Schorndorf

Weihnachtlich glänzt der Adventswald

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Adventswald
Adventswald Rudersberg Der letzte Feinschliff vor der Eröffnung Foto: Buettner © Benjamin Büttner
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Adventswald
Adventswald Rudersberg Der letzte Feinschliff vor der Eröffnung Foto: Buettner © Benjamin Büttner

Rudersberg. Der Duft liegt in der Luft: Wer schnuppert, weiß, dass es allmählich weihnachtet in Rudersberg. Nach Tannennadeln und frisch gehäckseltem Holz riecht’s im Adventswald. Nun wird sich das Aroma von Glühwein und Mandeln dazugesellen: Heute öffnet der Adventswald seine Stände und lädt zum zehnten Mal zum heimeligen Beisammensein unter dem Tannendach ein.

Ein Jubiläum wird also in diesem Jahr begangen. Die Idee eines Adventswalds brachte Bürgermeister Martin Kaufmann einst aus Goslar nach Rudersberg mit, sie wurde für die Wieslauftalgemeinde modifiziert. Der zehnte Adventswald öffnet nun seine Pforten. Ans Jubiläum erinnern Christbaumkugeln mit der Aufschrift „Rudersberger Adventswald“ und der Jahreszahl 2016. Die mundgeblasenen Souvenirs gibt es in einer Auflage von 250 Stück zu kaufen. Wer weniger mit Dekorativem liebäugelt, kann aufs Jubiläum ebenso die Teetasse erheben: Es wurde zum zehnten Adventswald auch ein Tee zusammengestellt.

So kann man eine Erinnerung an den Adventswald mitnehmen, oder sich im Rathaus eine Fotoausstellung mit Bildern und Pressestimmen zur Geschichte des Adventswalds in Rudersberg ansehen.

Begann der Adventswald einst auf dem Alten Rathausplatz mit sieben Hütten, wie sich Martin Kaufmann erinnert, so bieten in diesem Jahr neun Stände im „Wald“, was Magen und Kehle begehren. Vorrangig bekommen hier einheimische Vereine und Unternehmer einen Platz, erst danach werden Auswärtige berücksichtigt.

„Es werden immer mehr Bewerbungen“

Der Adventswald zieht Aufmerksamkeit auf sich, weiß Wirtschaftsförderin Dr. Martina Spichal-Mößner. „Es werden immer mehr Bewerbungen.“ Auch Standbetreiber des Stuttgarter Weihnachtsmarkts interessieren sich für den Adventswald. „Das Flair, das Familiäre, beeindruckt anstelle der Anonymität.“ Nach wie vor finden aber auch Schulklassen ihr Plätzchen zum Verkauf im Adventswald.

Kann man sich im „Wald“ selbst vor allem stärken, so laden die Weihnachtsmarktstände unterhalb der Johanneskirche zum Bummeln ein. Hier gibt es süße weihnachtliche Leckereien, Schmuck, Gefilztes, Feines aus Olivenholz, Schmückendes für den Christbaum, Kunsthandwerk und Dekoratives. Die Kindereisenbahn wird wie gewohnt ihre Runden drehen. Für die Kleinen wird eine Wichtelwerkstatt, in der gebastelt wird, im evangelischen Gemeindehaus eingerichtet. Kleine Gäste können an einigen Adventswaldsonntagen auf Ponys reiten. Natürlich hebt sich auch wieder der Vorhang des Puppentheaters. Und die Krippen-Ausstellung in der Johanneskirche macht nicht nur, aber auch Kindern Freude.

Bis zu 25 000 Gäste an einem Adventswald-Wochenende

Ein vielseitiges Programm begleitet den Adventswald. Zwischen 20 000 und 25 000 Gäste besuchen denn auch an einem Adventswald-Wochenende Rudersberg, weiß der Bürgermeister. Sie kommen aus ganz Baden-Württemberg, aber auch aus Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen oder Berlin zieht’s Gäste in die Wieslauftal-Gemeinde. Sogar eine Anfrage aus Kiel ist im Rathaus eingegangen, berichtet die Wirtschaftsförderin.

Um allen einen schönen Adventswald zu bieten, wurde bereits Mitte November mit dem Aufbau begonnen. 17 Bäume wurden aufgestellt, der am weitesten entfernte wurde von Backnang herangefahren.

