VfB Stuttgart

Wichtiger Heimsieg: Wie der VfB Stuttgart die TSG Hoffenheim geknackt hat

Fußball VfB Stuttgart vs. TSG 1899 Hoffenheim
Unbändiger Jubel: Die Stuttgarter Marc Oliver Kempf, Omar Marmoush und Atakan Karazor. © Pressefoto Baumann

Negativ-Lauf gestoppt: Mit dem Sieg gegen die TSG Hoffenheim gelang dem VfB Stuttgart am Samstag (02.10.) nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Serie ein wichtiger Heimerfolg. Beim 3:1 (1:0) gegen die Kraichgauer stimmte dabei endlich die Balance im Spiel der Schwaben. Und ausgerechnet zwei Verteidiger sorgten für die zuletzt vermisste Durchschlagskraft in der Offensive.

Mavropanos unwiderstehlich

Dem unwiderstehlichen Solo von Konstantinos Mavropanos folgte auch ein Jubelsprint von Trainer Pellegrino Matarazzo an der Seitenlinie. Eben hatte der Grieche nach eigenem Ballgewinn und einem Lauf über 30 Meter den Ball zum 2:0 in die Hoffenheimer Maschen gewuchtet, da fiel auch der Druck von seinem Cheftrainer ab.

Mit beiden Fäusten jubelte der Italoamerikaner und brüllte seine Freude in Richtung der Cannstatter Kurve. Matarazzo ahnte es schon: Diese Partie haben wir nach 60 Minuten endgültig auf unsere Seite gezogen. Dabei hatte seine Mannschaft zunächst auch gegen Hoffenheim gewackelt

Kempf mit der überraschenden Führung

Den Gästen gehörte vor 24.111 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena die Anfangsphase. Doch nach einem Latten-Knaller von Ihlas Bebou (16.) gingen überraschend die Hausherren in Führung. Marc Oliver Kempf beförderte eine Marmoush-Ecke per Kopf ins Tor (18.). „Gefühlt ist uns das Spiel anschließend entglitten“, sagte TSG-Trainer Sebastian Hoeneß im Nachgang.

Der VfB war mit dem Führungstor im Rücken besser im Spiel, spielte mutiger und verteidigte griffiger. Besonders auffällig war wie schon in der Vorwoche beim 0:0 in Bochum Neuzugang Chris Führich. „Offensiv war er auf der Zehn und durfte sich ausbreiten. Das war der Plan“, freute sich Matarazzo.

VfB wird für seinen Mut belohnt

Das Kraftwerk des VfB bildete an diesem Samstag allerdings der Dreierblock vor der Abwehr um Atakan Karazor auf der Sechs sowie Orel Mangala und Wataru Endo auf den Achterpositionen. Das Trio lenkte die Angriffe, nahm Druck von der Abwehrkette und sorgte für die lange Zeit vermisste Balance im Stuttgarter Spiel. Mit einer guten Raumaufteilung und einem mutigen Pressing startete der VfB nun auch in die zweiten 45 Minuten. Die Belohnung folgte prompt durch den Treffer von Mavropanos (60.) und dem 3:0 durch den eingewechselten Roberto Massimo (81.). Der Anschlusstreffer von Jakob Bruun Larsen geriet so lediglich zu Ergebniskosmetik (84.). 

„Wir müssen die Spiele wieder mit Überzeugung und Effizienz auf unsere Seite ziehen“, ärgerte sich Sebastian Hoeneß. Genau das ist dem VfB am Samstag gelungen. Dass dabei ausgerechnet zwei Innenverteidiger für die zuletzt so schmerzlich vermisste Durchschlagskraft in der Offensive sorgten, dürfte Trainer und Fans herzlich egal gewesen sein.