Waiblingen

Feuerwehrmänner berichten nach Alba-Brand: „Das größte Problem war die Hitze“

Großbrand, Fa. ALBA, Waiblingen, 30.03.2022.
Bei einem Großeinsatz kommt es auf jeden Einzelnen an. © ZVW/Benjamin Beytekin

Als der Alarm zum Brand bei der Entsorgungsfirma Alba Mittwochnacht um 2.51 Uhr bei der Feuerwehr eingeht, ist Sandro Schröder (Jahrgang 1984) einer der ersten Einsatzkräfte, die wenig später vor Ort eintreffen. Sein Kollege Tim Hädrich (Jahrgang 1997) kommt etwa 40 Minuten nach ihm an. Beide erleben den Einsatz, der den ganzen Tag und bis in die nächste Nacht dauern wird, auf unterschiedlichen Positionen. Während Sandro Schröder direkt für die Löschung des Feuers zuständig ist, arbeitet Tim Hädrich an der Atemschutz-Sammelstelle.

„Als Ersteintreffende haben wir direkt begonnen, das Feuer mit Wasser zu löschen“, erzählt Sandro Schröder am Donnerstagnachmittag. Schröder ist seit 2003 bei der Freiwilligen Feuerwehr Waiblingen an Einsätzen beteiligt. Den ersten Eindruck des Feuers kann er in zwei Worten beschreiben: riesig und heiß. „Mir war direkt klar, dass das länger dauern würde“, sagt der Feuerwehrmann. Circa zwölf Stunden, bis um 15.30 Uhr, war er an der Einsatzstelle tätig. Die körperliche Belastung sei hoch, sagt Sandro Schröder. „Am nächsten Tag hatte ich Muskelkater.“

Sein Kollege Tim Hädrich hat währenddessen im hinteren Teil des Geländes an der Atemschutz-Sammelstelle gearbeitet. „Dort haben wir die leeren Sauerstoffflaschen gesammelt und geprüft“, sagt der Feuerwehrmann, der seit 2014 in Bittenfeld im Einsatz ist. „Das war anstrengend, denn die Flaschen werden auf Dauer schwer, aber wir haben das gut gemanagt.“ Einsatzleiter Jochen Wolf betont, wie wichtig es ist, dass bei einem Einsatz „alle Rädchen ineinandergreifen“. Während des langen Einsatzes haben die Feuerwehrleute im Wechsel gearbeitet.

Die körperliche Belastung ist hoch

Etwa 20 Minuten habe er es ausgehalten, sagt Sandro Schröder, dann musste er den Löschschlauch erst einmal abgeben. Die größte körperliche Belastung stelle die Hitze dar. An Kraft und genügend Sauerstoff mangele es nicht, so Schröder. „Der Körper sagt mir, wann ich eine Pause machen soll.“ Sobald leichter Schwindel einsetzt, höre er sofort auf. Einsatzleiter Jochen Wolf bestätigt: „Der Körper kommt sehr schnell an seine Grenzen.“ Sobald die Wärme durch die Schutzkleidung durchschlägt, bestehe die Gefahr der Dehydrierung.

Während eines so langen Einsatzes kommt ein weiteres Problem auf, das die Einsatzleute beschäftigt: die Familie und der Job. „Ich habe häufig mein Handy verliehen, damit Kollegen ihre Familien anrufen konnten“, sagt Tim Hädrich. „Ohne die Familienangehörigen im Hintergrund funktioniert die Feuerwehr nicht.“

Lebenspartner müssten in so einem Fall ihren Alltag umstrukturieren und stärken den Feuerwehrleuten somit den Rücken. „Auch Aufgaben im Beruf bleiben liegen“, sagt Jochen Wolf. Die müssten dann oft nachgeholt werden. Im Falle eines Einsatzes sei dieser aber immer Priorität Nummer eins.

Als der Alarm zum Brand bei der Entsorgungsfirma Alba Mittwochnacht um 2.51 Uhr bei der Feuerwehr eingeht, ist Sandro Schröder (Jahrgang 1984) einer der ersten Einsatzkräfte, die wenig später vor Ort eintreffen. Sein Kollege Tim Hädrich (Jahrgang 1997) kommt etwa 40 Minuten nach ihm an. Beide erleben den Einsatz, der den ganzen Tag und bis in die nächste Nacht dauern wird, auf unterschiedlichen Positionen. Während Sandro Schröder direkt für die Löschung des Feuers zuständig ist, arbeitet Tim

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