VfB Stuttgart

DFB-Sportgericht: Einspruch gegen 1:2-Niederlage in Wiesbaden zurückgewiesen

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Symbolbild. © ZVW/Danny Galm

Einen Tag nach dem ernüchternden 0:0 im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück muss der VfB Stuttgart den nächsten Rückschlag im Aufstiegsrennen hinnehmen: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat den Einspruch der Schwaben gegen die Wertung der 1:2-Niederlage in Wiesbaden zurückgewiesen.

VfB behält sich Berufung vor

Das DFB-Sportgericht begründet die Entscheidung wie folgt: "Der Schiedsrichter hat ein strafbares Handspiel wahrgenommen und Elfmeter verhängt", begründet Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, die Zurückweisung des Einspruchs. "Das war eine unanfechtbare Tatsachenentscheidung. Auf den Ablauf und die Qualität des Dialoges zwischen Schiedsrichter und Video-Assistent kommt es nicht an. Der Video-Assistent ist für den Schiedsrichter ein zusätzliches Hilfsmittel bei der Vorbereitung seiner Entscheidung." Damit bleibt der VfB bei 52 Punkten nach 30 Spieltagen.

Sportvorstand Thomas Hitzlsperger zeigte sich nach Bekanntgabe der Entscheidung enttäuscht. "Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Elfmeterentscheidung und damit das Endergebnis des Spiels durch einen klaren Regelverstoß zustande gekommen ist", wird der 38-Jährige auf der VfB-Homepage zitiert. "Wir warten nun die schriftliche Urteilsbegründung ab und behalten uns vor, gegen das Urteil in Berufung zu gehen."

Was war passiert?

Im ersten Spiel nach der Corona-Zwangspause gastierten die Schwaben beim SV Wehen Wiesbaden. Die Partie wurde durch einen Elfmeter für die Heimmannschaft nach einem Videobeweis in der Nachspielzeit entschieden, dem Strafstoß ging ein mutmaßliches Handspiel des VfB-Stürmers Hamadi Al Ghaddoui voraus. Die Entscheidung von Schiedsrichter Sascha Stegemann wurde von Sportdirektor Sven Mislintat als "Skandal" bezeichnet.

Der DFB bezeichnete in einer Stellungnahme die Entscheidung zwar als "regeltechnisch korrekt", erkannte aber auch ein Fehler am Einsatz des VAR: Die Empfehlung des Videoassistenten Robert Kampka an Stegemann, sich die fragwürdige Szene in der Review-Zone nochmal anzuschauen, sei "unangebracht" gewesen, da es sich zuvor um keine klare Fehlentscheidung gehandelt habe. Auf diese Stellungnahme hin legten die VfB-Verantwortlichen Einspruch ein.