Zehntausende LED-Lämpchen bringen Licht in die die Dunkelheit

Kein Adventswald ohne heimeliges Licht:Zwischen 50 000 und 60 000 LED-Lämpchen sorgen im „Wald“ und auf dem Weihnachtsmarkt dafür.

So soll der Besuch des Adventswalds Freude machen und ohne Zwischenfälle verlaufen. Seit drei Jahren gibt es ein mit der Polizei, dem Roten Kreuz, der Feuerwehr und dem Landratsamt abgestimmtes Sicherheitskonzept (wir haben berichtet). Das Feuerwehrhaus beherbergt wieder eine Einsatzzentrale, die während des Adventswalds rund um die Uhr besetzt ist. Vertreter von Feuerwehr und Rotem Kreuz sind vor Ort, ebenso ein privater Sicherheitsdienst. Mindestens 30 ehrenamtliche Helfer tragen an jedem Tag des Adventswalds zu dessen Gelingen bei. Und übrigens auch Flüchtlinge, die etwa beim Spülen mitanpacken.

Bürgermeister Martin Kaufmann und Dr. Martina Spichal-Mößner schauen im Adventswald nach den letzten Vorbereitungen. Bilder: Büttner

Diese Christbaumkugeln erinnern als Souvenir an den zehnten Adventswald.

Eine Übersicht über alle Weihnachtsmärkte im Rems-Murr-Kreis finden Sie hier >>

Puppentheater, Krippenausstellung und Musik

Heute öffnet der Adventswald erstmals wieder seine Stände. Um 19.30 Uhr spielt der evangelische Posaunenchor Rudersberg für die Besucher.

Der Adventswald und die Weihnachtsmarktstände sind am und um den Alten Rathausplatz in Rudersberg zu finden. Der Adventswald öffnet an jedem Adventswochenende freitags von 17 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 22 Uhr sowie sonntags von 11 bis 20 Uhr.

Die Besucher des Adventswalds erwartet auch ein vielseitiges Begleitprogramm. Chor- und Orgelmusik zum ersten Advent erklingt am Sonntag, 27. November, um 19 Uhr in der evangelischen Johanneskirche. Ebenfalls am Sonntag haben Kinder von 11 bis 13 Uhr Gelegenheit zum Ponyreiten.

Am Freitag, 2. Dezember, heißt es dann in der Zeit von 19.30 bis 20.30 Uhr „Open Church“ mit Band an der „Bar“ in der Johanneskirche. Am Samstag, 3. Dezember, wird das Puppentheaterstück „Das verlorene Weihnachtslied vom Nikolaus“ im Rathaus aufgeführt. Es beginnt um 15 Uhr.

Am Freitag, 9. Dezember, hebt sich der Vorhang für das Puppentheaterstück „Frau Holle“ im Rathaus, und zwar um 16 Uhr. Am gleichen Tag um 19 Uhr bringt der Männerchor „Spätlese“ seinem Publikum ein buntes Programm weltlicher und geistlicher Lieder in der Johanneskirche zu Gehör.

Der Samstag, 10. Dezember, wartet unter dem Motto „Via Musica“ von 11 bis 17 Uhr mit einem Winterwanderkonzert zum Adventswald auf. Für die geführte Wanderung mit zwei Konzerten ist eine Anmeldung erforderlich. Am gleichen Tag wird das Puppentheaterstück „Frau Holle“ um 16 Uhr im Rathaus aufgeführt. Später, von 19.30 Uhr an, erklingen Lieder, Texte und Musik zum Mitsingen mit instrumentaler Begleitung in der Johanneskirche.

Am Sonntag, 11. Dezember, können Kinder von 11 bis 13 Uhr auf Ponys reiten. Um 15 Uhr heißt es wieder „Oh je, Du Fröhliche“ bei einer Lesung im Rathaus.

Am Sonntag, 18. Dezember, kann von 11 bis 13 Uhr auf Ponys geritten werden.

In der Johanneskirche ist bis zum 18. Dezember eine Krippenausstellung samstags von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

Die Schwäbische Waldbahn fährt an den ersten zwei Adventssonntagen zum Adventswald.

Wer mit dem Auto anreist, findet zum Beispiel an der Gemeindehalle am Bronnwiesenweg einen Parkplatz.