Waiblingen

Asia-Supermarkt in Waiblingen ohne Strom: Kunden müssen im Dunkeln einkaufen

Stromausfall
Ein Licht im Dunkeln: Dank der Hilfe des Nachbarn kann die Ware gekühlt werden. © ZVW/Alexandra Palmizi

Wer den Asia-Supermarkt „Buteeho“ in Waiblingen besucht, tappt wortwörtlich im Dunkeln. Dass das Geschäft in der Albert-Roller-Straße derzeit nicht beleuchtet wird, ist jedoch keine Sparmaßnahme – Inhaber Nicola Lommano wurde schlichtweg der Strom abgeschaltet. Er habe den Abschlag einfach nicht mehr zahlen können, gibt Lommano zu. Was ihn ärgert: Die offenen Rechnungen sind längst beglichen, doch Strom werde immer noch nicht geliefert. Deshalb steht die Produktion von Bubble Tea still.

Die Inflation legt Asia-Laden "Buteeho" lahm

Wann das Dilemma begann, daran kann sich der Inhaber gar nicht mehr genau erinnern. „Es läuft gerade nicht so“, sagt Nicola Lommano, der noch zwei weitere Filialen in Heilbronn und Gießen besitzt, Letztere ist derzeit geschlossen. Hohe Preise im Einkauf und die enormen Stromkosten seien ausschlaggebend gewesen für seine Zahlungsunfähigkeit. Instant-Nudeln etwa kosten mittlerweile 1,80 Euro statt wie früher 99 Cent. Der ein oder andere Kunde lege das Produkt daher schon mal wieder zurück ins Regal.

Nach drei Monaten in der Ersatzversorgung hätten die Stadtwerke ihm mitgeteilt, dass der Vertrag nicht weiterlaufen werde. Das sei um den 20. November gewesen, so der Inhaber. Also hat Nicola Lommano seine Rechnungen in Höhe von rund 3000 Euro beglichen, sich einen neuen Anbieter gesucht – doch Strom hat er immer noch keinen. Am 16. Dezember soll es so weit sein, dann beginnt sein neuer Vertrag. Dass das Vorgehen des Stromversorgers rechtlich seine Richtigkeit hat, daran zweifelt Nicola Lommano keine Sekunde. Doch versteht er nicht, wieso er seinen Laden nun einen ganzen Monat ohne Strom betreiben muss, wieso es so schwierig ist, dafür zu sorgen, dass er zwischen dem Kündigungsdatum und dem Beginn des neuen Vertrages Licht und Kühlung beanspruchen kann. „Ich habe mich nicht schnell genug um Ersatz gekümmert“, räumt der Inhaber ein.

Inhaber des Asia-Supermarkts: "Ich bin ein Sonderfall"

Doch die Kommunikation zwischen ehemaligem und neuem Anbieter sei ein langwieriges Verfahren. So möchte der künftige Lieferant einen Nachweis der beglichenen Rechnungen, um Nicola Lommano eher an das Stromnetz anschließen zu können. Nachdem er diesen nun hat, sei es quasi unmöglich, eine schnelle Antwort vom Kundenservice zu bekommen. „Ich bin ein Sonderfall“, findet Nicola Lommano, als Ladenbesitzer benötige er den Strom zum Wirtschaften.

Das laufe, seitdem der Laden dunkel ist, nämlich denkbar schlecht. „Ich habe fast keinen Betrieb hier.“ Die im Dunkeln verschwindenden Regalreihen mit Instant-Nudeln, Soßen und anderen asiatischen Produkten halten Kundschaft fern. Von außen ist nur schwer erkennbar, dass der Laden geöffnet ist. Dabei können bei „Buteeho“ weiterhin Produkte erworben werden. In der Dunkelheit summt einsam eine Kühltruhe vor sich hin – sein Nachbar habe ihm den eigenen Stromanschluss zur Verfügung gestellt, sagt Nicola Lommano dankbar. Er selbst bemüht sich weiter darum, noch vor dem 16. Dezember wieder in den normalen Betrieb übergehen zu können.

Wer den Asia-Supermarkt „Buteeho“ in Waiblingen besucht, tappt wortwörtlich im Dunkeln. Dass das Geschäft in der Albert-Roller-Straße derzeit nicht beleuchtet wird, ist jedoch keine Sparmaßnahme – Inhaber Nicola Lommano wurde schlichtweg der Strom abgeschaltet. Er habe den Abschlag einfach nicht mehr zahlen können, gibt Lommano zu. Was ihn ärgert: Die offenen Rechnungen sind längst beglichen, doch Strom werde immer noch nicht geliefert. Deshalb steht die Produktion von Bubble Tea

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