Welzheim

Ja zum Mobilfunk in Welzheim?

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Bürgermeister Thomas Bernlöhr hat die Informations- und Diskussionsveranstaltung per Videokonferenz geleitet zum Thema Mobilfunk. Nun gibt es eine Online-Petition. © Markus Metzger

Unter openpetition.de/!mcgcf ist seit ein paar Tagen eine Online-Petition aktiv. Dem Gründer dieser Internetseite, Marcel Bonn aus Welzheim, ist es wichtig, dass Welzheim in der Frage der Digitalisierung nicht abgehängt wird.

In seinem Brief an die Verwaltung, den Stadtrat, die Bürger der Stadt Welzheim samt Teilorten und das Landratsamt sagt er unter anderem:

„Viele Einwohner, Unternehmen und Geschäftsreisende wünschen sich eine bessere Mobilfunkabdeckung. Doch die Situation des Mobilfunks auf dem Land ist oft nicht ideal. Nicht weit von Welzheim, im Sandland, sind Anrufe über das Mobilfunknetz kaum durchführbar. In Breitenfürst ist die Lage nicht ganz so schlimm - und doch hat ein privater Netztest eindeutig bewiesen, dass auch hier kein guter Empfang verfügbar ist. Eine leistungsfähige, stabile und flächendeckend verfügbare Mobilfunkversorgung ist aber ein wichtiger Faktor bei der Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse in unserem Land und ebenfalls ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort.

Als Welzheimer Bürger fordern wir daher den Welzheimer Gemeinderat und das Landratsamt Rems-Murr-Kreis dazu auf, sich für den Ausbau des Mobilfunknetzes einzusetzen und den Mobilfunkmast im Industriegebiet von Welzheim-Breitenfürst zu genehmigen.

Behauptung der Mobilfunkgegner: Die Entwicklung von sogenannten Volkskrankheiten (Schlafstörungen, Depressionen, Kopfschmerzen, Burnout, usw.) sind beträchtlich angestiegen in den letzten Jahren. Ein Zusammenhang mit dem Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur kann nicht ausgeschlossen werden.

Einwand: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, Depression: Volkskrankheiten stellen wirklich eine ernste Bedrohung für die Bevölkerung dar. Deutschland sollte seine erfolgreichen Präventionsmaßnahmen weiter ausbauen. Dies jedoch in direkten Zusammenhang mit der Mobilfunkinfrastruktur zu bringen, ist falsch und auch fahrlässig! Zwar wird durch die ständige Erreichbarkeit der Faktor Stress angehoben, dennoch hat jeder die Möglichkeit, sein Mobiltelefon auszuschalten oder abzulegen. Einen möglichen Bezug herzustellen, wo kein Bezug nachweisbar ist, ist manipulativ.

Behauptung der Mobilfunkgegner:  Der Kindergarten ist nur 400 Meter entfernt - da gesundheitliche Auswirkungen nicht ausgeschlossen sein können, darf der Mobilfunkmast zum Schutz der Kinder nicht in unmittelbarer Nähe errichtet werden.

Einwand: 400 Meter Entfernung sind bereits ein ausreichender Abstand und nicht in unmittelbarer Nähe. Nach einfacher Rechnung - ohne Bäume/Häuser im Sichtbereich - kommen durch die digitale Feldsimulation nur ca. 0.5 %, also ein Bruchteil des Grenzwertes bezogen auf die Leistungsdichte, beim Kindergarten an. www.informationszentrum-mobilfunk.de/sites/default/files/feldsimulation/Simulation.html.“

Weitere Gegenüberstellungen zwischen Behauptungen von Mobilfunkgegnern und Befürwortern gibt es online unter openpetition.de/!mcgcf nachzulesen.