Schorndorf

ZVW-Gesundheitsmesse Forum Vorsorge+ in Schorndorf: So gelingt das gesunde Leben

Forum Vorsorge+
Die ZVW-Gesundheitsmesse "Forum Vorsorge+" in der Barbara-Künkelin-Halle in Schorndorf. © Alexandra Palmizi

Schorndorf. Ohne Gesundheit ist alles nichts, darin sind sich die allermeisten einig. Zumindest will jede und jeder bestmögliches Wohlbefinden für sich und sein Leben erreichen. Dies schon in jungen Jahren, aber besonders auch auf dem Weg ins Alter. Grund genug und Anlass für den Zeitungsverlag Waiblingen (ZVW), dazu eine Messe, das „Forum Vorsorge+“, zu organisieren. Forum, weil man sich hier im großen und kleinen Rahmen austauschen und beraten lassen konnte; „Vorsorge plus“, weil insgesamt 28 Aussteller zeigten, wie vielfältig die Möglichkeiten des bewussten Vorsorgens sind. Besucherinnen und Besucher aus Schorndorf sowie dem Remstal nutzten dieses zweitägige Angebot in der Barbara-Künkelin-Halle, stellten dort gezielt Fragen oder informierten sich ganz allgemein.

Beim großen Begriff der Vorsorge lohnt sich schon mal ein Blick in Definitionen: Es geht also darum, Krankheiten, ihre Verschlimmerung, Pflegebedürftigkeit und Notlagen möglichst zu vermeiden. Dabei denkt man mit ans Umfeld, die Angehörigen, und klärt vielleicht auch materielle Fragen vorab. Aufklärung, Information und Nachhaltigkeit spielen für einen gesunden Lebensstil eine Rolle - und schon wird deutlich, wie umfassend die Themenstellung ist. Jens Wichering, beim ZVW zuständig für Messen und Events, ist es im Zusammenspiel mit seinem Team und den Ausstellern gelungen, dazu ein Angebot aufzustellen. Oder wie es ZVW-Geschäftsführerin Dr. Ruth Betz bei der Begrüßung der Aussteller am Samstagvormittag formulierte: „Wir sehen darin einen Auftrag zur Information und nehmen ihn zusammen mit Ihnen gerne wahr!“ Damit war der Eintritt in die Messe nicht nur eröffnet, sondern auch frei, also kostenlos.

Auf die körperliche und mentale Haltung kommt es an

An fast 30 Ständen, bei zwölf Vorträgen und vier Workshops wurde am Samstag und Sonntag deutlich: Vorsorge und gesundes Leben, darauf haben die Anbieter aus Schorndorf und der Umgebung konkrete Antworten. Die Spanne beginnt bei sauberem Wasser (Zirbenwelt Energetix, Stephan Rupp), gesunder Luft und Hygiene (Reinigungssystem Hyla, Ute Stalter), reicht über gesunden Schlaf („Hellwach“ im Betten Veil), Hilfen im Alltag („Alltagsengel“) und die richtige Bewegung (Zott Fitness, Clever fit, Personaltraining Sismann) bis hin zur finanziellen und Erb-Vorsorge für den Sterbefall (OVB Beinstein, Nachlasskanzlei Panz). Direkt bezogen auf die Körpergesundheit spielen Stoffwechsel und Darmgesundheit eine große Rolle (Lifestyler, Andrea Grübel, Cellagonberatung Anja Muckle), und beinahe immer kommt es im Leben auf die richtige Haltung an (Improve, Kai Fehrle). Und wer es (akustisch) nicht verstanden hatte, begab sich zum Stand vom Hörhäusle Kohl.

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Insgesamt 28 Aussteller sind verteilt über die beiden Messetage präsent. © Alexandra Palmizi

Erben und Vererben – diese Vorsorge treibt viele um

Beim Vortrag „Den dritten Lebensabschnitt planen - Erben und Vererben“ von Notariatsassessor Andreas Panz reichten die Stühle im Fritz-Abele-Saal nicht aus. Nicht nur der letzte, sondern vor allem der gute Wille, es allen recht machen zu wollen, führe oft zu missverständlichen Testamenten, erklärte Panz und war auch nach seinem Vortrag weiter umringt von Fragenden. Klaus und Karin Ulmer-Schopf aus Schwaikheim kamen gezielt zum Vortrag, „und jetzt schauen wir uns noch um“, so das Paar aus Schwaikheim. Genauso Gabriele und Willi Domokos aus Urbach: „Vorsorge ist wichtig, wir gehen einfach mal durch die Stände“. Dabei entstanden spontane oder auch ganz gezielte Austausche: „Einige Besucher interessierten sich für die elektronische Patientenakte“, berichtete Sven Dahlfeld am AOK-Stand. Mit Beratung und Apfel in der Hand ging es von dort für viele weiter, zum Beispiel zum Beratungsangebot der Stadt Schorndorf. Beate Härer und ihre Kollegen von der Abteilung „Soziales und Senioren“ berieten zu Seniorenthemen, ehrenamtlichem Engagement und dem Einsamkeitsprojekt.

Und am Ende - im Wortsinne „Ende“ - gibt es vorab auch noch einiges zu klären: Die Stände von Bestattung Dietrich, Trauerhaus Wolters und Grabmale SZM-Metallverarbeitung fanden ebenso ihre Besucher.

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An den Ständen erhielten die Besucherinnen und Besucher viele Informationen. © Alexandra Palmizi

Besucher machen bei Workshops mit und fragen nach

Insgesamt zeigten die Aussteller des „Forums Vorsorge+“, dass eine Messe für die Besucherinnen und Besucher nicht müdes Ständeabklappern bedeuten muss, sondern das Mitmachen in Workshops (Krafttraining, Muskelaufbau) und das konkrete Nachfragen in Fachvorträgen ermöglicht. Organisator Jens Wichering ergänzte: Man habe das Angebot „Gesundheit und Freizeit“ der letzten Jahre erstmals auf Vorsorge fokussiert und damit wohl einen Treffer gelandet. Wie im Schwabenland üblich, galt die Faustregel: Samstags ein Drittel Besucher, weil Garten-, Fußball- und Einkaufstag ist, sonntags zwei Drittel Besucher, weil das Themenangebot stimmte und das Wetter „mehr nach Halle“ war.