VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum 0:0 gegen Osnabrück: Keine Ideen, keine Präzision, keine Durchschlagskraft

Fußball  2. Bundesliga  VfB Stuttgart vs. VL Osnabrück
VfB-Mittelfeldspieler Philipp Förster - hier im Zweikampf mit Osnabrücks Moritz Heyer - konnte sich am Sonntag nur selten durchsetzen. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart ist im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga erneut gestrauchelt. Im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück kam der Tabellenzweite am Sonntag nicht über ein 0:0 hinaus. Die Mannschaft von VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo tat sich gegen den tief stehenden Aufsteiger enorm schwer, baute durch den Punktgewinn aber vorerst den Abstand auf den drittplatzierten Hamburger SV auf drei Punkte aus. Sollte der HSV am Montag (20.30 Uhr) jedoch gegen Holstein Kiel gewinnen, würde der VfB auf den Relegationsrang abrutschen. Osnabrück hat nun fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz.

Die Stuttgarter Profis in der Einzelkritik unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Musste über die gesamte Spielzeit keine echte Bewährungsprobe meistern. War der lauteste VfB-Spieler auf dem Platz, sicher mit dem Ball am Fuß und eine Bank bei Flanken - Note: 3

Clinton Mola: Wieder eine schwache Anfangsphase, steigerte sich allerdings und spielte mutig nach vorne. Engagiert, aber mit vielen harmlosen Flanken - Note: 3,5

Marcin Kaminski: Ohne Fehl und Tadel, stand fast immer goldrichtig und leistete keinen gröberen Schnitzer. Ein solider Auftritt - Note: 3

Holger Badstuber: Gutes Kopfball- und Stellungsspiel, dirigiert aufmerksam die Stuttgarter Viererkette, Zweikampfquote (44 Prozent) ist ausbaufähig - Note: 3

Pascal Stenzel: Solide in der Defensive (Zweikampfquote: 80 Prozent), unauffällig im Vorwärtsgang. Wurde in der Schlussphase von Pascal Agu am linken Sprunggelenk getroffen und musste angeschlagen vom Feld - Note: 4

Wataru Endo: Stopfte viele Löcher im Mittelfeld, zog viele kleinere Fouls, pass- und ballsicher. Hatte in der zweiten Halbzeit per Kopf sogar noch die beste VfB-Torchance. Stuttgarts stärkster Spieler an diesem Sonntag - Note: 2

Orel Mangala: Sehr ball- und passsicher (84 Prozent Passquote), aber unter dem Strich kamen vom belgische U-21-Nationalspieler viel zu wenige Impulse fürs Offensivspiel - Note: 4,5

Gonzalo Castro: In vielen Aktionen fehlte dem Routinier das nötige Tempo, tauchte häufig ab. Zudem viele harmlose Standards und eine unnötige Gelbe Karte wegen Ballwegschießens (26.) - Note: 5

Nicolas Gonzalez: Ackerte wie immer wie wild, wenig Ertrag, schwache Abschlüsse - Note: 4

Philipp Förster: War viel unterwegs, gewann allerdings kaum ein Eins-gegen-eins-Duelle, es fehlte die Durchschlagskraft. Gruselige Zweikampfquote (17 Prozent) - Note: 4,5

Hamadi Al Ghaddioui: Kopfballstark, aber kaum ins Spiel eingebunden. Der wuchtige Stürmer konnte nur wenige Bälle sichern und bleib bis zu seiner Auswechslung ohne Torabschluss - Note: 5

Pilipp Klement (ab der 60. Minute für Clinton Mola): Sollte für die letzte halbe Stunde noch einmal frischen Schwung bringen. Das gelang nicht. So konnte der zuletzt nur selten berücksichtigte Mittelfeldspieler seine Chance nicht nutzen - Note: 4

Silas Wamangituka (ab der 60. Minute für Oral Mangala): Auch dem explosiven Dribbler gelang es nicht, eine Lücke in den gut organisierten Defensivverbund der Gäste zu reißen - Note: 4

Darko Churlinov (ab der 75. Minute für Pascal Stenzel): Machte er in der Vorwoche noch kurz vor Schluss den Deckel drauf, so gab's an diesem Sonntag nichts zu bejubeln. Engagiert, aber wirkungslos - Note: -

Sasa Kalajdzic (ab der 75. Minute für Hamadi Al Ghaddioui): Auch dem Österreicher gelang nach seiner Einwechslung nicht der Lucky Punch - Note: -

Mario Gomez (aber der 85. Minute für Philipp Förster): ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form