VfB Stuttgart

Herber Rückschlag im Aufstiegskampf: VfB verliert Geister-Derby beim KSC

Fußball  2.Bundesliga  Karlsruher SC vs. VfB Stuttgart
Mittelfeldspieler Philipp Klement - hier im Duell mit KSC-Stürmer Philipp Hofmann - konnte seine Mannschaft nicht zum Sieg führen. © Pressefoto Baumann

Herber Rückschlag für den VfB Stuttgart im Aufstiegskampf: Im Geister-Derby beim abstiegsbedrohten Karlsruher SC kassierten die Schwaben am Sonntagnachmittag eine 1:2-Niederlage. Den direkten Wiederauftieg in die Bundesliga haben die Stuttgarter somit nicht mehr in der eigenen Hand. Als Tabellendritter geht es für den VfB mit einem Punkt Rückstand auf den Hamburger SV in den Liga-Schlussspurt.

Die Stuttgarter Startelf hatte Trainer Pellegrino Matarazzo im Vergleich zum torlosen Remis gegen den VfL Osnabrück auf zwei Positionen verändert: Anstelle von Philipp Förster und Orel Mangala durften Silas Wamangituka und Philipp Klement von Beginn an ran. Wegen Knieproblemen erneut nicht im Kader stand Mittelfeldspieler Daniel Didavi. Dafür bekamen der U-19-Profi Lilian Egloff und der junge Tanguy Coulibaly einen Platz im Spieltagskader. Um die abstiegdbedrohten Karlsruher in Bedrängnis zu bringen, forderte der VfB-Coach von seiner Mannschaft mehr Mut zum Risiko, tiefe Laufwege und „dazu vielleicht noch den einen oder anderen Kniff, der beim Gegner Chaos kreiert.“

Ex-Stuttgarter Marvin Wanitzek schießt den KSC in Führung

Im Wildparkstadion formierten sich die Schwaben in einer 4-3-3-Grundordnung. Den Gästen aus der Landeshauptstadt gehörte in Form einer Volleyabnahme von Al Ghaddioui nach einer Klement-Ecke (5.) zwar die erste Chance des Spiels, aber den ersten Treffer erzielten die Hausherren: Nach einem fatalen Fehlpass von Marcin Kaminski schaltete der KSC schnörkellos um und der Ex-Stuttgarter Marvin Wanitzek jagte den Ball zur frühen KSC-Führung in die Maschen (7.). VfB-Keeper Gregor Kobel gab bei dem unplatzierten Abschluss keine gute Figur ab.

Auf dem tiefen Rasen wurde in der Folge rassig, aber nicht unfair um jeden Ball gekämpft. Der VfB arbeitete sich nach und nach in die Partie, dem KSC fehlte die Entlastung über Konter. Der dribbelstarke Silas Wamangituka bereitetet der Karlsruher Defensive einiges an Kopfzerbrechen und in der 34. Minute wurde der flinke Flügelflitzer im Strafraum von seinem Gegenspieler Manuel Stiefler zu Fall gebracht. Den Strafstoß verwandelte Nicolas Gonzalez sicher zum 1:1. Die Stuttgarter hatten mehr vom Spiel, spielten aber im letzten Drittel zu fehlerbehaftet.

VfB zu fehlerbehaftet, Fröde trifft aus dem Getümmel

Angetrieben vom stimmgewaltigen Sportdirektor Sven Mislintat, der seine Truppe von seinem Platz auf der Haupttribüne unermüdlich nach vorne peitschte, dominierten die Schwaben zunächst auch im zweiten Durchgang. Wie aber schon in den letzten Wochen leisteten sich die Stuttgarter zu viele technische Fehler und Ungenauigkeiten im Passspiel. Der KSC traute sich in den zweiten 45 Minuten offensiv mehr zu. So verpasste Philipp Hofmann nach einem Konter nur knapp den zweiten Karlsruher Treffer (67.). Nach einer Ecke gingen die Hausherren erneut in Führung. Mittelfeldspieler Lukas Fröde drückte den Ball aus dem Getümmel über die Linie (72.).

Der KSC jetzt mit Oberwasser und der Chance zur Vorentscheidung, aber Torhüter Gregor Kobel hielt die Schwaben mit einer starken Parade gegen Änis Ben-Hatira im Spiel (75.). Auf der Gegenseite wurde der eingewechselte Mario Gomez von Dirk Carlson noch entscheidend beim Abschluss gestört (78.), Philipp Klement verzog wenig später nur knapp (84.). Da die Schlussoffensive der Stuttgarter nicht von Erfolg gekrönt war, blieb es letztlich beim knappen, aber nicht unverdienten Derbysieg für den KSC.

Karlsruher SC - VfB Stuttgart 2:1 (1:1)

Karlsruhe: Uphoff - Carlson, Gordon, Pisot, Stiefler (71. Thiede) - Fröde - Wanitzek, Gondorf (89. Groiß), Kother (71. Lorenz), Ben-Hatira (87. Djuricin) - Hofmann

Stuttgart: Kobel - Mola, Badstuber (77. Egloff), Kaminski, Stenzel (86. Phillips) - Endo, Castro (73. Förster) - Gonzalez, Klement, Wamangituka (74. Gomez) - Al Ghaddioui

Tore: 1:0 Wanitzek (7.), 1:1 Gonazelz (FE/35.), 2:1 Fröde (72.)

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau)

Zuschauer: -

Gelbe Karten: Stiefler (34.), Gordon (54.) / Wamangituka (60.), Al Ghaddioui (70.), Endo (90.)