Welzheim

10 000 Euro aus Welzheim nach Polen: Gelebte Städtepartnerschaft

Ukraine Hilfe
Zahlreiche Transporte waren und sind aus Welzheim auf dem Weg nach Polen, um zu helfen. © Privat

„Es wäre für die Bürger in Welzheim und das gemeinschaftliche Leben nicht gut, wenn wir Hallen zu Massenquartieren umbauen müssten und so das kulturelle oder sportliche Angebot nicht mehr stattfinden kann“, erklärt Welzheims Bürgermeister Thomas Bernlöhr.

Die Stadtverwaltung Welzheim sucht dringend Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine, als Einzelpersonen oder Familien. Gesucht werden Wohnungen jeglicher Größe im Gebiet der Stadt Welzheim. Es ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft in Deutschland, diese herausfordernde Aufgabe gut und humanitär zu meistern.

„Unser Ziel ist es, den Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind und nun bei uns Zuflucht suchen, möglichst schnell eine Unterkunft zur Verfügung stellen zu können. Die Stadt Welzheim bittet die Bürgerinnen und Bürger, mitzuhelfen und - sofern vorhanden - geeigneten Wohnraum bereitzustellen, damit Flüchtlinge mit Bleibeperspektive eine Unterkunft finden können“, sagt Bürgermeister Thomas Bernlöhr. Es gibt sicher leerstehende Wohnungen und Häuser in Welzheim. Da der Neubau von Wohnungen lange dauert, werden Wohnungen und Häuser gesucht, die schnell bezogen werden können.

Die Stadt Welzheim tritt als Mieter auf und ist Garant für eine faire Miete und eine verlässliche Mietzahlung. Die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, dass mit dem Aufruf freie Wohnungen gefunden werden können. Wer eine Wohnung für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern zur Verfügung stellen möchte, richtet sein Wohnungsangebot bitte an: Stadtverwaltung Welzheim, Ordnungsamt, Kirchplatz 3. Ansprechpartnerin ist Paula Widmann, Telefon 0 71 82/80 08-16, Mail: widmann@welzheim.de.

Das Landratsamt hat eine zentrale Seite eingerichtet: Unter www.rems-murr-kreis.de/ukraine finden sich alle wichtigen Infos zur Einreise, Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten. „Es wäre nicht schön, wenn wir die Flüchtlinge aus der Ukraine in Massenquartieren, zum Beispiel in einer Halle, in Welzheim unterbringen müssten. Daher sind wir über jedes private Angebot sehr froh und helfen überall, wo wir können. Auch bei sprachlichen Barrieren haben wir das Personal in der Stadtverwaltung, um zu helfen“, so Bernlöhr.

Stadt Welzheim spendet 10 000 Euro nach Milanowek in Polen

Trotz der Durststrecke Pandemie ist der Kontakt mit der Welzheimer Partnerschaft nie abgebrochen. Zurzeit läuft ein Informationsaustausch über die aktuelle Situation hinsichtlich des Zugangs von Ukraine-Flüchtlingen in der Stadt 40 km entfernt von Warschau. In Milanowek sind aktuell deutlich über 500 Menschen aus der Ukraine untergebracht, viele in privaten Wohnungen und Zimmern.

Zum Hintergrund: In Polen arbeitet eine große Zahl von Ukrainern, so dass die persönlichen Kontakte und auch der direkte Ansatz, Menschen nachzuholen, deutlich größer sind als in Deutschland. Aktuell wird in Milanowek aber auch die erste Turnhalle als Behelfsunterkunft vorbereitet. Der Zustrom ist weiterhin ungebrochen. Die Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidung und Waren des täglichen Bedarfs ist gesichert.

Die Organisation vor Ort erfolgt haupt- und ehrenamtlich über alle städtischen und bürgerschaftlichen Institutionen, Dreh- und Angelpunkt ist die Feuerwehr.

Die Frage, in welcher Form aus Welzheim am besten unterstützt werden kann, hat das Milanoweker Rathaus mit "Finanzielle Hilfe" beantwortet. Die finanzielle Unterstützung der staatlichen Ebene in Polen sei alles andere als auskömmlich.

Bürgermeister Thomas Bernlöhr hat im letzten Welzheimer Gemeinderat daraufhin spontan vorgeschlagen, die nicht ausgegebenen Mittel aus dem städtischen Budget der Partnerschaft als Soforthilfe für die Milanoweker Feuerwehr zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls sehr schnell kam dazu das grüne Licht des Welzheimer Gemeinderats. Deshalb hat die Stadtkasse den Betrag von 10 000 Euro nach Polen überwiesen. Das Geld hilft, damit die vor dem Krieg geflüchteten Frauen und Kinder weiter mit Essen und den Dingen des täglichen Bedarfs versorgt werden können.

Ein Dankeschön an die zahlreichen Spender erreichte die Welzheimer Zeitung seitens der Familie Staib, die auch dank der Leser zahlreiche Lebensmittelspenden nach Polen fahren konnte.

„Es wäre für die Bürger in Welzheim und das gemeinschaftliche Leben nicht gut, wenn wir Hallen zu Massenquartieren umbauen müssten und so das kulturelle oder sportliche Angebot nicht mehr stattfinden kann“, erklärt Welzheims Bürgermeister Thomas Bernlöhr.

Die Stadtverwaltung Welzheim sucht dringend Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine, als Einzelpersonen oder Familien. Gesucht werden Wohnungen jeglicher Größe im Gebiet der Stadt Welzheim. Es ist eine Aufgabe der

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