VfB Stuttgart

Volker Zeh will sich erneut für das Präsidentenamt bewerben

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Volker Zeh will weiter VfB-Präsident werden. (Montage) © Bild: Privat/Büttner, Montage: Mogck

Allen Widrigkeiten zum Trotz will Volker Zeh erneut seine Bewerbungsunterlagen für das Präsidentenamt beim VfB Stuttgart einreichen. „Selbstverständlich werde ich mich wieder zur VfB-Kandidatenkür beim Beirat bewerben“, sagte der 56 Jahre alte Unternehmer mit Wurzeln im Remstal am Montag (22.02.) gegenüber der Stuttgarter Zeitung.

Vogt-Nominierung hinfällig

Tags zuvor hatten sich 18 Unterstützer mit einem offenen Brief zu Wort gemeldet und Zehs Nichtzulassung zur Wahl scharf kritisiert: „Es war zweifellos richtig, den gewählten Präsidenten Claus Vogt zu nominieren, aber es war absolut falsch, den Bewerber Volker Zeh in dem Verfahren zu ignorieren.“ Unterzeichnet haben das Schreiben unter anderem der Ex-VfB-Kapitän Zvonimir Soldo, der ehemalige Südwestbank-Vorstandschef Wolfgang Kuhn und der CDU-Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger.

Da die ursprünglich für Ende März geplante Mitgliederversammlung nicht stattfinden wird, ist die Nominierung von Amtsinhaber Claus Vogt hinfällig. Der Bewerbungsprozess beginnt noch einmal von vorne - und so bekommt auch Volker Zeh eine zweite Chance.

Unterstützung aus dem Rems-Murr-Kreis

Unterstützung für Zeh gibt es auch aus dem Rems-Murr-Kreis: So gehören auch der langjährige VfB-Clubheim-Wirt Axel Schmieg, Rennfahrer Markus Winkelhock, die Unternehmer Ralph Weyda (Schorndorf) und Philip Zeisler (Waiblingen) sowie Erich Hägele (Präsident des Sportkreises Rems-Murr) zu den Unterzeichnern des offenen Briefes.

Das Bündnis schießt vor allem gegen den für die Kandidaten-Auswahl zuständigen Vereinsbeirat unter der (neuen) Leitung von Rainer Weninger. Es sei eine „inakzeptable Indiskretion“, dass an die Öffentlichkeit kam, dass Zeh bei seinem Bewerbungsgespräch „nicht performt“ habe. Gleichzeitig sei dies „auch eine unzutreffende und unredliche Diskriminierung.“

Termin für Mitgliederversammlung noch unklar

Im Dezember 2020 hatte sich Zeh form- und fristgerecht beworben, war aber letztlich nicht zur Wahl zugelassen worden. Laut eigener Aussage hat Zeh für die Absage keine Begründung erhalten. Man erwarte nun, „dass der Beirat diese Fehlentscheidung überdenkt und in Zukunft den Mitgliedern die Entscheidung überlässt, wer mehrheitsfähig ist. Herr Zeh sollte auf alle Fälle bei der angekündigten Wahl als Kandidat aufgestellt werden.“

Noch ist allerdings unklar, wann die Mitgliederversammlung des VfB über die Bühne gehen wird. Fest steht bislang nur, dass sie in den Sommermonaten und wenn möglich als Präsenzveranstaltung stattfinden soll. Da die MV inzwischen mehrfach verschoben wurde, werden für den neuen Termin alle Bewerbungsverfahren (Präsident, Präsidium, Vereinsbeirat) noch einmal neu geöffnet.