Welzheim

Kein Weihnachtsdorf in Welzheim: Corona ist der Grund der Absage

Weihnachtsdorf
Es wird im Jahr 2021 aufgrund der Corona-Pandemie keinen Weihnachtsmarkt und kein Weihnachtsdorf in Welzheim geben. © Gaby Schneider

Eine traurige Nachricht für alle Kinder und Erwachsenen, die gerne im Welzheimer Weihnachtsdorf die Adventszeit genossen hätten.

Corona macht auch im Jahr 2021 zum zweiten Mal nach 2020 den Verantwortlichen sowie der Stadtverwaltung Welzheim einen Strich durch die Rechnung. Auch für die Standbetreiber, die vielleicht schon Ware eingekauft hatten, ist diese Absage eine negative Nachricht.

„Die Gesundheit geht vor. Es wäre aufgrund der aktuell stark steigenden Corona-Zahlen nicht zu verantworten, ein Weihnachtsdorf durchzuführen. Auch nicht mit 2G plus, da es einfach nicht möglich ist, die Regeln im Freien durchweg zu kontrollieren. Wer beim Essen oder Trinken seine Maske absetzen darf, muss sie danach wieder aufsetzen. Aber wie soll man das kontrollieren“, sagt Uwe Lehar von der Stadt Welzheim. Verständnis für die Absage des Weihnachtsdorfes samt Weihnachtsmarkt in Welzheim hatten aber alle. „Bei allen Telefonaten wurde uns signalisiert, dass man die Absage verstehen kann in der aktuellen Zeit mit steigenden Covid-Krankheitsfällen in den Krankenhäusern“, so Hartmut Rupp, einer der Mitorganisatoren.

Thomas Bernlöhr sagt: „Eine Absage ist die bessere Alternative“

Die Stadtverwaltung Welzheim hat am Sonntag, 21. November, zusammen mit den Organisatoren und den Marktbeschickern entschieden, das Welzheimer Weihnachtsdorf an den ersten zwei Adventswochenenden abzusagen. Die Vorbereitungen waren weit gediehen, ab Montag hätte der eigentliche Aufbau der städtischen Veranstaltung begonnen.

Angesichts der Entwicklung der Pandemie haben sich die Organisatoren im Rathaus über das Wochenende mit den Marktbeschickern ausgetauscht, Bürgermeister Thomas Bernlöhr holte am Sonntag ein Stimmungsbild im Gemeinderat ein. Das Ergebnis war insgesamt breit getragen: Mit 2G plus Schnelltest für alle wäre die Veranstaltung zwar durchführbar gewesen, allerdings ist eine konsequente Kontrolle innerhalb des Geländes natürlich für die Atmosphäre nicht förderlich. Deshalb habe die Stadt die Veranstaltung nun abgesagt.

Bürgermeister Bernlöhr spricht von einer schwierigen Entscheidung: „Für die Innenstadt und den vorweihnachtlichen Handel, aber auch für die Stimmungslage von uns allen, die wir in den letzten Monaten auf vieles verzichtet haben, wäre das Weihnachtsdorf eine wichtige und schöne Veranstaltung gewesen. Angesichts der Situation in den Kliniken und der Entwicklung der Pandemie insgesamt ginge aber auch ein Signal von der Durchführung aus, das sicher jeden ins Zweifeln bringt. Nach vielen Gesprächen und Hinweisen auf allen Ebenen sind wir der Überzeugung, dass eine Absage die bessere Alternative ist, auch wenn es schmerzt.“

Juristisch ist ein Weihnachtsdorf möglich, aber wer kontrolliert die Regeln?

Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung sei derzeit im Außenbereich juristisch möglich. Wie viele Besucher bei einer 2G-Regelung, zusätzlichem Schnelltest und flächendeckender Kontrolle auch innerhalb des Marktes tatsächlich gekommen wären, ist allerdings fraglich. Allein die Maskenpflicht zu überprüfen ist bei einer größeren Ansammlung von Menschen fast nicht möglich, bei einer Durchsetzung durch Security und Ordnungskräfte ist leicht vorstellbar, wie sich die Stimmung der Besucher möglicherweise entwickelt.

„Die Teilnehmer, die alle telefonisch unmittelbar informiert wurden, haben Verständnis für die Absage. Das wirtschaftliche Risiko wäre angesichts von hohen Schutzmaßnahmen ja deutlich gestiegen. Stadt Welzheim und Marktbeschicker hoffen, dass 2022 das Weihnachtsdorf endlich wieder in bewährter Form stattfinden kann“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Welzheim.

Eine traurige Nachricht für alle Kinder und Erwachsenen, die gerne im Welzheimer Weihnachtsdorf die Adventszeit genossen hätten.

Corona macht auch im Jahr 2021 zum zweiten Mal nach 2020 den Verantwortlichen sowie der Stadtverwaltung Welzheim einen Strich durch die Rechnung. Auch für die Standbetreiber, die vielleicht schon Ware eingekauft hatten, ist diese Absage eine negative Nachricht.

„Die Gesundheit geht vor. Es wäre aufgrund der aktuell stark steigenden Corona-Zahlen nicht

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