Fellbach

Das Fellbacher Kombibad F3 öffnet seinen Freibadbereich

F3 Fellbach
Der Eingang des F3-Freibads (Archivfoto). © Gabriel Habermann

Gut drei Monate nachdem die Corona-Pandemie den Schwimmbädern den Stöpsel gezogen hat, soll der Betrieb nun auch im Fellbacher Familien- und Freizeitbad F3 langsam wieder anlaufen. Das haben die Stadt Fellbach und die F3-Betriebsgesellschaft Kombibad Fellbach GmbH in einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

Ab Donnerstag, 18. Juni, dürfen bis zu 1000 Besucher gleichzeitig ins Freibad kommen. Allerdings wird alles etwas anders ablaufen, als gewohnt.

Wasserrutschen, Sauna und Hallenbad bleiben vorerst geschlossen

Die regulären Duschen und Umkleiden befinden sich im Innenraum, doch der bleibt bis auf weiteres für den Publikumsverkehr gesperrt. Die im Außenbereich verfügbaren, einzelnen Kaltwasser-Brausen dürfen aber verwendet werden. Gerutscht werden darf aus Hygienegründen nicht.

Badebegeisterte müssen sich auf der Website des Schwimmbads anmelden – ohne so eine Online-Reservierung darf niemand rein, neue 10er- oder Dauerkarten werden erst mal keine mehr verkauft. Wer eine solche Karte bereits hat, darf diese grundsätzlich benutzen – vorausgesetzt, die maximale Besucherzahl wird nicht überschritten. „Die Gültigkeit von Jahreskarten wird selbstverständlich um die Dauer der Schließung verlängert werden“, versichert Geschäftsführer Marcus Eichstädt.

Insgesamt wird es jeden Tag drei verschiedene Badezeiten geben: Von morgens halb acht bis um 9.30 Uhr gehört das Bad den Frühschwimmern. Dann gibt es den Mittagsbetrieb von zehn bis 14 Uhr, das letzte Zeitfenster beginnt um 15 Uhr – um 19 Uhr schließt das Freibad, dann müssen alle Badegäste draußen sein. In den Pausen zwischen den Schichten und nach Betriebsschluss wird alles desinfiziert.

Schwimmbadbesuch nur mit Online-Reservierung

Sicherheitshalber müssen die Gäste im Bereich des Eingangs und der Gastronomie Masken tragen. Auch das Personal, das die Becken überwacht, ist mit Schutzkleidung ausgerüstet: Diese kommt zum Einsatz, wenn der vorgeschriebene Sicherheitsabstand einmal nicht eingehalten werden kann – zum Beispiel, wenn Mitarbeiter Erste Hilfe leisten müssen. Um im Ernstfall nachverfolgen zu können, welcher Badegast sich wann im Freibad aufgehalten hat, muss jeder einzelne Besucher ein Dokument mit seinen Kontaktdaten ausfüllen. Online lassen sich diese Daten, die nach vier Wochen gelöscht werden sollen, am unkompliziertesten hinterlegen. „Wenn bei 1000 Badegästen jeder vor Ort an der Kasse so einen Bogen ausfüllen müsste, hätten wir eine Wartezeit von acht Stunden“, rechnet Birgit Steinegger vor, Marketing-Leiterin des F3. Warteschlangen und andere Arten von Menschenansammlungen seien aber um jeden Preis zu vermeiden.

Auch für die einzelnen Becken gibt es Beschränkungen: Das Schwimmerbecken zum Beispiel wird zur Einbahnstraße, auf der Aufschwimmen und Überholen weitestgehend untersagt sind. Jeder Schwimmer muss sich vor dem Ins-Becken-Gehen ein Armband abholen und es beim Ausstieg wieder abgeben. Durch die Anzahl dieser Bänder, die nach jedem Gebrauch desinfiziert würden, seien dann nie mehr als die zugelassenen 149 Schwimmer im Becken. „Am Anfang haben wir überlegt, die Gäste auch nur mit Einkaufswagen reinzulassen – aber die Armbänder waren dann doch die bessere Lösung“, witzelt Fellbachs Erster Bürgermeister Johannes Berner.

Freibad-Personal soll Hygiene-Regeln streng durchsetzen

In den Bereichen, in denen keine Bahnenabsperrungen möglich sind, achten Beckenaufseher darauf, dass auch hier der Abstand von eineinhalb Metern nicht unterschritten wird. Das Personal sei darauf geschult worden, die Hygiene-Regeln streng durchzusetzen und Störenfriede zur Not rauszuwerfen, so Geschäftsführer Christopher Probst.

Wenn mit dem Freibadbetrieb so weit alles gut läuft, sollen nach und nach auch das Hallenbad und die Sauna wieder in Betrieb genommen werden. Eine Trennung der einzelnen Bereiche und eine Begrenzung auf sehr wenige Besucher scheint für den Innenraum aber unausweichlich: Im größten Duschraum dürften sich nach aktuellem Stand der Corona-Verordnung nämlich maximal drei Personen aufhalten. „Aber die Regeln können sich natürlich jederzeit ändern, dann sehen wir weiter“, sagt Christopher Probst.