Welzheim

Das Erfahrungsfeld der Sinne „Eins und Alles“ in Welzheim ist nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet

Erfahrungsfeld der Sinne
Tastend und schmeichelnd lässt sich das Werden und Vergehen am Transformer im „Eins und Alles“ bei der Laufenmühle erkunden. © Privat

Vieles ist in den vergangenen Wochen entstanden, was sich zu entdecken lohnt: Ein Wurzel-Thron lädt dazu ein, für einen kurzen Moment den Blick erhaben über das Gelände der Laufenmühle schweifen zu lassen. Tastend und schmeichelnd lässt sich das Werden und Vergehen am Transformer erkunden, einer farbenfrohen, sich stetig wandelnden Station, die auch das Titelbild des neuen Jahresprogrammes im Erfahrungsfeld der Sinne „Eins und Alles“ ziert.

Schon auf den ersten Schritten zum Wunderweg erklingt das Lachen der Gäste, wenn sie sich darauf einlassen, zu spielen und auszuprobieren: Die Füße werden so gar nicht machen wollen, was der Kopf sagt. Klingt alles sehr rätselhaft? „Dann probieren Sie es aus! Und kein Schaf hat je von einem schöneren Wolken-Stall geträumt, während im Hintergrund sechs junge Gänse jeden neuen Gast mit großer Begeisterung begrüßen“, erklärt Pressesprecherin Daniela Doberschütz.

Die kreativen Köpfe hinter „Eins und Alles“ haben sich mit „Verbinden“ für ein Jahresthema entschieden, das Brücken bauen und Berührungsflächen schaffen will – „zwischen uns, zwischen (scheinbar) widersprüchlichen Wahrheiten, zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nicht begegnen würden“, so Doberschütz.

Den Machern spricht Wilhelm von Humboldt aus der Seele, wenn er sagt: „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ So knüpft auch die neue Programmreihe „Zeitfragen“ an Themen an, die aus den Erfahrungen der vergangenen Monate entstanden sind: Wie können wir berühren, ohne zu berühren? Wie können wir Wut dazu nutzen, etwas in Bewegung zu bringen? Und wie können wir gemeinsam neue Möglichkeiten entdecken, Mut zu fassen und zur Tat werden zu lassen?

Einem Individualbesuch im „Eins und Alles“ steht nichts mehr im Wege, Gruppenbuchungen können ebenso wieder entsprechend der jeweils geltenden Corona-Verordnungen stattfinden.

Die Rösterei Laufenmühle bietet ihre feinen Kaffeeröstungen weiter zum Verkauf an – da die Werkstätten noch nicht betreten werden können, ganz unkompliziert an der Rösterei-Tür oder am Wochenende an der Erfahrungsfeldkasse. Aktuelle Informationen rund um Masken oder Kontaktdokumentation sind unter www.eins-und-alles.de/aktuelles zu finden. Informationen und Buchungen sind unter Tel. 0 71 82/80 07 77 oder erfahrungsfeld@laufenmuehle.de möglich.

Was ist geöffnet?

In der ersten Phase der Wiedereröffnung nach der Corona-Schließung können noch nicht alle Bereiche sofort wieder öffnen: Auf die Stationen im Aktionshaus „Die rote Achse“ oder auch den Dunkelgang müssen Gäste aus Abstands- und Hygienegründen erst einmal noch verzichten. Am Kiosk gibt es ein kleines Speisen- und Getränkeangebot, das Café-Restaurant Molina ist in einer ersten Phase am Wochenende geöffnet. Das „Eins und Alles“ wird von der Christopherus Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Laufenmühle e. V. als Werkstatt für behinderte Menschen betrieben und versteht sich als Inklusionsprojekt. Seine Gäste dürfen sich spielerisch darauf einlassen, zu erkunden, wozu die eigenen Sinne in der Lage sind. In den verschiedenen Bereichen des Erfahrungsfeldes konnten zahlreiche Arbeitsplätze für behinderte Menschen entstehen: Im Café-Restaurant Molina unterstützen Bewohner tatkräftig das Servicepersonal, im Aktionshaus und in der Tieroase helfen sie bei der Betreuung der Gäste und pflegen in Waldwerkstatt und im Gartenbau die Außenanlagen und ergänzen diese durch attraktive Stationen. In der „Rösterei Laufenmühle“ verraten Menschen mit Behinderungen Wissenswertes zu geschmacklichen Feinheiten der hier veredelten und angebotenen Bio-Kaffees.

Das „Eins und Alles“ und dessen Trägerverein Christopherus e. V. sind aber nicht nur ein spannendes Ausflugsziel, sondern auch Arbeitgeber. Aktuelle Jobangebote, vom FSJ über Ausbildungsplätze bis hin zu spannenden Berufsfeldern in Tagesstruktur und Wohnheim, sind zu finden unter: https://www.eins-und-alles.de/kontakt/jobs.

Tipp: Der Film „Be together“ von Philip Fricker – zu finden auf dem Youtube-Kanal des Erfahrungsfeldes – gibt aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung, die dort leben und arbeiten, interessante Einblicke in die Laufenmühle – https://www.youtube.com/watch?v=fFYRGOuLLnk.

Vieles ist in den vergangenen Wochen entstanden, was sich zu entdecken lohnt: Ein Wurzel-Thron lädt dazu ein, für einen kurzen Moment den Blick erhaben über das Gelände der Laufenmühle schweifen zu lassen. Tastend und schmeichelnd lässt sich das Werden und Vergehen am Transformer erkunden, einer farbenfrohen, sich stetig wandelnden Station, die auch das Titelbild des neuen Jahresprogrammes im Erfahrungsfeld der Sinne „Eins und Alles“ ziert.

Schon auf den ersten Schritten zum Wunderweg

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