Welzheim

Sanierung der Welzheimer Justinus-Kerner-Halle wäre günstiger als ein Neubau

Justinus-Kerner-Halle
Die Justinus-Kerner-Halle in Welzheim. © Alexandra Palmizi

Für den Schul- und Vereinssport stehen in Welzheim mehrere Hallen zur Verfügung. Dennoch übersteigt der Bedarf die Möglichkeiten der bestehenden Gebäude. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung der Verwaltung. Der Welzheimer Gemeinderat hat deshalb beschlossen, in die Planung für das Lindenquartier eine zusätzliche Sporthalle aufzunehmen. So schrieb es die Welzheimer Zeitung im November 2019.

Im Juni 2022 geht es nun intensiv mit den Planungen für das Lindenquartier weiter. Die Stadt steigt nach pandemiebedingter Pause wieder in den Planungsprozess zum Lindenquartier ein. Im Gemeinderat wurde in öffentlicher Sitzung das Verkehrsgutachten für das Gebiet vorgestellt. Außerdem werden die Fragen zur baulichen Umsetzung der Sporthallen und des Lehrschwimmbeckens beleuchtet, konkret geht es insbesondere um die Frage der Sanierung oder der Verlagerung der Justinus-Kerner-Halle.

Planvarianten mit und ohne Erschließungsstraße

Das beauftragte Büro BS-Ingenieure aus Ludwigsburg hat als Grundlage für die Verkehrsuntersuchung umfangreiche Verkehrszählungen an den Zufahrten zum Schulzentrum durchgeführt. Die Zahlen wurden 2018 und 2019 erhoben, also vor der Pandemie. Außerdem wurden die verschiedenen Planvarianten mit und ohne neue Erschließungsstraße für das Lindenquartier untersucht, die zur Untermühlstraße durchbindet. Insgesamt wurden neun verschiedene Planvarianten mit Parkplatz, Sporthalle, Sportvereinszentrum und Wohnbebauung vorgestellt.

Selbst weitgehende Varianten mit einer Ostumfahrung als Verlängerung der Umgehungsstraße wurden untersucht. Die Planfälle beinhalten insbesondere Maßnahmen, die zur Verkehrsentlastung der Helmut-Glock-Straße West, der Lindenstraße und des Bereichs um die Schulen führen. Bei den Verkehrszahlen wurden auch das geplante Sportvereinszentrum, die zweiteilige Sporthalle sowie die Verlegung des Eingangs der Justinus-Kerner-Halle auf die Nordseite in ihrer Modellberechnung berücksichtigt.

Vorschläge für besser geordneten Schulcampus

Die Stadtverwaltung hat aus der Verkehrsuntersuchung verschiedene Vorschläge zur Umsetzung entwickelt mit der Zielsetzung, den Autoverkehr und den Fußgänger-/Radverkehr räumlich zu trennen und so einen verkehrlich besser geordneten Schulcampus zu gestalten. Dazu gehören der Bau eines zentralen Parkplatzes, der Bau einer neuen Straße für die Erschließung der geplanten und vorhandenen öffentlichen Einrichtungen, ein Kfz-Durchfahrtsverbot in der Lindenstraße, ein Kfz-Durchfahrtsverbot in der Helmut-Glock-Straße zur Lindenstraße, Ausweisung der Lindenstraße als verkehrsberuhigter Bereich, Einrichtung von Elterntaxistationen, Ausarbeitung eines detaillierten Schulwegkonzepts. Der Gemeinderat diskutierte bereits zur Einbringung die Verkehrsfragen lebhaft.

Außerdem wurdendie bauliche Untersuchung der Justinus-Kerner-Halle und Gottlob-Bauknecht-Halle sowie Szenarien zu Sanierung beziehungsweise Neubau dem Gemeinderat vorgestellt. Die Sanierungsgutachten der Justinus-Kerner-Halle und der Gottlob-Bauknecht-Halle kommen jeweils zumindest auf den ersten Blick zu einem eindeutigen Ergebnis. Für die Gottlob-Bauknecht-Halle wird empfohlen, das Lehrschwimmbecken neu zu bauen, gegebenenfalls kombiniert mit der geplanten Zweifeldhalle. Als Standort hierfür wäre das Lindenquartier naheliegend.

Drei Szenarien für den Ablauf der Baumaßnahmen

Bei der Justinus-Kerner-Halle wird aus Kostengründen die Sanierung einem Neubau vorgezogen, allerdings ist kostenmäßig in der Sanierung die mögliche Verlegung des Haupteingangs nicht berücksichtigt. Hierdurch ist die Sachlage nicht mehr so eindeutig und die weicheren Faktoren, wie z.B. städtebauliche Themen, gewinnen mehr an Bedeutung. Von der Verwaltung wurden drei Szenarien über den Ablauf der Baumaßnahmen vorgestellt. Dabei könne die neue Unterbringung der Grundschulförderklasse und der Ganztagsbetreuung berücksichtigt werden. Auch bauliche Kombinationen mit einem Sportvereinszentrum des TSF sind denkbar.

Öffentliche Debatte mit den Bürgern am 23. Juni um 19 Uhr in der Mensa

Für die Debatte aller interessierten Bürgerinnen und Bürger ist am Donnerstag, 23. Juni 2022, 19 Uhr, in der Christian-Bauer-Mensa eine Bürgerinformationsveranstaltung geplant. Dort wird das Verkehrsgutachten noch mal vorgestellt und es können Fragen gestellt und Anregungen vorgetragen werden. Auch die baulichen Untersuchungen werden vorgestellt und diskutiert. Parallel sind die Sitzungsvorlagen und ergänzende Materialien auch auf www.welzheim.de abrufbar.

Für den Schul- und Vereinssport stehen in Welzheim mehrere Hallen zur Verfügung. Dennoch übersteigt der Bedarf die Möglichkeiten der bestehenden Gebäude. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung der Verwaltung. Der Welzheimer Gemeinderat hat deshalb beschlossen, in die Planung für das Lindenquartier eine zusätzliche Sporthalle aufzunehmen. So schrieb es die Welzheimer Zeitung im November 2019.

Im Juni 2022 geht es nun intensiv mit den Planungen für das Lindenquartier weiter. Die

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