VfB Stuttgart

Was das vorläufige Ende der Geisterspiele für den VfB Stuttgart bedeutet

Mercedes-Benz-Arena, Stadion, VfB-Stadion, Gottlieb-Daimler-Stadion, Neckarstadion, Stadion
Symbolbild. © Danny Galm

Die flächendeckende Fan-Rückkehr in Stadien und Hallen hat im Profisport für Erleichterung und Freude gesorgt. Wochenlang war kontrovers über eine bundeseinheitliche Lösung diskutiert worden, ehe nun ein Kompromiss gefunden wurde. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Entscheidung vom Dienstag und zeigen auf, was das vorläufige Ende der Geisterspiele für den VfB Stuttgart bedeutet:

Was wurde am Dienstag beschlossen?

Die Zeit der Geisterspiele in der Bundesliga und den anderen großen Profiligen ist vorerst vorüber. Die Länder einigten sich am Dienstag in einer Videoschalte auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien und Sporthallen.

In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. „Es soll eine Art Experiment werden, ein Probestart“, kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder an. Die Regelung gilt neben dem Fußball auch für die anderen großen Teamsportarten Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey, die in den kommenden Wochen ebenfalls wieder den Spielbetrieb aufnehmen.

Wie kam es jetzt doch noch zu einer einheitlichen Regelung?

Bislang war eine bundeseinheitliche Regelung bei der Fan-Rückkehr in die Stadien erst im Laufe des Oktobers erwartet worden. Doch der Druck, gemeinsam vorzugehen, war in den vergangenen Wochen auch aufgrund der unterschiedlichen Beschlüsse der lokalen Gesundheitsbehörden weiter gestiegen. Immerhin vier Clubs hatten bereits zuvor von den zuständigen Gesundheitsämtern grünes Licht für einen Saisonstart vor Zuschauern erhalten. Für die Partien Werder Bremen gegen Hertha BSC und RB Leipzig gegen FSV Mainz 05 wurden jeweils 8500 Besucher zugelassen - in beiden Fällen entspricht das rund 20 Prozent des Stadion-Fassungsvermögens. Eintracht Frankfurt darf gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld von 6500 Fans unterstützt werden, der 1. FC Union Berlin erhielt für die Partie gegen den FC Augsburg die Freigabe für 5000 Personen im Stadion an der Alten Försterei.

Welche Zahlen und Behörden spielen bei der Teilzulassung von Zuschauern eine Rolle?

Die lokalen Gesundheitsbehören haben auch weiterhin das letzte Wort bei der Teilzulassung von Zuschauern. Dabei muss auch immer das aktuelle regionale Pandemiegeschehen berücksichtigt werden. Maßgeblich sind die Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Liegt die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner am Austragungsort größer gleich 35 und ist das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar, erfolgt in der Regel keine Freigabe für die Fans. Die Deutsche Fußball Liga hatte am vergangenen Freitag zudem beschlossen, dass bei den Spielen der Bundesliga und der 2. Bundesliga an den ersten sechs Spieltagen in Ausnahmefällen auch Stehplätze in den Stadien besetzt werden dürfen, falls die Anzahl der Sitzplätze unter der freigegebenen Zuschauerzahl liegt.

Was bedeutet das alles für den VfB Stuttgart?

Die Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena fasst bei voller Auslastung 60.449 Zuschauer. Soll heißen: In der sechswöchigen Testphase dürfen also maximal rund 12.000 Personen ins Stadion kommen. Dass sich die Stadiontore aber schon am Samstag zum ersten Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg (ab 15.30 Uhr im ZVW-Liveticker) wieder öffnen, erscheint unwahrscheinlich. Zwar liegen die Hygiene- und Sicherheitskonzepte ausgearbeitet in der Schublade, das Problem ist allerdings die kurze Vorlaufzeit für die Organisation und vor allem für den Kartenverkauf.   

Wie plant der VfB für die kommenden Heimspiele?

Voraussichtlich werden die Schwaben ihr erstes Spiel nach der Rückkehr ins Oberhaus also noch vor leeren Rängen austragen. Bis zum nächsten Heimspiel - am 03. Oktober gegen Bayer Leverkusen - sollte dann genügend Zeit sein, um sich um die organisatorischen Dinge zu kümmern. Der aktuelle Stand beim Thema Kartenverkauf ist, dass Dauerkarten-Besitzer ein Vorkaufsrecht haben werden. Weitere Informationen finden Sie hier:

Nach Corona-Verstößen: Maskenpflicht auf der Hansa-Südtribüne

  • Nach Verstößen gegen Corona-Auflagen beim DFB-Pokalspiel des FC Hansa Rostock gegen den VfB Stuttgart müssen die Fans auf der Südtribüne künftig einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Entscheidung sei nach Gesprächen mit der Stadt und dem Gesundheitsamt am Dienstag gefallen, sagte Hansa Rostocks Vorstandschef Robert Marien am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.
  • Zuvor hatte Rostocks Sozial- und Gesundheitssenator Steffen Bockhahn (Linke) angekündigt, dass als Konsequenz aus den Verstößen auf der Fantribüne am Samstag künftig weniger Tickets verkauft würden. Dies sei eine Option gewesen, die diskutiert worden sei, erklärte Marien. Letztlich habe man sich dann aber für die Maskenpflicht im Sektor Süd mit rund 2000 Plätzen entschieden. Es könne dort immer wieder zu Situationen kommen - etwa beim Jubeln -, in denen sich die Fans nahe kommen.
  • Die anderen Besucherbereiche sind demnach von der Maskenpflicht nicht betroffen. Dort hatte es bei dem Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart (0:1) auch keine Verstöße gegen die Hygieneauflagen gegeben. Dazu gehört der Mindestabstand von 1,50 Meter. Für das Ostseestadion in Rostock konnten 7500 Tickets verkauft werden. Zum Auftakt der 3. Liga am Samstag (14.00 Uhr) erwartet Hansa Rostock als den MSV Duisburg im Ostseestadion.