Großes Hochwasser-Spendenkonto für den Rems-Murr-Kreis und die Nachbarlandkreise
Landrat Richard Sigel ist ein Macher. Nachdem er, gemeinsam mit seinem Katastrophenschutzstab, den Freiwilligen Feuerwehren aus dem Rems-Murr-Kreis, mit den Bürgermeistern der vom Hochwasser und vom Starkregen betroffenen Gemeinden, mit den Fachleuten des Wasserverbands Rems und den Stauwärtern die Hochwasser- und Starkregenkatastrophe im Rems-Murr-Kreis gemanagt hat, hat er auch noch ein kreisübergreifendes Spendenkonto eingerichtet. Und das wurde schon mit einer großen Summe versorgt.
Hilfe nicht nur klein-klein, sondern wirkmächtig und kreisübergreifend
Das Ziel dieses besonderen Spendenkontos: nicht nur klein-klein im Rems-Murr-Kreis sammeln und helfen, sondern wirkmächtig und überall dort, wo Hilfe jetzt nottut. Das Konto ist gemeinsam mit dem Ostalbkreis, dem Landkreis Ludwigsburg und dem Landkreis Göppingen ins Leben gerufen worden.
Beim Vororttermin am Winterbacher Wehr, jenem Ort, an dem Sonntagnacht jeder Zentimeter Wasser mehr mit Sorge beobachtet wurde, überreichte Olaf Kordian, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse, für genau dieses Spendenkonto auch sofort einen symbolischen Scheck: 50.000 Euro Soforthilfe für die, die hilflos und verzweifelt vor den Folgen der Flut stehen.
Die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker, gemeinsam mit Regierungspräsidentin Susanne Bay in den Rems-Murr-Kreis und ans Winterbacher Wehr gekommen, konnte von Seiten der Landesregierung nicht von solchen Hilfsmaßnahmen künden: Es gebe Regelungen, wie Geschädigte schnell und unbürokratisch Hilfe zuteilwerden könne. Das jedoch laufe nicht über sie, sondern über das Finanz- und das Innenministerium. Und noch sei es zu früh für Genaueres. Man sei noch am Erfassen und Beziffern der Schäden.
Die Forderung: Eine Elementarschaden-Versicherungspflicht
Einig sind sich Walker und Sigel, dass bundesweit eine Elementarschaden-Versicherungspflicht eingeführt werden müsste, die einen Fonds bedienen sollte. Bei einem solchen Fonds, so Sigel, kämen hohe Beträge zusammen, die Belastung für den einzelnen Haus- und Grundstücksbesitzer sei dagegen relativ gering. Da Katastrophen wie die jetzt überstandene immer häufiger vorkommen, könnte, so Sigel, dann verhindert werden, dass die Bitten um Hilfe hin und her geschoben würden. Der Staat, betonte Walker, könne angesichts zunehmender Notfälle nur noch begrenzt einspringen.
Hier können Sie helfen, hier gibt's Hilfe
Wer helfen möchte, kann hier spenden:
Spendenkonto Hochwasser
IBAN DE72 6025 0010 0015 2229 14
Im Verwendungszweck kann der Landkreis angegeben werden, in den die Spende gehen soll. Ist als Verwendungszweck "Spende" angegeben, wird der Betrag zwischen den vier Landkreisen aufgeteilt.
Von der Flut Betroffene können sich über ein Kontaktformular auf der Internetseite des Landratsamts melden.


