VfB Stuttgart

Wie sich der VfB Stuttgart gegen Frankfurt selbst das Leben schwer gemacht hat

Fußball VfB Stuttgart vs. Eintracht Frankfurt
Der VfB wartet auch nach dem siebten Spieltag in der Bundesliga weiter auf einen Sieg. © Pressefoto Baumann

Mit 1:3 hat der VfB Stuttgart sein Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt verloren. Die historische Sieglos-Serie in der Liga ist damit perfekt. Dabei haben sich die Schwaben am Samstag (17.09.) einmal mehr selbst das Leben schwer gemacht. 

„Nach dem 0:2 war der Stecker irgendwie gezogen“

„Drei Standardgegentore zu kriegen, tut weh. Nach dem 0:2 war der Stecker irgendwie gezogen“, fasste Trainer Pellegrino Matarazzo die Partie zusammen: „Ich hätte mir mehr Kraft und Energie zum Schluss gewünscht. Wir waren nicht fokussiert genug, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen.“ 

Mehr Kraft und Energie hätten der Mannschaft aber auch in der Anfangsphase nicht geschadet. Die verpennte das Team nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit. Das frühe Frankfurter Führungstor war an den ersten sieben Spieltagen bereits der vierte Gegentreffer in der Anfangsviertelstunde. Diese Stuttgarter Schlafmützigkeit spielte wiederum der Eintracht in die Karten, die noch am Dienstagabend erfolgreich in Marseille in der Champions League im Einsatz gewesen war. „Das kam ihnen gelegen nach der englischen Woche“, sagte Sportdirektor Sven Mislintat. 

Scharfe Kritik von Trainer Matarazzo

Auch die vielen Fehler und Unkonzentriertheiten im Stuttgarter Aufbauspiel ermöglichten den Hessen einen relativ entspannten Nachmittag. „Wir hatten ein, zwei wichtige Spieler, die in der Anfangsphase Unsicherheit ausgestrahlt und damit auch andere Spieler angesteckt haben“, ärgerte sich auch Trainer Matarazzo. Wen er mit seiner Kritik meinte, sagte er nicht auf dem Podium im Bauch der Arena.

Aber Spieler zur Auswahl gab es zur Genüge. So fand an diesem Spieltag kaum ein Stuttgarter Profi zu seiner Normalform, selbst der bislang so starke Torhüter Florian Müller patzte gegen Frankfurt.

Und so stehen die Stuttgarter nach sieben Spieltagen immer noch ohne Sieg da. Die mageren fünf Punkte reichen lediglich für den 16. Tabellenplatz. Nervös werden die Verantwortlichen deshalb jedoch nicht. Jedenfalls noch nicht. Im kommenden Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg ist nach der Länderspielpause allerdings gehörig Druck auf dem Kessel. Sollte das Warten auf den ersten Dreier auch in Niedersachsen kein Ende finden, droht dem VfB ein ungemütlicher Herbst.