VfB Stuttgart

Was die neue Corona-Verordnung für die kommenden VfB-Heimspiele bedeutet

Mercedes-Benz-Arena Symbolbild
Symbolbild. © Danny Galm

Zum Wochenstart hatte der VfB Stuttgart noch kräftig die Werbetrommel für das kommende Heimspiel gegen Mainz gerührt. „Seid dabei – egal ob spontan, allein, mit Freunden oder der Familie. Wir brauchen euch alle!“, so der Appell an die Anhänger. Doch ab Mittwoch (24.11.) gelten in Baden-Württemberg schärfere Corona-Regeln und Obergrenzen für Veranstaltungen. Der VfB hat aber bereits 26.000 Tickets verkauft. Dürfen nun nicht alle Karteninhaber ins Stadion?

Alarmstufe II tritt am Mittwoch in Kraft

In Baden-Württemberg werden an diesem Mittwoch die neuen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Kraft treten. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) sagte am Dienstag (23.11.), der Grenzwert von 450 Covid-19-Fällen auf den Intensivstationen sei zum zweiten Mal in dieser Woche überschritten worden

Das bedeutet, dass die neue Alarmstufe II mit weiteren Beschränkungen am Mittwoch in Kraft tritt. Zuvor muss die Regierung aber noch die neue Corona-Verordnung im Laufe des Dienstags beschließen und notverkünden. Dann gilt ab Mittwoch bei Veranstaltungen und in Bars sowie Clubs 2G plus. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich einen Test vorweisen können. 

Obergrenze für Großveranstaltungen

Das Land wird auch die Personenzahl bei größeren Veranstaltungen begrenzen. Künftig soll es in den Alarmstufen I und II wieder eine Obergrenze von 25.000 Besucherinnen und Besuchern geben. Zudem soll die Kapazität beschränkt werden, das heißt zum Beispiel, dass ein Stadion nur zur Hälfte gefüllt sein darf, maximal jedoch mit 25.000 Zuschauern. Das Land verwarf dem Vernehmen nach den Plan, die Kapazität in der Alarmstufe II sogar auf ein Viertel der Kapazität zu reduzieren.

Bereits 26.000 Tickets verkauft: Dürfen nun nicht alle ins Stadion?

Zum Wochenstart hatte der VfB bereits 26.000 Tickets für das Heimspiel gegen Mainz verkauft. Dürfen nun nicht alle Karteninhaber ins Stadion? Nein. Aus dem Sozialministerium heißt es: „Aufgrund der damit verbundenen Herausforderungen für die Veranstaltungsbranche wegen bereits verkaufter Tickets, werden Verstöße in dieser Woche noch nicht verfolgt.“

Sprich: Erst im VfB-Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin am 04. Dezember soll die 25.000-Zuschauer-Grenze gelten. Diese Informationen stehen jedoch aktuell (Stand 18 Uhr) noch „unter Vorbehalt des erfolgreich abgeschlossenen Kabinett-Umlaufverfahrens“ , heißt es. 

Hitzlsperger in Sorge: „Würde unsere wirtschaftliche Situation existenziell verschärfen“

VfB-Vorstandschef Thomas Hitzlsperger hatte zuletzt vor einer erneuten Senkung der Zuschauerzahlen im Profifußball gewarnt. „Eine neuerliche, pauschale Reduzierung von Stadionkapazitäten würde unsere wirtschaftliche Situation existenziell verschärfen und wäre auch in Bezug auf die Pandemiebekämpfung der falsche Weg“, sagte der ehemalige Nationalspieler dem kicker. „Denn es würde die Impfkampagne konterkarieren, wenn Geimpfte und Genesene nicht ins Stadion dürfen.“ 

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