Alfdorf

Wie sich die Gemeinde Alfdorf auf die Energiekrise vorbereitet

Ronald Krötz
Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz. © ZVW/Benjamin Büttner

Die Alfdorfer Verwaltung will sich im Fall einer Energiemangelversorgung nicht eiskalt erwischen lassen und sorgt vor: Bürgermeister Ronald Krötz gab in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass eine Taskforce mit mehreren Arbeitsgruppen gegründet wurde. „Wir wollen Krisenlagen bestmöglich bewältigen“, erklärt Krötz. In diesen AGs werden sich Mitarbeiter beziehungsweise Mitglieder des DRK, der Feuerwehr, der Verwaltung und des Bauhofs um Themen wie Kommunikation (EDV), Notstrom und Infrarot-Heizungen sowie Alarmpläne kümmern. Der Bauhof kümmert sich um Ausrüstung und präpariert sich für den Einsatz. „Wir wollen vorbereitet sein“, kündigt Bürgermeister Krötz regelmäßige Treffen mit der Taskforce an.

Notstromaggregate sind wichtig

Ebenso will er alle stellvertretenden Bürgermeister auf kurzem Weg jeweils informieren. Klaus Hinderer schlug angesichts bald „leer gefegter Märkte“ vor, bereits jetzt Notstromaggregate und Ähnliches zu beschaffen. „Zumindest ein Minimum jetzt.“ Der Bürgermeister nickte und stellte trocken fest, dass der Markt bereits jetzt ziemlich leer sei. Aber man gebe die Hoffnung nicht auf. Notstromaggregate sind vor allem wichtig, um die Infrastruktur, etwa Wasser und Abwasser, am Laufen zu halten. Beziehungsweise die Pumpen und Ähnliches. „Dankbar“ zeigte sich Horst Metzger, dass sich die Verwaltung der Sache annimmt. Dabei drängte er darauf, die Alte Turnhalle endlich an das Nahwärmenetz mit der Hackschnitzelanlage anzuschließen. „Gut, dass wir sie haben.“

Alle Leitungen in öffentlichen Gebäuden prüfen

Zudem forderte er dazu auf, alle Leitungen in öffentlichen Gebäuden ob ihrer Frostsicherheit zu prüfen. „Alte Turnhalle anschließen macht Sinn“, nickte Krötz. Baron Dr. Götz vom Holtz regte an, Hackschnitzel für Wärme in mehr Gebäuden zu nutzen. „Die Gemeinde hat Holz“, argumentierte er angesichts der Energieversorgung. Er war sich darüber im Klaren, dass dies nicht kurzfristig möglich ist. „Aber mittelfristig.“ Krötz fügte an, dass man sich auch in der nächsten Klausur über mehr Photovoltaik auf Dächern unterhalten solle. Das Gremium nickte hierzu.

Man war sich einig, dass die Duschen in den Sporthallen „warm“ bleiben. Grund: Sie werden ohnehin von der Hackschnitzelanlage versorgt. Krötz kündigte an, dass die Verwaltung alles prüfe in Sachen Energieeinsparung, was möglich sei. Und vor allem technisch und rechtlich machbar ist. Etwa bei der Straßenbeleuchtung, bei Warmwasserboilern und Ähnlichem. Hier hatte Thomas Maier davor gewarnt, einfach alles kühler zu machen. Etwa bezüglich des Wassers hatte er die Hygienevorschriften und die Gefahr vor Legionellen im Blick. Die Politik mache es sich zu einfach, bemängelte er.

Erdöltanks aufgefüllt

Alle 36 Liegenschaften, von denen 25 Gebäude beheizt sind, nahm die Verwaltung unter die Lupe. Die Hauptzahl wird mit Hackschnitzel beziehungsweise Erdöl versorgt. In den vermieteten Häusern besteht EU-Schutz für die privaten Abnehmer. Einzig der Kindergarten Vordersteinenberg (Gasversorgung) müsste im Notfall umziehen. Vereinsbetrieb im Alten Rathaus Pfahlbronn und Vordersteinenberg müsste über die Gaskrise stillgelegt werden. Krötz informierte zudem, dass alle Erdöltanks vor dem Sommer aufgefüllt wurden. Und die Temperatur beim Hallensport wird auf 17 Grad reduziert. Alle Arbeitsplätze der Verwaltung werden auf 19 Grad heruntergefahren, ausgenommen sind Kindergärten. Zudem will man mit den Sportvereinen über ein „maßvolles Rückfahren“ der Flutlichtanlagen reden. „Wir müssen sicher alle unseren Beitrag in der Energiekrise leisten, auch die Gemeinde, aber mir ist wichtig zu betonen, dass wir bei Schulen und Kindergärten kein Risiko eingehen werden. Denn hier sind zu kalte Räume nicht gesund im Herbst und Winter“, so Krötz.

Die Alfdorfer Verwaltung will sich im Fall einer Energiemangelversorgung nicht eiskalt erwischen lassen und sorgt vor: Bürgermeister Ronald Krötz gab in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass eine Taskforce mit mehreren Arbeitsgruppen gegründet wurde. „Wir wollen Krisenlagen bestmöglich bewältigen“, erklärt Krötz. In diesen AGs werden sich Mitarbeiter beziehungsweise Mitglieder des DRK, der Feuerwehr, der Verwaltung und des Bauhofs um Themen wie Kommunikation (EDV), Notstrom und

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