Waiblingen

Kampf um die Übernahme der Real-Märkte beginnt - wie geht es im Remspark in Waiblingen weiter?

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Was wird aus dem Remspark? © Gabriel Habermann

Der Remspark und der Real-Markt in Waiblingen rücken einem Besitzerwechsel endgültig näher. Die Real-Einzelhandelskette mit bundesweit 276 Märkten wurde, wie mehrfach berichtet, vom Metro-Konzern an den russischen Investor SCP Group veräußert. Verkäufe dieser Größenordnung geschehen nicht von heute auf morgen, nun aber steht ein Termin fest, zu dem die Transaktion abgeschlossen wird: der 25. Juni. In Waiblingen bewegt viele Kunden die Frage, was aus dem Einkaufsstandort an der Ruhrstraße wird.

Vor Ende Juni wird es „keine standortbezogenen Entscheidungen geben, die kommuniziert werden würden“, sagt Real-Sprecher Markus Jablonski auf Anfrage unserer Zeitung. Allerdings wird es just von diesem Zeitpunkt an spannend, was die Nachfolge angeht – die Zerschlagung der Real-Kette wird beginnen. Als Nachfolger sind inzwischen weitere Kandidaten im Gespräch. Schon vor Wochen wurde bekannt, dass Edeka und Kaufland rund 140 Filialen erwerben wollen. Kaufland soll die Übernahme schon beim Kartellamt angemeldet haben, meldet die „Lebensmittelzeitung“.

Inzwischen hat auch Globus Interesse bekundet: Globus-Chef Thomas Bruch möchte 16 Real-Märkte kaufen. Rewe hat nach Informationen des Branchenblatts ebenfalls den Hut in den Ring geworfen, allerdings nicht mit dem Ziel, Märkte selbst zu erwerben, sondern sie zu mieten. Die Rede ist von 18 Filialen.

Etwa 50 Standorte sollen für zwei Jahre unter der Marke Real weiterlaufen. Nach dieser Frist wird entschieden, ob sie wirtschaftlich betrieben werden können und erhalten bleiben. 30 weitere Standorte gelten bereits jetzt als unwirtschaftlich – ihnen droht das Aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Waiblingen nicht zu diesen Letzteren gehören. Der hiesige Real gilt als einer der erfolgreichsten, und zählt zu den wertvollsten Brocken im ganzen Paket. So oder so, wird sich der Weiterverkauf von SCP an die Interessenten hinziehen, zumal jeder Einzelfall vorher vom Kartellamt geprüft wird. Der Waiblinger Wirtschaftsförderer Marc Funk hat dennoch Zuversicht, etwas früher Klarheit zu bekommen. „Ich hoffe, dass sich die Dinge bis Ende Juli sortieren und wir wissen, wie der Remspark dann aussehen wird.“