Alfdorf

Der Golf- und Landclub Haghof gehört zu den nachhaltigsten Golfclubs in Süddeutschland

Golf Haghof
Präsident Albrecht Sorg (r.) ist stolz, dass der GCL Haghof viel für die Natur macht. © Gabriel Habermann

Golfanlagen haben große Flächen. Nur etwa 40 Prozent dieser Flächen werden für die Spielbahnen genutzt, im weit größeren Teil der Flächen finden Flora und Fauna ein natürliches Zuhause. Damit sich zum Beispiel Bienenvölker auf Golfanlagen niederlassen, schaffen eine Vielzahl der Golfclubs und Anlagen-Betreiber beste Bedingungen. So auch der Golf- und Landclub Haghof, zwischen Alfdorf und Welzheim im Rems-Murr-Kreis gelegen.

Insgesamt 33 BWGV-Mitgliederclubs haben sich bisher im Rahmen von „Golf & Natur“ vom Deutschen Golf-Verband zertifizieren lassen. Die Mehrzahl davon, 17 an der Zahl, sind goldzertifiziert, 10 mit Silber und sechs mit Bronze. Der GLC Haghof gehört zu den 17 mit Gold zertifizierten Clubs. Inhaltlich ist dieses Zertifizierungsprogramm zu umfangreich, um es hier in Kürze wiedergeben zu können. Wer sich jedoch im Detail dafür interessiert, der findet im DGV-Serviceportal unter https://serviceportal.dgv-intranet.de/ die wichtigsten Informationen.

Speziell die Themen „Förderung der Artenvielfalt“ (kurz „Biodiversität“) sowie deren Erhalt sind längst zu einer gesellschaftspolitischen Aufgabe geworden. Golfanlagen spielen dabei eine ganz wesentliche und gleichzeitig auch eine aktive Rolle, indem sie mit gezielten Maßnahmen abseits der Spielflächen Lebens- und Entwicklungsräume für die Tier- und Pflanzenwelt schaffen und diese anschließend auch pflegen und erhalten. Dieser positive Beitrag zum Natur- und Umweltschutz soll jetzt im Rahmen des Projektes „Lebensraum Golfplatz in Bayern und Baden-Württemberg – Wir fördern Artenvielfalt“ nochmals an Dynamik gewinnen und zugleich die Öffentlichkeit auf die diesbezüglichen Leistungen der Golfanlagen aufmerksam machen!

Insekten-Hotel und Bienenstöcke für mehr Artenvielfalt

Im Golf- und Landclub Haghof wird an der Bahn 15 mit den aufgestellten Bienenstöcken eigener – mit eigenem Etikett – Honig gewonnen und verkauft. Angedacht ist in dieser Saison auch, Apfelsaft selbst zu produzieren. „Ganz nach dem Motto, die Haghof-Golfer nehmen Anteil an ihrem Platz in der Entwicklungsphase. Mit der Baumspende erhält jeder Spender zudem die Möglichkeit, ein eigenes Schild mit seinem Namen zu bekommen“, berichtet Gary Oortwyn, Clubmanager des GLC Haghof, über die Mitmachaktionen. Bei der Artenvielfalt habe man für die „Bienenwoche“ den alten Abschlag 11 mit einer neuen Saat versehen. „Ebenso wurde auf dem Sieben-Loch-Platz der neue Abschlag sechs mit einer mehrjährigen Saat verschönert. Und es entsteht ein Insekten-Hotel“, so der Headgreenkeeper des GLC Haghof, Eckhard Stadelmaier.

Ziel ist die Förderung der Artenvielfalt durch Erhaltung und Schaffung von schützenswerten Lebensräumen für Pflanzen- und Tierarten, durch Bereitstellung geeigneter Nahrungsquellen für diese und durch Beiträge zum Biotopverbund und zur Biotopvernetzung, zum Beispiel durch Schaffung von Trittsteinbiotopen. Dabei soll das Projekt einen möglichst großen zusätzlichen Nutzen zu den bisher bereits durchgeführten Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt bringen. „In Baden-Württemberg spielen das Thema Biodiversität und der Erhalt der biologischen Vielfalt auf den Golfanlagen eine ganz wesentliche Rolle. Mehr als 30 Clubs haben sich bereits im Rahmen von „Golf & Natur“ zertifizieren lassen. Deshalb freuen wir uns besonders über die zukünftige Zusammenarbeit mit dem DGV und dem baden-württembergischen Umweltministerium“, sagt Otto Leibfritz, der Präsident des BWGV.

Der DGV setzt sich bereits seit 1990 aktiv mit Umweltfragen auf Golfanlagen auseinander. Mit Golf & Natur wurde im Jahr 2005 ein effektives Umwelt- und Qualitätsmanagement-Programm etabliert, in dem Artenschutz und Sicherung von Lebensräumen eine wichtige Rolle spielen. Daher stellen Golfplätze bei ökologisch sorgfältiger Planung hervorragende Puffer und Verbindungselemente zwischen Schutzgebieten und der angrenzenden agrarisch genutzten Landschaft dar. Auch das Thema Nachhaltigkeit und Wasser wird beim GLC Haghof groß geschrieben. „Wir haben eigene große Teiche, um unsere Rasen mit Wasser zu versorgen“, so Clubmanager Gary Oortwyn. Bei jedem Regen wird in den Teichen das Wasser gesammelt und nach Gebrauch kostenfrei verwendet, ohne einen Zulauf oder Zusatzkosten für die intensive Rasenpflege nutzen zu müssen.

Golfanlagen haben große Flächen. Nur etwa 40 Prozent dieser Flächen werden für die Spielbahnen genutzt, im weit größeren Teil der Flächen finden Flora und Fauna ein natürliches Zuhause. Damit sich zum Beispiel Bienenvölker auf Golfanlagen niederlassen, schaffen eine Vielzahl der Golfclubs und Anlagen-Betreiber beste Bedingungen. So auch der Golf- und Landclub Haghof, zwischen Alfdorf und Welzheim im Rems-Murr-Kreis gelegen.

Insgesamt 33 BWGV-Mitgliederclubs haben sich bisher im Rahmen

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