VfB Stuttgart

Wataru Endo in die Innenverteidigung? Was VfB-Trainer Matarazzo für das Auswärtsspiel in Mainz plant

Pellegrino Matarazzo
Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo. Foto: Tom Weller/dpa/Archiv © Tom Weller

Im kommenden Auswärtsspiel des VfB Stuttgart beim FSV Mainz 05 könnte es eine Veränderung im Defensivverbund der Schwaben geben. So könnte Mittelfeldspieler Wataru Endo wie schon in der Schlussphase des Auftakmatches gegen den SC Freiburg (2:3) in die Innenverteidigung rücken.

Auch Klement und Stenzel sind Startelf-Kandidaten

„Es ist sicherlich ein Gedanke, Wataru hinten reinzuziehen und dafür einen anderen defensiven Mittelfeldspieler zu bringen“, sagte Trainer Pellegrino Matarazzo am Donnerstag auf der virtuellen Spieltagspressekonferenz. Sollte der zweikampfstarke Japaner am Samstag in der Stuttgarter Defensive auflaufen, könnte beispielsweise Philipp Klement in der Zentrale ran.

Der technisch starke Linksfuß hatte sich mit einem starken Joker-Einsatz gegen den Sportclub empfohlen. Auch Rechtsverteidiger Pascal Stenzel könnte in die erste Elf des Aufsteigers zurückkehren. Matarazzo: „Pascal hat eine gute Vorbereitung gespielt, war dann aus persönlichen Gründen draußen. Es ist sicherlich eine Option, ihn wieder zu bringen.“

Förster und Mavropanos fallen weiter aus

Doch viel wichtiger als das Personal in der Hintermannschaft sind für den Stuttgarter Coach Konzentration und Einstellung: „Wir brauchen im Defensivspiel rund um den Sechzehner die notwendige Schärfe.“ Den FSV, der sein erstes Ligaspiel mit 1:3 in Leipzig verloren hat, erwartet Matarazzo als „sehr athletische, schnelle Mannschaft, die ein gradliniges Spiel pflegt. Sie sind eine gute Gegenpressing-Mannschaft. Besonders in der Anfangsphase erwarte ich ein richtiges Kampfspiel.“

Keine Option für das Spiel in Rheinhessen sind die zuletzt angeschlagenen Konstantinos Mavropanos, Philipp Förster sind noch keine Optionen für den Spieltagskader: „Philipp und Dinos sind zwar ein Stück weiter ins Training integriert, aber noch zu weit weg, um eine Option für Samstag zu sein.“

Spieler-Streik beim FSV Mainz beendet

Nach dem Trainingsstreik der gesamten Mannschaft wird der FSV Mainz 05 am Donnerstagnachmittag wieder die planmäßige Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart aufnehmen. „Wir werden selbstverständlich trainieren, uns auf den VfB vorbereiten und am Samstag alles daran setzen, das Spiel zu gewinnen“, sagte FSV-Sportvorstand Rouven Schröder am Donnerstag.

Im persönlichen Gespräch mit dem Mannschaftsrat seien die Geschehnisse vom Mittwoch, als die Profis aus Protest gegen die Suspendierung von Stürmer Adam Szalai das Training verweigert hatten, aufgearbeitet und die Konsequenzen aufgezeigt worden. Schröder sprach von einer „Eskalationsstufe“, mit der man nun umgehen müsse. „Das war kein schöner Moment. Ich bin überzeugt, dass wir nicht noch einmal in eine solche Situation kommen“, betonte der Mainzer Sportvorstand. 

Trainer Achim Beierlorzer sieht trotz der in der Bundesliga bisher wohl einzigartigen Aktion kein Zerwürfnis zwischen ihm und dem Team. „Die Mannschaft hat ein Statement gesetzt, das aber nicht persönlich gegen mich gerichtet war“, sagte der 52-Jährige.

Er könne den Zusammenhalt der Profis und die Solidarität mit Szalai, der am Donnerstag erstmals bei der U23 trainierte, nachvollziehen. „Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass dies in den Trainingsbereich reinspielte“, sagte Beierlorzer.

Die aktuelle Unruhe bei den 05ern rund um die Suspendierung ihres Stürmers Adam Szalai habe „keine Auswirkungen auf unser Spiel“, sagt derweil VfB-Coach Matarazzo. „Wir bereiten uns auf eine Mainzer Mannschaft vor, die funktionieren wird. Wir sehen eine Chance, die Punkte zu holen. Die wollen wir wahrnehmen.“