VfB Stuttgart

Gegneranalyse im Schlosshotel: Wie sich der VfB auf das Spiel gegen Wehen Wiesbaden vorbereitet

Schlosshotel Monrepos
In diesem 4-Sterne-Hotel in Ludwigsburg sind die VfB-Profis untergebracht. © Archiv Schlosshotel Monrepos

Mit einer Geisterspiel-Simulation in der leeren Mercedes-Benz-Arena haben die Profis des VfB Stuttgart am Mittwoch (13.05.) für den Liga-Restart am kommenden Wochenende geprobt. „Es ist wichtig, dass die Mannschaft das alles vorab kennenlernt“, sagt Trainer Pellegrino Matarazzo. Rund um das Trainingsspiel in Trikots wurden auch die organisatorischen Abläufe einem Testlauf unterzogen. Je näher die Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden kommt, desto mehr rückt aber auch der Gegner in den Fokus des Trainerteams. Wie laufen eigentlich die Vorbereitungen auf den Aufsteiger, der den Schwaben in der Hinrunde eine schmerzliche Heim-Niederlage zugefügt hat?

„Jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel“

„Wir haben die vergangenen Spiele auf Video, kennen den Trainer und die Spieler und wir haben auch eine Idee, wie der Gegner spielen wird. Aber natürlich gibt es Raum für Veränderungen“, gibt Matarazzo einen Einblick in seine Gegneranalyse, die er und seine Scouts aktuell im Quarantäne-Hotel der Schwaben in Ludwigsburg austüfteln. Man gehe den SV Wehen daher mit einer gewissen Anpassungsfähigkeit an. „Fast wie ein erstes Saisonspiel.“

An die Quarantäne vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs müssen sich alle 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga halten. So sieht es das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor. Im noblen „Schlosshotel Monrepos“ haben sich die Stuttgarter abgeschottet. Um enge Kontakte im Mannschaftsbus zu vermeiden, wird zwischen den Trainingsplätzen in Bad Cannstatt und der 4-Sterne-Unterkunft in Privatautos hin und her gependelt. Im Hotel gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln. So gibt es im Essensraum einen Ein- und einen Ausgang. Die Tische mit je einem Abstand von 1,5 Metern verhindern Gespräche in größeren Runden, Besprechungen werden mit dem notwendigen Abstand und in Kleingruppen im Halbstunden-Takt abgehalten. Erst nach dem Spiel in Wiesbaden darf das Team wieder ins private Umfeld.

Neben den Vorbereitungen auf den kommenden Gegner beschäftigen sich die Verantwortlichen weiter mit dem – zumindest aus Sicht der Vereine – „Worst-Case-Szenario“, einem Saisonabbruch mit all seinen Folgen. „Falls die Saison abgebrochen werden muss und es nur zwei Aufsteiger gibt, wollen wir auf einem der ersten beiden Plätze stehen“, sagt Matarazzo, „daher ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel.“

Welche Startelf wird am Sonntag auf dem Platz stehen?

Doch welche Startelf wird im ersten „Finalspiel“ am Sonntag (13.30 Uhr/ZVW-Liveticker) auf dem Platz stehen? „Die Mannschaft trainiert sehr gut. Wir haben sehr viele Optionen“, so der Stuttgarter Trainer. Große Überraschungen sind derweil nicht zu erwarten. Bis auf Borna Sosa (Knieprobleme), Maxime Awoudja (Achillessehnenriss) und Lilian Egloff (Abschlussprüfung) kann Matarazzo aus dem Vollen schöpfen. Stammkeeper Gregor Kobel, Kapitän Marc Oliver Kempf und Spielmacher Daniel Didavi gelten als gesetzt. Auch die Abwehrspezialisten Pascal Stenzel und Holger Badstuber haben gute Karten für einen Platz in der ersten Elf. Gleiches gilt für den defensiven Mittelfeldspieler Wataru Endo und den quirligen Außenbahnspieler Nicolas Gonzalez. Auch Marcin Kaminski und Sasa Kalajdzic sind nach langen Verletzungspausen wieder eine Option für den Kader.

Der Blick auf die Tabelle