Waiblingen

Griechisches Lokal "360 Grad" eröffnet in der Fronackerstraße in Waiblingen: Was Gäste dort erwartet

360 Grad
Nikolaos Stamtsis (links) und Alexandros Katsikoris vor ihrem Lokal in der Fronackerstraße. © ZVW/ALEXANDRA PALMIZI

Den Köchen bei der Arbeit zusehen, während auf dem eigenen Teller leckere Köstlichkeiten darauf warten, verspeist zu werden – so laufe es in einem original griechischen Imbiss ab, sagt Nikolaos Stamtsis. Deshalb haben der 44-Jährige und sein Cousin Alexandros Katsikoris (30) genau das umgesetzt: Ihr Lokal „360 Grad“ oder „Three Sixty“ ist ein offen gestalteter Imbiss in der Fronackerstraße in Waiblingen, der im September eröffnen soll.

Wobei Imbiss noch nicht so ganz das richtige Wort ist. „Giradiko“ sei der griechische Begriff, der das „360 Grad“ am besten beschreibe. „Es hat alles, ist aber weder Restaurant noch Imbiss“, sagt Nikolaos Stamtsis. Wer das Lokal betritt, versteht, wovon der Inhaber spricht. Zwar gibt es innen um die 40 Sitzplätze, doch können Kunden ihre Speisen auch an der Theke mitnehmen und unterwegs verzehren. Gyros, Bifteki, Souvlaki und weitere griechische Spezialitäten stehen hier bald auf der Karte, etwa acht an der Zahl.

Ursprünglich stammte die Idee für das Lokal von Alexandros Katsikoris. „Mein damaliger Partner ist aus privaten Gründen abgesprungen“, erzählt der 30-Jährige. Dass Nikolaos Stamtsis den Laden nun mit seinem Cousin eröffnet, lag mehr am Zufall: Zwar sei es schon immer sein Traum gewesen, selbstständig zu sein, doch letzten Endes war es der Schließung seines Arbeitgebers geschuldet, dass Stamtsis, der derzeit in Bietigheim wohnt, bei seinem Cousin miteingestiegen ist.

Der Umbau hat bereits im November 2020 begonnen und dauerte bis jetzt an

„Wir wollten uns eigentlich nur auf einen Kaffee treffen“, da seien die beiden ins Gespräch gekommen. Katsikoris, der einen neuen Partner brauchte und Stamtsis, der sowieso die Selbstständigkeit vor Augen hatte, schlossen sich zusammen.

Im November 2020 habe dann der Umbau begonnen, doch die Corona-Pandemie sorgte immer wieder für Verzögerungen. „Viele sind an Corona erkrankt“, sagt Nikolaos Stamtsis, das habe die Bauarbeiten nach hinten hinaus verlängert. Vor allem, weil die zwei Inhaber die Räumlichkeiten von „null auf hundert“ renovieren mussten. Viel Geld haben sie investiert, drei Monate Zeit verloren.

„Vorher war hier eine Bäckerei“, sagt Katsikoris. Er zeigt auf die Decke: „Hier war alles aus Holz.“ Die Küche, das Büro, eine Toilette für Menschen mit Behinderung, die laut den Inhabern benötigt wird, da der Zugang ebenerdig ist – alles neu. „Teilweise sind wir durch ganz Deutschland gefahren, um Bauteile selbst abzuholen“, erinnert sich Stamtsis an die zurückliegende Zeit. „Manchmal waren wir von 8 bis 24 Uhr im Geschäft.“

Die Inhaber werden auch im Lokal-Alltag mit aushelfen

Nicht nur während der Renovierungsarbeiten, sondern auch bei den Tätigkeiten im Lokal haben die zwei vor anzupacken. Mitarbeiter seien bereits eingestellt worden, doch mit umgebundener Schürze betonen beide: „Wir arbeiten mit.“ Einzig und alleine das Logo stamme nicht aus der Feder der Cousins. Katsikoris hat dafür eine Ausschreibung erstellt – ganze 500 Vorschläge bekam er daraufhin zugesendet. Im Endeffekt konnte er sich für eines entscheiden. „360 Grad heißen wir, weil sich der Spieß um 360 Grad dreht“ und auch das Logo spiele darauf an: Gebogenes Besteck formt die Zahl 0 im Schriftzug „360 Grad“. Mit dem Logo ist das Lokal komplett.

Auch wenn es ihre erste Gastronomie ist, im „Three Sixty“ steckt Erfahrung: „Meine Eltern haben schon immer in der Gastronomie gearbeitet“, erzählt Stamtsis. Er, der in der Branche aufgewachsen ist, weiß, dass die Arbeit „kein einfacher Job“ ist. Aufgrund seiner Erfahrung hat er auch ein Gespür für die Bedürfnisse der Kunden.

Im „Three Sixty“ wird Schweinefleisch getrennt von anderem Fleisch zubereitet

Ein seinen Worten zufolge weit verbreitetes Problem: die ungetrennte Verarbeitung von Schweinefleisch und Rind, Lamm oder Huhn in derselben Küche. Personen, die aus religiösen oder anderen Gründen kein Schweinefleisch verzehren, könnten die Speisen häufig nicht essen.

Das läuft im Three Sixty anders: „Der Spieß mit dem Schweinefleisch ist vier Meter vom anderen Spieß entfernt“, erzählt Alexandros Katsikoris. Auch die Zubereitung von Grillfleisch erfolge auf verschiedenen Grills. Zwei Salatbars runden das Konzept ab. „Das Schweinefleisch kommt mit den anderen Fleischsorten niemals in Berührung.“

Nun freuen sich beide darauf, dass es endlich losgeht. Nur eine letzte Hürde haben sie noch zu meistern: den Personalmangel. „Alle stehen gerade an den Flughäfen“, sagt Nikolaos Stamtsis, auch die neuen Mitarbeiter des „Three Sixty“ wollen noch einmal in den Urlaub, bevor es losgeht. Im September seien alle wieder da, dann könne das Lokal eröffnen. Ob es eine Feier geben wird, wissen die beiden noch nicht.

Den Köchen bei der Arbeit zusehen, während auf dem eigenen Teller leckere Köstlichkeiten darauf warten, verspeist zu werden – so laufe es in einem original griechischen Imbiss ab, sagt Nikolaos Stamtsis. Deshalb haben der 44-Jährige und sein Cousin Alexandros Katsikoris (30) genau das umgesetzt: Ihr Lokal „360 Grad“ oder „Three Sixty“ ist ein offen gestalteter Imbiss in der Fronackerstraße in Waiblingen, der im September eröffnen soll.

Wobei Imbiss noch nicht so ganz das richtige Wort

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