VfB Stuttgart

Wie sind die Bundesligisten organisiert?

Geschäftsstelle VfB_0
Wie wirkt sich die Neuverteilung der Milliarden aus der nationalen TV-Vermarktung auf den VfB Stuttgart aus? © Danny Galm

Stuttgart.
Nach dem Aufstieg ist vor der Mitgliederversammlung: Der VfB Stuttgart will am Donnerstag bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die Ausgliederung der Profiabteilung in eine Aktiengesellschaft (AG) abstimmen. Das wirft die Frage auf, wie die anderen Bundesligisten organisiert sind?



Von den 18 Erstligisten haben 14 Mannschaften ihre Lizenzspielerabteilung aus dem Gesamtverein ausgegliedert. Lediglich der SC Freiburg, Mainz 05, Schalke 04 und der VfB Stuttgart werden noch als eingetragener Verein (e.V.) geführt. Die meisten Bundesligisten sind sind als GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) oder als GmbH & Co. KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) organisiert.

Lediglich drei der 18 Bundesligisten sind als AG organisiert: Der FC Bayern München (seit 2002), der Hamburger SV (seit 2014) und Eintracht Frankfurt (seit 2000).

Spezialfälle Dortmund und Hoffenheim

Ein spezieller Fall ist der amtierende DFB-Pokalsieger aus Dortmund: Im Oktober 2000 ist der BVB als bislang einziger deutscher Profi-Fußballclub an die Börse gegangen. Auch die TSG 1899 Hoffenheim stellt einen Spezialfall dar: Laut DFL darf seit 2011 die 50+1-Regel dann aufgeweicht werden, wenn Investoren sich seit mehr als 20 Jahren im Verein engagieren. In Hoffenheim ist das bei Hauptgesellschafter Dietmar Hopp der Fall. Er darf als Privatperson alleine über den Bundesligisten entscheiden.

Was ist die 50+1 Regel?

Die 50+1-Regel  ist eine Vorschrift in den Statuten der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Nach dieser Vorschrift ist es Kapitalanlegern nicht möglich, die Stimmenmehrheit bei Kapitalgesellschaften zu übernehmen, in die Fußballvereine ihre Profimannschaften ausgegliedert haben.

Erlaubt ist hingegen, dass sich die Mehrheit des Kapitals im Besitz privater Investoren befindet. So hält beispielsweise Borussia Dortmund an seiner eigenen Bundesligamannschaft, die als börsennotierte Kommanditgesellschaft auf Aktien ausgegliedert ist, nur 5,53 % des Kapitals.