Weinstadt

Weinstädter "Hochzeitsrapper" bei DSDS von Dieter Bohlen abgewatscht

Deniz Akkaya aus Weinstadt.  Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.
Als „Hochzeitsrapper“ eine kleine Berühmtheit, bei RTL weniger gut angekommen: Deniz Akkaya. © TVNOW/Stefan Gregorowius

Gleich zwei Kandidaten aus dem Remstal sind am Samstagabend (09.01.) in der RTL-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) aufgetreten. Einer von Ihnen: Deniz Akkaya aus Weinstadt. Einst hatte er mit einem Lied auf der Hochzeit seiner Schwester einen viralen Hit gelandet, jetzt ist der 23-Jährige von Chefjuror Dieter Bohlen böse abgewatscht worden. Der Waiblinger Shada Ali hingegen ist eine Runde weiter – obwohl auch er überhaupt nicht singen kann.

„Ich bin Deutschlands bekanntester Hochzeitsrapper“, so hat sich Deniz Akkaya am Samstagabend mehr als zwei Millionen TV-Zuschauern vorgestellt – von denen einige den Weinstädter bereits gekannt haben dürften. Aufgewachsen ist der junge Mann in Endersbach, die Mutter stammt aus Italien, der Vater aus der Türkei. Seinen Hauptschulabschluss hat er an der Erich-Kästner-Schule gemacht, außerdem spielte Deniz Akkaya früher Fußball beim SC Weinstadt.

Internet-Erfolg: Ein Hochzeitslied für die Schwester geschrieben

2016 hatte er für seine Schwester auf deren Hochzeit einen eigenen Text gerappt. Er sei damals „finanziell nicht der Stärkste“ gewesen, erklärt Deniz Akkaya dem RTL-Publikum, und habe dem Brautpaar stattdessen etwas geschenkt, „was viel mehr wert ist als Geld“. Das kam super an, nicht nur bei der Schwester, die Tränen der Rührung vergoss, sondern auch auf der Internetplattform Youtube, wo der Weinstädter ein Video des Auftritts postete.

10,5 Millionen Nutzer haben sich sein Youtube-Video angeschaut

Als DSDS im Sommer aufgezeichnet wurde, war dieses Video bereits rund 9,7 Millionen Mal angeschaut worden, heute steht der Zähler, vermutlich auch wegen der Ausstrahlung am Samstagabend, bei mehr als 10,5 Millionen. Das sind eigentlich Größenordnungen, mit denen sich sogar über Werbung Geld verdienen lässt. „Ich kenn' mich aber mit Youtube nicht so aus und ich bin auch lesefaul“, sagt Deniz Akkaya bei RTL.

Stattdessen ist er im Sommer nach Oberwesel gefahren, um seine Karriere in der berühmtesten deutschen Casting-Show voranzutreiben. „Jetzt probier' ich das mal, zwischen Rap und Gesang ein bisschen was zu machen. Mal sehen, was daraus wird“, sagt der 23-Jährige vor seinem Auftritt – der dann aber zur Bruchlandung gerät: Schon nach wenigen Takten, der Weinstädter singt „Señorita“ von Kay One und Pietro Lombardi, hebt Dieter Bohlen die Hand, um Deniz Akkaya Einhalt zu gebieten.

"Das klingt alles sch..."

Während Jury-Mitglied Mike Singer sich noch in konstruktiver Kritik versucht („Als Rapper heutzutage musst du auch ein bisschen Melodien draufhaben“), fällt das Urteil des 66-jährigen Musikproduzenten vernichtend aus: „Ich muss dich leider auch direkt weghauen, weil das geht gar nicht ... Du hast gar nicht die richtige Tonart gefunden, hast da irgendwie was gegrunzt“, poltert Bohlen.  Als der Weinstädter vorsichtig nach einer zweiten Chance fragt, wiegelt er ab: „Du kannst rappen, was du willst, das klingt alles sch...“ Nach dem Auftritt ist Deniz Akkaya, der von seiner Schwester und einem Freund begleitet wurde, zwar enttäuscht, gibt sich aber kämpferisch: Er werde trotzdem weitermachen mit seiner Musik.

Dieter Bohlen: „Ich hab so was noch nie gesehen“

Für mehr Furore hat jedoch ein anderer Kandidat aus dem Remstal gesorgt: Student Shada Ali aus Waiblingen, der einen in allen Belangen schrägen Auftritt hingelegt hat. Für die DSDS-Zuschauer war es anfangs fast unmöglich, überhaupt zu erkennen, mit welchem Lied sich der 23-Jährige um ein Ticket für die nächste Runde beworben hat (es war der Megahit „Chandelier“ von Sia) – weiter ist er aber trotz seiner nicht vorhandenen Sangeskünste. Hatte Dieter Bohlen den Weinstädter Rapper noch humorlos abgewatscht, sieht er im Waiblinger Kandidaten offenbar immerhin das Potenzial, die Zuschauer zu unterhalten.

Shada Ali aus Waiblingen.  Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.
Legte einen in allen Belangen schrägen Auftritt hin und brachte Dieter Bohlen zum Lachen: Der Waiblinger Shada Ali. © TVNOW/Stefan Gregorowius

Shada Ali, der mit Tanzschritten a la Michael Jackson überzeugt, darf sogar noch ein zweites Lied krakeelen, „One more time“ von Britney Spears. Er müsse sich bedanken, sagt Bohlen in der Sendung, das sei „einer der auffälligsten Auftritte“ in 18 Jahren gewesen: „Ich hab' so was noch nie gesehen.“ Shada Ali wird also noch einmal in der Sendung zu sehen sein. Wer seinen und den Auftritt von Deniz Akkaya verpasst hat, der kann sich die beiden jetzt auf www.tvnow.de anschauen.