„Wird uns alles abverlangen“: Darum warnt Hoeneß vor dem VfB-Pokalspiel in Kiel
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat am Mittwochabend (20.45 Uhr) das Viertelfinale im DFB-Pokal beim Zweitligisten Holstein Kiel vor der Brust. Im hohen Norden wollen die Schwaben dabei ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Es winkt eine weitere Teilnahme im Pokal-Halbfinale, bei dem die Hoeneß-Elf dann beinahe Stammgast wäre. Wir blicken auf den kalten Pokalabend voraus – und erklären, wovor Sebastian Hoeneß seine Mannschaft warnt.
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VfB Stuttgart: Titelverteidigung ist für Hoeneß ein untergeordnetes Thema
Unter Sebastian Hoeneß ist der VfB Stuttgart zu einer Mannschaft geworden, mit der in den entscheidenden Runden des DFB-Pokals zu rechnen ist. In seiner ersten Saison 2022/23 erreichte er das Halbfinale – wobei er da bei zwei Pokalspielen an der Seitenlinie stand. Im Jahr darauf war im Viertelfinale Schluss, der Pokalsieg in der abgelaufenen Saison der bisherige Höhepunkt seiner Amtszeit. Nun hat Hoeneß mit den Schwaben die Chance, zum dritten Mal in vier Jahren unter die letzten Vier zu kommen – und sogar an der Titelverteidigung zu schnuppern.
„Wenn wir den Pokalsieg nicht geschafft hätten, wäre der Hunger sicher auch groß gewesen, jetzt wieder weit zu kommen“, erklärt Hoeneß, warum die Titelverteidigung in seinem Kopf keine Rolle spielt. „Gleichzeitig haben wir viele Erinnerungen und Erlebnisse mitgenommen – diese wieder zu erleben, wäre das Größte.“ Der Weg ins Halbfinale scheint mit dem Tabellenelften der Zweiten Bundesliga Holstein Kiel vergleichsweise einfach, die Favoritenrolle kann der VfB nicht von sich weisen – dennoch warnt Sebastian Hoeneß vor dem alles andere als angenehmen Pokalabend, der auf sein Team wartet.
VfB erwartet harte Bedingungen bei Holstein Kiel
„Es ist der Pokal mit seinen eigenen Gesetzen. Kiel hat zwei Bundesligisten (Hamburg und Wolfsburg, Anm. d. Red.) rausgeworfen, kommen mit dieser Underdog-Rolle gut zurecht. Es wird ein Spiel, das uns alles abverlangen wird“, so Hoeneß. Die Eigenheiten des Wettbewerbs, ein bissiger Außenseiter und die widrigen äußeren Bedingungen sind die Faktoren, die die Partie im Kieler Storchennest für ihn so ungemütlich machen: Für die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins werden am Mittwoch Minustemperaturen sowie starke Böen erwartet, dazu sei der Rasenplatz „aus der Ferndiagnose nicht der Beste“, so der VfB-Coach, der auf den leicht angeschlagenen Nikolas Nartey verzichten muss und unabhängig von Fabian Bredlows engem Genesungsplan (Wadenprobleme) auf Alexander Nübel im Tor setzen wird.
Der VfB erwartet also nicht den Spaziergang ins Halbfinale, den einige Fans bei der Auslosung wohl erwartet haben dürften. Die Warnsignale sind berechtigt, hat die erste Pokalrunde gegen Eintracht Braunschweig (8:7 i.E.) doch ein gutes Beispiel gegeben, was passiert, wenn unterklassige Gegner nicht mit der letzten Konsequenz bespielt werden. „Wir wollen trotz aller Widrigkeiten die bestmögliche Leistung bringen und die Chance mit beiden Händen ergreifen“, so Hoeneß. Denn eines ist auch klar: Eine Niederlage gegen den Zweitligisten Holstein Kiel wäre eine riesige Überraschung und ein Dämpfer für die Schwaben – bei einem Sieg wiederum winkt weiterhin die Möglichkeit, die Erfolgsgeschichte im DFB-Pokal weiterzuschreiben.


