Kernen

Eine Portion gute Laune bitte! Claudia Parisi unterrichtet Lachyoga in Kernen

LachYoga
Stets ein Lächeln auf den Lippen: Claudia Parisi (62) bietet in Kernen Lachyoga an. © ZVW/Gaby Schneider

Wer Claudia Parisi auf der Straße begegnet, wird für einen kurzen Moment aus dem alltäglichen Strom aus Arbeit und Erledigungen herausgerissen – mit einem Lächeln. „Ich lache die Leute auf der Straße an“, sagte die 62-Jährige, die in Kernen lebt. „Und sie lachen zurück.“ Verwunderlich ist das nicht, denn Claudia Parisi hat professionell gute Laune: Sie ist Lachyoga-Lehrerin. Lange hatte sie ein eigenes Studio, das derzeit jedoch nicht weiterbetrieben wird. Ihre Weiterbildung zur Lachyoga-Lehrerin absolvierte sie an der Stuttgarter Lachschule. Warum man bei schlechter Laune am besten einmal kräftig lachen sollte, erzählt Claudia Parisi unserer Redaktion im Gespräch.

Auch ein aufgesetztes Lachen hebt die eigene Stimmung an

„Ich lache doch nicht einfach so“, sei die Antwort, die die Lachyoga-Lehrerin am häufigsten zu hören bekomme, wenn sie einen Kurs gibt. „Doch“, sagt Claudia Parisi schmunzelnd, denn „einfach so“ zu lachen, setze Endorphine frei – das Hormon, das glücklich macht. Selbst wem gerade gar nicht zum Lachen zumute sei, dem empfiehlt die 62-Jährige, die Mundwinkel nach oben zu ziehen. Auch ein aufgesetztes Lachen regt die Endorphin-Produktion der Expertin zufolge an.

Doch ist nicht ausschließlich lautes Gepruste zu hören, wenn Claudia Parisi eine Kurseinheit leitet– durch das Praktizieren von Atemübungen wird die Lachstunde zu einer Lachyogastunde. „Die Lach- und Atemübungen versorgen den Körper und das Gehirn mit mehr Sauerstoff“, so Parisi. Das wiederum reduziere Stress und stärke das Immunsystem. Getreu ihrem Ansatz, den Tag nach dem Aufstehen mit einem Lachen vor dem Spiegel zu beginnen, legt Claudia Parisi in ihren Kurseinheiten mit einem Begrüßungslachen los.

„Wir lachen und schütteln uns die Hände.“ Zum Ende jeder Übung werde applaudiert und rhythmisch laut „Hohoho! Hahaha!“ gerufen. Auf den ein oder anderen wirkt diese offene Ausdrucksweise befremdlich, so die Lachyoga-Lehrerin. Besonders bei ihren sommerlichen Einheiten im Park zeigten sich viele der Teilnehmenden schüchtern. Aus Erfahrung weiß sie: Am Ende fühlen sich alle besser. „Wir machen das zusammen“, keiner sei alleine.

Und so wird Lachyoga auch zu einer Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln. Wer sich traut, in einer Gruppe unter Fremden oder draußen im Park zu lachen, lernt, weniger auf das zu geben, was andere denken. „Trau dich!“, legt Claudia Parisi ihren Klienten ans Herz.

Wie geht es der Lachyoga-Lehrerin, wenn es mal nicht so rund läuft?

Dass es nicht immer einfach ist, andere von diesem Konzept zu überzeugen, merkte die 62-Jährige, als sie vor kurzem einen Kurs mit dem TV Stetten organisierte – und sich niemand dafür anmeldete. Doch davon beirren lassen hat sich Claudia Parisi nicht. Im Gegenteil, sie hat schon so manchen Rückschlag erlebt und vertraut darauf, dass immer etwas Neues kommt. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat ihr ein Standbein genommen: Sie konnte keine Kurse anbieten.

„Bei Corona kamen keine Anfragen mehr.“ So arbeitete sie zwischenzeitlich im Telefon-Marketing, derzeit ist sie in der Nachmittagsbetreuung der Diakonie Stetten tätig. Dort habe sie bereits vor der Corona-Pandemie Lachyoga angeboten. „Ich habe im Moment den Kopf nicht frei, Neues zu erschließen“, sagt Claudia Parisi, die darüber hinaus mehrmals in der Woche ihre 90-jährige Mutter pflegt. Egal was kommt: Das Lachen vergeht Claudia Parisi so schnell nicht. Weitere Informationen sind zu finden unter www.praxis-parisi.de.

Wer Claudia Parisi auf der Straße begegnet, wird für einen kurzen Moment aus dem alltäglichen Strom aus Arbeit und Erledigungen herausgerissen – mit einem Lächeln. „Ich lache die Leute auf der Straße an“, sagte die 62-Jährige, die in Kernen lebt. „Und sie lachen zurück.“ Verwunderlich ist das nicht, denn Claudia Parisi hat professionell gute Laune: Sie ist Lachyoga-Lehrerin. Lange hatte sie ein eigenes Studio, das derzeit jedoch nicht weiterbetrieben wird. Ihre Weiterbildung zur

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