Fellbach

Eier auf dem Schwabenlandtower Fellbach: Falken erwarten Nachwuchs

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Ein Wanderfalke im Anflug auf den Schwabenlandtower in Fellbach, aufgenommen von der Nabu-Webcam in über 100 Metern Höhe am 28. Februar. © falcommunity.de/Nabu Fellbach

In Fellbach brüten seit 2018 Wanderfalken auf dem nicht-fertiggestellten Schwabenland-Tower. Mit einer künstlichen Nisthilfe in 107 Metern Höhe unterstützt der Naturschutzbund (Nabu) Fellbach die Falken beim Brüten. Zwei Küken seien im ersten Jahr zur Welt gekommen, jetzt liegt laut Nabu das vierte Ei von Falkenpaar Perenelle und Falco ganz frisch in der Nestbox. 

In Fellbach haben die Falkeneltern Perenelle und Falco bisher erfolgreich neun Jungfalken großgezogen, so der Nabu. Sie brüten zum vierten Mal dort. Zu sehen sind sie über die Webcam des Nabu.

Wanderfalken waren zwischenzeitlich sehr bedroht. Anfang der Siebziger Jahre stand es um die Tiere laut Nabu sehr schlecht: "Pestizide wie DDT verursachten dünnschalige Eier, vergifteten die Vögel aber auch direkt. Hinzu kam die Entnahme von Jungvögeln und Eiern sowie Störungen der Lebensräume. Bis 1975 schrumpfte der deutsche Bestand auf etwa 50 Brutpaare, von denen 33 in Baden-Württemberg lebten."

Das bundesweite DDT-Verbot ab 1972 und der bessere gesetzliche Schutz hätten die Trendwende eingeleitet. "Heute leben wieder zwischen 250 und 260 Revierpaare des Wanderfalken im Südwesten. Der Wanderfalke und viele andere Greifvogelarten brauchen jedoch weiterhin Unterstützung, weil sich ihr natürlicher Lebensraum verändert oder sie verfolgt werden", so der Nabu.