VfB Stuttgart

Zerfahrenes 1:1 gegen Schalke: Der VfB Stuttgart wartet weiter auf den ersten Sieg

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. FC Schalke 04
Angreifer Silas Katompa Mvumpa und der VfB Stuttgart mühten sich gegen Schalke 04 erfolglos ab. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart und der FC Schalke 04 trennen sich in einer zerfahrenen und schwachen Bundesliga-Partie mit 1:1. Beide Teams agierten hektisch und phasenweise kopflos, ein richtiger Spielfluss kam nur selten zustande. Viele Ballverluste und individuelle Fehler prägten das Spielgeschehen. Für den VfB traf Chris Führich (18.), für die Gäste der Ex-Stuttgarter Simon Terodde (21.). Zu allem Überdruss flog Josha Vagnoman in der 67. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Der VfB wartet nach dem Unentschieden weiter auf den ersten Sieg.

Turbulente Anfangsphase: Führich bringt den VfB in Führung, Schalke gleich aus

Nach dem 0:0 beim 1. FC Köln sollte gegen die Königsblauen endlich der erste Dreier der Saison her. Da die Schwaben gegen den Effzeh eine gute Leistung zeigten, gab es auf dem Rasen keinen großen Änderungsbedarf. Für den rotgesperrten Luca Pfeiffer kam Youngster Lilian Egloff zu seinem ersten Startelf-Einsatz. Der Kalajdzic-Ersatz und Neuzugang Serhou Guirassy nahm vorerst auf der Bank Platz.

Nicht nur auf dem Platz, auch auf der Trainerbank gab es eine Änderung: Trainer Pellegrino Matarazzo musste nach seinem Platzverweis in Köln auf der Tribüne Platz nehmen. Seine Trainerkollegen Michael Kammermeyer und Michal Wimmer übernahmen den Job an der Seitenlinie. Auf dem Platz war vom Fehlen des Trainers von Beginn an nichts zu merken. Die Stuttgarter begangen schwungvoll und hatten durch Angreifer Silas die erst Chance (5.). Die Schwaben waren besser im Spiel und machten Druck, Schalke wackelte.

Daher ging der VfB nach 18 Minuten auch verdient in Führung: Schalke-Neuzugang van den Berg versprang in der Abwehrkette der Ball, Angreifer Silas spritzte dazwischen und legte auf Chris Führich quer. Der Angreifer schloss zur 1:0-Führung ins lange Eck ab. Nur drei Minuten später glichen die Gäste aus. Nach einem Abpraller landete der Ball bei Simon Terodde, der den Ball humorlos aus spitzem Winkel ins Eck zimmerte (21.). Ein Ausgleich der Kategorie „Unnötig“. Die restlichen 25 Minuten plätscherte das Spiel so vor sich hin. Es gab kaum nennenswerte Offensivaktionen, beide Teams agierten hektisch und hatten viele Ballverluste. Mit 1:1 ging es dann auch in die Pause.

Schon wieder Platzverweis: Vagnoman muss frühzeitig zum Duschen

Der VfB kam personell unverändert aus der Kabine. Auch auf dem Platz änderte sich nicht viel: Die Partie wirkte zerfahren, viele individuelle Fehler zerstörten den Spielfluss. Obwohl die Stuttgarter mehr Ballbesitz hatten, konnten sie kein Kapital daraus schlagen. In der 62. Minute wechselten die Schwaben dann doppelt in der Offensive: Enzo Millot und Tiago Tomas kamen aufs Feld, in der Defensive wurde auf Viererkette umgestellt. Die klare Botschaft an die Spieler auf dem Feld: Wir spielen auf Sieg.

Nur fünf Minuten später machte Josha Vagnoman alle Offensiv-Pläne zunichte. Der Rechtsverteidiger flog völlig unnötig mit Gelb-Roter Karte vom Platz und erwies seinem Team einen Bärendienst. Wie schon gegen Köln waren dem VfB in Unterzahl die Hände gebunden. Obwohl die Schalker an diesem Tag absolut schlagbar waren, mussten die Schwaben vor allem das eigene Tor verteidigen. Mit Serhou Guirassy kam in der 84. Minute der Kalajdzic-Nachfolger aufs Feld, aber auch der Neuzugang konnte nichts mehr ausrichten. Am Ende konnten die Schwaben sogar froh sein, nicht noch das 1:2 kassiert zu haben.

VfB Stuttgart - FC Schalke 1:1 (1:1)

Stuttgart: Müller - Ito, Anton, Mavropanos - Sosa (62. Millot), Endo, Ahamada (83. Karazor), Führich (76. Stenzel), Vagnoman - Silas (84. Guirassy), Egloff (62. Tomas)

Schalke: Schwolow - Ouwejan (46. Mohr), Yoshida, van den Berg, Brunner - Flick, Krauß - Bülter, Larsson (64. Zalazar), Drexler (74. Mollet) - Terodde (64. Polter)

Tore: 1:0 Führich (19.), 1:1 Terodde (21.)

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Nürnberg)

Zuschauer: 47.500

Gelbe Karten: Vagnoman, Sosa, Mavropanos / Drexler, Bülter

Besondere Vorkomnisse: Josha Vagnoman sieht die Gelb-Rote Karte (67.). Sportdirektor Sven Mislintat sieht die Gelbe Karte.