhaken. © Pressefoto Baumann

Abhaken und weitermachen. Beim VfB Stuttgart gingen die Blicke nach der historischen Abreibung gegen den FC Bayern schnell wieder nach vorne. Nach dem 0:5 (0:1), ihrer bislang höchsten Heimniederlage gegen die Münchner in der Fußball-Bundesliga, wollen die Schwaben am kommenden Sonntag beim 1. FC Köln einen versöhnlichen Jahresabschluss hinlegen - und sich im Sinne etwas entspannterer Weihnachtsfeiertage noch mal Luft im Tabellenkeller verschaffen.

Worauf Trainer Matarazzo aufbauen will

«So blöd, wie das klingt: Ich fand wirklich, dass es viel Positives gibt», sagte Trainer Pellegrino Matarazzo nach der Klatsche gegen den alten und neuen Herbstmeister am Dienstag. Vor der Pause sei es «ein Spiel auf Augenhöhe» gewesen. «Man hat gesehen, dass wir mutig waren. Auch in die zweite Hälfte haben wir einen guten Start erwischt», so der Coach. «Auf das Auftreten bis zur 60. Minute können wir aufbauen», sagte auch Offensivmann Philipp Förster. In Köln wolle man nun «mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen.»

Das zarte Pflänzchen Hoffnung, das durch die sieben Punkte in den vorangegangen drei Partien wieder herangewachsen ist, wollten sich die Stuttgarter von den Bayern nicht kaputt treten lassen. Auch, wenn sie Mitte der zweiten Hälfte in kürzester Zeit quasi zerpflückt worden waren. Am Ende standen drei Gegentore durch den gebürtigen Stuttgarter Serge Gnabry (40., 53. und 74. Minute) und zwei durch den Münchner Torjäger vom Dienst, Robert Lewandowski (69., 72.).

Mislintat: «Da müssen wir uns nicht für schämen»

«Nach dem 0:2 haben wir ein bisschen den Faden verloren und zu viele einfache Fehler gemacht, die die Bayern eiskalt bestraft haben. So geht ein solches Spiel 0:5 aus», analysierte Matarazzo. 20 Minuten lang habe man eine «Lehrstunde» bekommen, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat bei Sky. «Da müssen wir uns nicht für schämen.»

Die Münchner, die diese Saison ihre zehnte Meisterschaft in Serie einfahren und dabei auch ihren 50 Jahre alten Liga-Rekord von 101 Toren in einer Spielzeit knacken könnten, sind kein Gradmesser für den VfB, der um nichts anderes kämpft als den Klassenerhalt.

17 Punkte haben die Schwaben nach den bisherigen 16 Spielen. Das sind fünf weniger als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison. Angesichts der vielen verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfälle, die sie immer wieder wegstecken mussten, und mit Blick auf die Chance, in Köln noch mal nachlegen zu können, ist das für Mislintat aber «in Ordnung».

Kehrt Sosa gegen Köln zurück?

In der Rückrunde sollen die offensiven Hoffnungsträger Silas Katompa Mvumpa und Sasa Kalajdzic den VfB dann wieder unten rausführen. Der Kongolese Silas, der wegen eines Kreuzbandrisses acht Monate lang gefehlt hatte, sammelte gegen die Bayern in der letzten halben Stunde weitere Einsatzzeit und Spielpraxis. Kalajdzic will nach seiner Schulter-Operation von Januar an wieder mitmischen.

Außenverteidiger Borna Sosa, der wegen Rückenproblemen nun schon zwei Partien verpasst hat, könnte laut Matarazzo indes schon am Sonntag in Köln wieder dabei sein. Er hoffe, dass es bei ihm «reichen wird für das Spiel». Und möglichst auch für das versöhnliche Ende einer aus VfB-Sicht strapaziösen Hinserie.

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