Kaisersbach

Kein erhöhtes Infektionsrisiko: Schwabenpark fordert Öffnung von Freizeitparks

Schwabenpark
Ein erhöhtes Infektionsrisiko in den Fahrattraktionen des Schwabenparks besteht nicht. Warum dürfen daher nur Zoos öffnen? © ALEXANDRA PALMIZI

Mit einem offenen Brief hat der „Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU)“ Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann gegenüber sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht, dass Freizeitparks in der Öffnungsstrategie des Landes gegenüber Zoos benachteiligt werden.

Der VDFU vertritt die größten und renommiertesten deutschen Freizeit- und Erlebnisparks, diverse Indoorattraktionen sowie verschiedene Zoos und Einrichtungen im nahe gelegenen Ausland. Es handelt sich um den größten und bedeutsamsten Zusammenschluss von Unternehmen in der deutschen Freizeitparkbranche. Aktuell sind rund 100 Freizeiteinrichtungen organisiert. So auch der Schwabenpark, dessen Pressesprecher Marcel Bender diese Initiative unterstützt: „Auch die Verantwortlichen des Schwabenparks verstehen nicht, warum Zoos bereits offen haben und Freizeitparks in der Öffnungsstrategie bisher keine Rolle spielen.“

Differenzierung zwischen Zoos und Freizeitparks nicht zu begründen

In dem offenen Brief heißt es unter anderem: „Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, in der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 (CoronaVO) vom 7. März 2021 ist eine Öffnung von zoologischen Gärten unter Einhaltung strenger Vorgaben zum Infektionsschutz gestattet (§ 11c Abs. 1, Nr. 10). Eine Wiedereröffnung von Freizeitparks wird hingegen kategorisch ausgeschlossen (§ 13 Abs 1, Nr. 5). Eine Differenzierung zwischen Zoos und Freizeitparks ist in diesem Kontext weder sachlich noch epidemiologisch zu begründen. Die Verkehrsflächen beider Einrichtungstypen sind vergleichbar gestaltet und organisiert, die Besucherstruktur ist identisch und man ist beiderorts mit denselben epidemiologischen Herausforderungen konfrontiert. Eine einheitliche Öffnungsstrategie für Zoos und Freizeitparks in Baden-Württemberg wäre die logische Konsequenz.

Aus Sicht des VDFU e. V. ist eine im Vergleich zu den zoologischen Gärten verzögerte Wiedereröffnung von Outdoor-Einrichtungen wie Freizeitparks nicht zu rechtfertigen.“ Besonders die zahlreichen Gemeinsamkeiten zwischen Zoos und Freizeitparks hebt der Verband hervor. Es heißt weiter: „Zoologische Gärten und Freizeitparks sind generell gleichgeartete Einrichtungen für Menschen, die nach Erholung und Freizeiterlebnissen suchen. Der wesentliche Unterschied aus Besuchersicht besteht darin, dass die Attraktionen von Zoos Tiere sind, die von Freizeitparks mitunter Fahrattraktionen. Der Betrieb von Fahrattraktionen stellt kein erhöhtes Infektionsrisiko dar. Aerosole als Träger der Viren verflüchtigen sich aufgrund der Luftverwirbelungen so schnell, dass Infektionen wissenschaftlich nahezu auszuschließen sind. Fahrattraktionen, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, sind in Hygienekonzepten berücksichtigt und nicht in Betrieb.“

Klageweg als nächster Schritt nicht ausgeschlossen

Der VDFU fordert daher die Landesregierung von Baden-Württemberg auf, unter Würdigung der aufgezeigten Sachverhalte Freizeitparks mit zoologischen Gärten gleichzusetzen und ihnen eine Wiedereröffnung unter denselben Voraussetzungen zu ermöglichen.

„Sollten die verantwortlichen Stellen in Verkennung der Begebenheiten eine Benachteiligung von Freizeitparks fortführen, so fordern wir die Landesregierung um schriftliche Stellungnahme einschließlich sachlicher Begründung bis zum 15. März 2021 auf“, endet der offene Brief an den Ministerpräsidenten auch mit dem Hinweis, dass der Klageweg im nächsten Schritt eine weitere Option sei.

Mit einem offenen Brief hat der „Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU)“ Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann gegenüber sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht, dass Freizeitparks in der Öffnungsstrategie des Landes gegenüber Zoos benachteiligt werden.

Der VDFU vertritt die größten und renommiertesten deutschen Freizeit- und Erlebnisparks, diverse Indoorattraktionen sowie verschiedene Zoos und Einrichtungen im nahe gelegenen Ausland. Es handelt

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper