Waiblingen

Waiblingen: Fahrschulen Geist und Gutbrod über den Umgang mit Corona-Maßnahmen

Schild Fahrschule
Die Fahrschulen haben sich inzwischen mit der Corona-Situation arrangiert. © ZVW/Benjamin Büttner

Seit fast zwei Jahren dauert die Corona-Pandemie nun an, knapp 16 Wochen davon waren die Fahrschulen in Waiblingen geschlossen. „Sagen wir mal so: Zwei Monate länger wäre das nicht mehr gutgegangen“, sagt Oliver Geist, Geschäftsführer und Fahrschullehrer der Fahrschule Geist in Waiblingen. Mittlerweile habe sich die Lage allerdings wieder etwas entspannt.

Während in Bayern die 2G-Regel in Fahrschulen gilt, wird der Unterricht in Baden-Württemberg mit der 3G-Regel fortgeführt. Wer also geimpft, genesen oder mit einem Schnelltest getestet ist, darf an den Fahrstunden teilnehmen und auch die theoretische sowie die praktische Prüfung absolvieren.

Das Alter der Fahrschüler ist ebenfalls relevant: Handelt es sich nämlich um Personen unter 18 Jahren, die noch in die Schule gehen, so muss laut Geist nur der Schülerausweis gezeigt werden. „Sie werden ja in der Schule getestet, das reicht dann“, erklärt er. Ausnahme: „Wenn Ferien sind, dann müssen auch die unter 18-Jährigen einen Schnelltest vorweisen.“ Im Gegensatz zu den über 18-Jährigen sind die jüngeren Schüler außerdem nicht zum Tragen einer FFP2-Maske verpflichtet, es reiche eine OP-Maske.

Die Fahrschüler sind trotz der Maßnahmen nicht weniger motiviert

„Die wenigsten haben ein Problem damit, mit der Maske zu fahren“, beobachtet Bernd Gutbrod, Gründer und Inhaber der Fahrschule Gutbrod. Auch im Theorie-Unterricht, der online stattfindet, bemerkt er keinen Leistungsabfall zu denjenigen, die vor der Corona-Pandemie ihren Führerschein gemacht haben.

„Für die einen ist der Online-Unterricht eine Erleichterung, für die andern sorgt die Umgebung dann manchmal für Ablenkung.“ Insgesamt kämen die Fahrschüler gut mit der Situation klar. Auch Oliver Geist spricht lobend über seine Schüler, denn einen Mangel an Motivation bemerkt auch er absolut nicht.

Im Kollegium haben sich ebenfalls alle an die Situation gewöhnt. Lediglich das spontane Ausfallen der Stunden sei gewöhnungsbedürftig. „Das hat es in der Häufigkeit vorher nicht gegeben“, erklärt Gutbrod. Man bestärke sich aber gegenseitig sehr. Im Fahrlehrerverband arbeitet man seit der Pandemie enger zusammen.

Begleitetes Fahren schon sechs Monate vor dem 17. Geburtstag beantragen

„Meldet euch so früh wie möglich an“, appelliert Gutbrod an zukünftige Fahrschüler. Vor allem diejenigen, die das begleitete Fahren in Anspruch nehmen wollen, sollten sich frühzeitig darum kümmern. Derzeit verlängere sich die Prüfdauer der Führerscheinanträge: Lag der Zeitraum vor der Pandemie bei drei bis sechs Wochen, so liegt er nun bei drei bis sechs Monaten, sagt Fahrlehrer Gutbrod. Wer seinen Führerschein inklusive begleiteten Fahrens zu spät beantragt, läuft Gefahr, die wertvollen Monate mit einer Begleitperson im Auto nicht mehr nutzen zu können. Außerdem kostet der Antrag auf begleitetes Fahren etwas mehr, was laut Gutbrod „herausgeschmissenes Geld“ ist, wenn diese Zeit dann nicht genutzt werden kann.

„Die Situation wird aber langsam wieder besser“, ergänzt Oliver Geist. Auch er bemerkte Verzögerungen in den Abläufen. Vor allem die theoretischen Prüfungen waren 2021 oft ausgebucht, da die Schüler, die im Lockdown zur Prüfung hätten gehen sollen, dann ebenfalls geprüft wurden. So sei ein Rückstau entstanden, der sich aber mittlerweile wieder etwas aufgelöst habe. Die meisten reagierten aber verständnisvoll auf die Verzögerungen in den betrieblichen Abläufen.

Fahrlehrer wünschen sich zeitigere Auskunft vom Verkehrsministerium

Alles in allem habe man sich inzwischen gut mit der Situation abgefunden. „Dennoch“, merkt Oliver Geist an, „wäre es schön, wenn wir früher vom Verkehrsministerium Bescheid bekommen würden.“ Im letzten Jahr sei das teilweise so spät der Fall gewesen, dass kaum geplant werden konnte. So habe man in der Vergangenheit schon Mitarbeitern abgesagt, weil aufgrund der Beschlüsse von Bund und Ländern davon ausgegangen worden war, dass keine Fahrstunden stattfinden können. Die Nachricht, dass Fahrschulen dennoch weitermachen dürfen, sei dann erst viel später gekommen und habe direkt für den nächsten Tag gegolten, so dass keinerlei Vorbereitungen getroffen werden konnten.

Seit fast zwei Jahren dauert die Corona-Pandemie nun an, knapp 16 Wochen davon waren die Fahrschulen in Waiblingen geschlossen. „Sagen wir mal so: Zwei Monate länger wäre das nicht mehr gutgegangen“, sagt Oliver Geist, Geschäftsführer und Fahrschullehrer der Fahrschule Geist in Waiblingen. Mittlerweile habe sich die Lage allerdings wieder etwas entspannt.

Während in Bayern die 2G-Regel in Fahrschulen gilt, wird der Unterricht in Baden-Württemberg mit der 3G-Regel fortgeführt. Wer also

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