„Sie fangen bei Null an“ nach Haus-Brand: So geht es der Familie aus Bittenfeld
Waiblingen-Bittenfeld. Nach dem Brand einer Scheune, der auf ihr Wohnhaus in der Alemannenstraße in Bittenfeld übergegriffen hat, ist das Ehepaar mit siebenjähriger Tochter bei Freunden untergekommen. Die Oma, die mit im Haus lebte, ist zu Verwandten gezogen. „Sie fangen bei Null an“, sagt eine Angehörige. Ob und wann es ein Zurück ins Zuhause gibt, ist derzeit offen. Spendenaktionen zeigen große Anteilnahme im Ort und darüber hinaus. Gesucht werden nun zwei Wohnungen in Bittenfeld.
Hab und Gut verbrannt: Viele Menschen spenden für Familie
Die Bewohner sind in der Nacht auf Samstag (23.5.) vor dem Feuer aus dem Haus geflohen – nur mit dem, was sie gerade an sich hatten. Das Handy des Papas sei verbrannt, sagt Lisa Wilking. Sie gehört zur angeheirateten Familie und möchte helfen. Weil sie selbst erst vor Kurzem ihr zweites Kind auf die Welt gebracht hat, kann sie wenig vor Ort anpacken. Also hat sie eine Spendenaktion ins Leben gerufen (https://gofund.me/b9ec50d58), bei der in einer Woche bereits über 21.000 Euro zusammengekommen sind (Stand 29.5.).
Eine weitere Hilfsaktion, gestartet von der Bittenfelderin Miriam Ruotolo, liegt bei knapp 4000 Euro (https://gofund.me/cc1b1a201). Beide Summen werden am Ende ausgezahlt, „sofern in der Prüfung nichts Verdächtiges hervorkam“, bestätigt eine Pressesprecherin der Plattform „Gofundme“.
Es ist eine emotionale Ausnahmesituation für die Beteiligten. Besonders bitter: Der Brand ereignete sich laut Lisa Wilking am Geburtstag des Opas der siebenjährigen Bewohnerin, des Ehemanns der Rentnerin, die im Haus lebte – er ist vor vier Jahren verstorben.
Zu etwas Stabilität könnte eine neue Wohnung für das Ehepaar mit Kind in der gewohnten Umgebung beitragen, also der Waiblinger Ortschaft Bittenfeld. Auch die Oma wünscht sich eine neue Bleibe in der Nähe für sich und ihren Hund. Kontakt vermittelt Lisa Wilking, die unter 016093920812 erreichbar ist. Die vom Brand betroffene Familie benötigt erst einmal Ruhe.
Polizei ermittelt weiter: „nichts ausgeschlossen“
Bei dem Brand ist ein großer Sachschaden von geschätzt circa 500.000 Euro entstanden, so die Polizei. Zur Brandursache wird weiter ermittelt. Dazu kann die Polizei aktuell nichts sagen, so ein Pressesprecher des Präsidiums. „Zum jetzigen Zeitpunkt kann auch noch nichts ausgeschlossen werden.“


