VfB Stuttgart

Wohl kein externer Sportvorstand beim VfB Stuttgart: Ein Machtwort mit Wirkung

Sven Mislintat
Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat steht vor einem Spiel im Stadion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Im Ringen um die Neubesetzung auf der Position des Sportvorstandes beim VfB Stuttgart zeichnet sich offensichtlich eine Lösung ab. So soll sich der Aufsichtsrat gegen eine externe Besetzung entschieden haben - und somit dem Wunsch von Sven Mislintat entsprechen. Die Machtprobe mit dem Kontrollgremium hätte der Sportdirektor damit klar für sich entschieden.

Warum die externe Lösung wohl vom Tisch ist

Noch steht eine offizielle Verkündung aus, die Bild-Zeitung und der kicker berichteten aber bereits am Donnerstag (09.12.). Zuvor hatte Sven Mislintat die Vereinsführung mit einem brisanten Interview gewaltig unter Druck gesetzt. Ein Machtwort mit Wirkung: Aus finanziellen Gründen und vor allem aus Furcht vor dem Bruch mit Mislintat habe sich das Gremium unter Vorsitz von Präsident Claus Vogt nun gegen eine externe Lösung entschieden.

Es sei darüber hinaus „sehr wahrscheinlich, dass Mislintat seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis 2024 verlängert“, heißt es im dem Bericht. Schließlich hatte der VfB-Kaderplaner eine solche Verlängerung quasi angekündigt. Vorausgesetzt vom unter ihm eingeschlagenen Weg wird nicht abgewichen. Und sein Gestaltungsfreiraum nicht eingeengt.   

Wer macht es jetzt? Rüdt - oder am Ende doch Mislintat? 

Es bleibt die Frage, wer jetzt den Posten des Sportvorstandes besetzen wird? In den Fokus rückt das Direktoren-Trio aus dem Sportbereich. Also Mislintat (Sport), Thomas Krücken (Nachwuchs) und Markus Rüdt (Organisation). „Ich sehe unseren sportlichen Weg am besten vertreten und seine Fortsetzung gewährleistet, wenn jemand aus unserer Gruppe Sportvorstand würde“, so die klare Ansage von Sven Mislintat, der zuletzt immer wieder betont hatte, sich auch künftig möglichst nahe bei der Mannschaft zu sehen.

Besonders gute Karten dürfte daher Markus Rüdt haben, der seine Ideen in den vergangenen Tagen bereits dem Aufsichtsrat präsentiert haben soll. Thomas Krücken dürfte als anerkannter NLZ-Experte kaum aus seinem Fachbereich gelöst werden. Rüdt gilt zudem als enger Vertrauter von Sven Mislintat. Bei den Schwaben arbeitet Rüdt schon seit mehreren Jahren - allerdings meist im Hintergrund. Grundlegende Strategiepapiere hat er entwickelt, zum Nachwuchsleistungszentrum pflegt er einen guten Draht. 

Endgültig vom Tisch scheint jedoch auch eine Beförderung von Sven Mislintat noch nicht. Zuletzt soll im Aufsichtsrat auch über diese Option noch einmal intensiv beratschlagt worden sein. „Der Aufsichtsrat sucht nach der besten Lösung für die künftige Führung der VfB AG“, hatte Claus Vogt vergangene Woche wissen lassen. Zu welchem Ergebnis die Entscheider letztlich gekommen sind, dürfte schon in den kommenden Tagen kommuniziert werden.

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